Die eierlegende Wollmilchsau?

Thema: Die eierlegende Wollmilchsau?

  • Die eierlegende Wollmilchsau?

    Hallo Leidensgenossen

    Zunnächst zu mir. Ich leide seit 1998 an verschiedenen Lungenkrankheiten. Nach einem Epitelplatten-Karzinom (n1, t1....Glück gehabt) und dessen operativer Entfernung COPD Goldstadium IV sowie Emphysem...

    Meine Medikamente sind Bronochoretard 500 (1-0-0-1), Spiriva, Viani forte, Salbuhexal.

    Nun soll es seit kurzer Zeit für Bronchoretard ein neues Medikament geben, dass wesentlich besser sein soll, als das Bronchoretard. Das Medikament heißt "Daxas". Ich fange Dienstag damit an .... erst einmal parallel zu Bronchoretard, bis sich der Spiegel aufgebaut hat.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden, wie es mir ergeht, da es nicht ganz nebenwirkungsfrei ist. Aber mal sehen, vielleicht geht es mir ja wirklich besser damit..

    Ach ja...das Medi ist billiger als Bronchoretard, und man braucht nur noch 1 x am Tag eine zu nehmen.

    Hat jemand von Euch eventuell schon Erfahrungen damit...?

  • Der Tag 1 mit Daxas

    Heute habe ich zum ersten mal Daxas eingenommen. Von den dargelegten Nebenwirkungen tritt offensichtlich heute Nichts auf. Jedoch spüre ich heute zum ersten Mal seit Jahren, dass sich auch der operierte linke Lungenflügel mit Luft füllt. Ich habe untertags heute so gut Luft bekommen, wie schon seit 10 Jahren nicht mehr. Nun mag man glauben, ich bin schon mit einer positiven Erwartungshaltung an die Sache rangegangen. Aber weit gefehlt. Ich war eher skeptisch bis ungläubig. Ich bin froh, das ich heute damit anfangen konnte. Meine Ärztin kennt sich sehr gut aus. Ich erwarte mit Spannung den Tag morgen ab. Ich bin froh. Wenn Bronchoretard abgesetzt ist (ca 2 Wochen) darf ich auch wieder Auto fahren. Daxas hat keinerlei Einfluss auf die Reaktion, die Fahrtüchtigkeit wird in keinem Fall beeinträchtigt.

  • Antwort: Die eierlegende Wollmilchsau?

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    Schöne Grüße hasselnuss 3090,

    das Du von der eierlegenden Wollmilchsau redest, ist folgende Meinungsäußerung hoffentlich nicht zu drastisch angesichts Deiner angeschlagenen Gesundheit.

    nach Jahren des fleißigen bis übereifrigen Diskutierens am Netz ist mir nun klar, dass die moderne Behandlung von „COPD“ und „Asthma“ eine Nebenwirkung der wissenschaftlichen Medizin ist, der wir alle wirklich so enorm viel zu verdanken haben.

    Unheilvolles Hauptprinzip dieser Behandlung ist, dass die Atemnot ganz exklusiv mit Mitteln zu bekämpfen ist, die unsere Atemwege künstlich erweitern. Atemtechniken haben außen vor zu bleiben, denn keine Atemübung bringt die so leicht vorführbare arzt- und zum Schein patientenfreundliche Weitung der Atemwege. Diese imponierende Wirkung jedoch kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass diese Behandlung auf lange Sicht nicht nützlich ist, denn mit dem Spray gibt es mehr Asthma http://www.lrz-muenchen.de/~s3e0101/webserver/webdata/AE.pdf Dass man hier den Sinn der modernen Behandlung nicht hinterfragt, wie im Fall z. B. der Hormonersatztherapie für Frauen, ist seltsam. Ohne ein Tabu zu brechen, fordert es doch nur civil Courage, aber doch womöglich für Mediziner beleidigend, zu fragen, ob Patienten unter einem Asthmasprayeffekt leiden und ob die eindrucksvolle Präsentation eines Körperphänomens schon immer zu Quacksalberei verführt hat.

    Konkrete Hinweise, dass die übliche Behandlung von Atemnot nicht anders als unseriös sein kann, liefert die Website http://www.mountsinaifpa.org/profiles/gwen-s-skloot Hier erfährt man von dem Verhalten eines gesunden Probanden im Provokationstest. Wenn er nicht Durchatmen darf, setzt sich die Verengung der Bronchien fort wie beim Asthmatiker. Das würde bedeuten, dass man die Atmung des Asthmatikers wissenschaftlich untersuchen und verbessern soll. Es kann nicht klug sein, aus diesem Befund nicht auf einen Bedarf für mehr Forschung der Atemtechnik zu schließen.

    Einen noch deutlicheren Anstoß Richtung Atemtechniken als wichtigeres Basiswissen und Forschungsgebiet bei Erkrankung der Atemwege haben wir dem Fernen Osten zu verdanken, wo das Trainieren des Atmungsapparats zur Erzielung höherer Druckwerte im Bauch, d. h. unterhalb des Zwerchfells praktiziert wird. Durch intensive praktische Beschäftigung lernt der Übende ein Gefühl etwas unterhalb des Nabels (am „Tanden“ nämlich) und ein spezielles erquickendes Gefühl im Körper („ki“ oder „chi“) zu erspüren. Wenn man im Umkehrschluss die Muskeln um den Bauch entspannt und der Lehre der „Tandenatmung“ widerspricht, wird die Atmung unerträglich schwach und fast asthmatisch.

    Beweist das etwa nicht, dass die orthodoxe Medizin auf einer falschen Fährte ist? In der heutigen „Süddeutschen Zeitung“ hieß es im Leitartikel über den Klinikalltag „rette sich wer kann“. So könnten ähnliche Konsequenzen in der Gesundheitsindustrie gezogen werden. Richard Friedel, Starnberg.

  • Antwort: Die eierlegende Wollmilchsau?

    Jo jo datOk

  • Antwort: Die eierlegende Wollmilchsau?

    Hallo

    Bei der eierlegenden Wollmilchsau handelt es sich nicht um ein Spray, sonder um eine Tablette, die eine vielzahlt von Tabletten unnötig mach. Hier z.B. Bronchoretard (Autofahren ade) und Singulair. Wenn es so weitergeht werde ich wohl auch auf Pulver und Spray gänzlich verzichten können.

    Wie die das geschafft haben, weiß ich nicht...aber ich tippe gerne für Dich den gesamten Bypack-Zettel ab, so es Dich denn auch interessiert.

    Glaube mir, ich schleppe das Ganze von ganz klein bis ganz groß seit 1998 mit mir herum. Ich habe fast Alles durch und dürfte mich wohl damit relativ gut auskennen.

    Die COPD kam unmittelbar nach einer Teilresektion des linken Lungenflügels nach Lungen CA N1 T1...also Glück gehabt.....sechser im Lotto.

    Und....es geht mir so gut wie seit 12 Jahren nicht mehr.....das zählt für mich.

    ups...mit Deinen html-Codes kann das System hier nicht um. Dein Beitrag ist nur teilweise zu lesen...

    Ach ja...und Sprays haben bei mir nie geholfen. Inhalate nur bedingt (Spiriva und Viani Forte)

    Training mache ich mit eine CPAP-Maske täglich mindestens 30 Minuten. Also meine Muskulatur müsste demnach so ziemlich in Ordnung sein.

    lg

    Attila

  • Antwort: Die eierlegende Wollmilchsau?

    Dein Name Attila suggeriert etwas militantes, aber kämpfest Du nicht, Verehrteste, mit Einsatz Deines Lebens auf der falschen Seite? Gestern stand in der Sueddeutschen Zeitung ein Artikel von Wiebke Rögener, wonach durch die lange sehr anstrengende Ausbildung Ärzte oft glauben, dass sie für die Pharma als (denkt man doch) Apparatchiki arbeiten dürfen und so an den Kranken sowie an den noch gesunden Naiven sich schadlos halten dürfen. Erste Überlegung wäre nicht eine Beschäftigung mit den technischen Details der Medis und der Apparate, die symptomunterdrückend jedes Leiden selbstverständlich tendenziell verschlimmern, sondern mit der Ehrlichkeit des Mediziners. Vielleicht würde er für eine erkrankte Verwandte in Deiner Lage eher an sanft anlaufendes Fitnesstraining denken. An so was verdient er aber keinen Cent Geld.

    CPAP funzt natürlich nur symptomatisch. In meiner Antwort meinte ich nicht eine allgemeine Kräftigung der Atmungsmuskeln (CPAP ist keine) sondern eine Aktivierung der Bauchmuskeln die, erstaunlicherweise, die Einatmung stärkt. RF

  • Antwort: Die eierlegende Wollmilchsau?

    .....Gestern stand in der Sueddeutschen Zeitung ein Artikel von Wiebke Rögener, wonach durch die lange sehr anstrengende Ausbildung Ärzte oft glauben, dass sie für die Pharma als (denkt man doch) Apparatchiki arbeiten dürfen und so an den Kranken sowie an den noch gesunden Naiven sich schadlos halten dürfen......

    wobei sie aber vergessen haben, zu erwähnen, dass das schon seit 1979 per Gesetz ein Straftatbestand ist und auch bestraft wird :-/

    Aber erwähnt haben sie auch, dass es in Deutschland eine Vereinigung gibt unter der Überschrift: "Mein Essen zahl ich selbst", der jetzt immerhin schon

    75.000 Ärztinnen und Ärzte in Deutschland angehören und was auch in Nachbarländern "Schule macht". Und auch nicht alle Ärzte, die da nicht drin sind, nehmen Geschenke an oder erfüllen den Tatbestand der Vorteilsnahme. Es dürfte also für die Pharmaindustrie nicht mehr so einfach sein, ihre Produkte auf diese Weise "an den Mann zu bringen"

  • Antwort: Die eierlegende Wollmilchsau?

    @ Richard Friedel..... ich weiß nicht, wer da immer solche Story`s in der Süddeutschen schreibt......:-/Als ob die Bauchatmung bei der richtigen Atemtechnik noch nie ein Bestandteil der Physiotherapie gewesen wäre und auch heute ist :-/..... (nicht nur bei Emphysem oder Asthma) Es empfehlen und verordnen auch die Lungenfachärzte. Lungensport hast Du wohl auch noch nie gehört ? Da gibt es etliche Vereine und Gruppen, in denen auch Lungenfachärzte diese leiten und betreuen.

    Ein Baby und Kleinkind hat übrigens die Bauchatmung physiologischerweise IMMER....und das nicht aus dem fernen Osten :-P.... erst später "verlernen" viele (die meisten) es. Es ist schon immer die bessere Atmung (für alle Menschen) gewesen und wenn wir völlig entspannt sind, machen wir auch unbewusst diese. Effektiver ist sie, wenn wir sie bewusst machen. Hilft auch bei Angstzuständen und zum Stressabbau.

    Man kann sie auch wieder erlernen. Da muss man nichtmal unbedingt Sport machen, man kann auch Trompete blasen Gut, Flöte o.a. Blasinstrumente....WENN man noch kann.....:-/

  • Antwort: Die eierlegende Wollmilchsau?

    Hallo Attila,
    japanische Bücher wie „Das große Buch vom richtigen Atmen“ von Takashi Nakamura (Auszüge bei http://www.lrz.de/~s3e0101/webserver/webdata/NNAU.pdf) präsentieren die orientalische Atemtechnik so dass (1) sie allgemein in Ostasien anerkannt ist und (2) auf dem Druck im Bauchraum basiert. Aber europäische Atemtechniken meinen mit „Bauchatmung“ eine Dehnung und Einziehung des Bauches. „Auf dem Rücken liegend spürt man, wie der Bauch sich dehnt „ usw. Siehe detaillierten Katalog der Systeme bei http://www.gesundheitspass.ch/upload/download/Atmbrosch_LowRes_2008.pdf
    Dass der Innenbauchdruck ein wichtiger physiologischer Parameter ist, zeigt das absichtliche Lockerlassen der Bauchmuskulatur. Dann wird die Atmung zunehmend seichter und letztendlich asthmatypisch beim Gesunden.
    Es ist dann verwunderlich, wenn die Asthmaforschung erstens die orientalische Atemtechnik wie oben dargestellt außer Betracht lässt, zweitens autoritär eine allgemeine Bedeutungslosigkeit der „kein Heil bietenden“ Atemtechniken proklamiert und drittens sich so sehr mit der Suche nach einem kausal wirkenden Asthmamedikament beschäftigt. Warum glauben Sie anscheinend, dass der Pharmazeutisch- Industrielle Komplex und die Ärzteschaft sich für eine Atemtechnik nach Nakamura interessieren könnte, mag letztere für alle mit etwas Schulbildung und ohne Erfahrung am eigenen Leib (als nicht als Arzt) mit Asthmasprays noch so offensichtlich sein? RF

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