Antwort zu Antwort: "Duhring-Syndrom" mit Zöliakie
Antwort: "Duhring-Syndrom" mit Zöliakie
Hallo Leomodell, danke für die Glückwünsche!
Hier einige Details (wahrscheinlich alle schon bekannt?):
Laut Uniklinik (Dermatologie) kann Duhring wohl nur über Haut-Biopsien (nicht der Bläschen, sondern direkt daneben) sicher diagnostiziert werden.
Alfason-Crelo scheint eine Kortison-Salbe zu sein. Je nach Stärke, Anwendungshäufigkeit und der Anzahl/Größe der Fläche nicht die "wahre Lösung", kann mit der Zeit auch zu netten Nebenwirkungen führen. Kortison hat bei mir, weder lokal aufgetragen noch als Tablette geschluckt (schwere Nebenwirkungen), etwas gebracht (kann bei jedem anders sein)!
Der Auslöser für Duhring (zu mindest bei circa 80% der Betroffenen) ist wohl die orale Aufname (also essen) von glutenhaltigen Lebensmitteln. Die Reaktion des Körpers auf Gluten kann über die erwähnten Titer meist festgestellt werden. Eine strikte Meidung von Gluten (auch Kleber, Klebereiweiß, Weizenkleber genannt) ist unerlässlich. Mir würde nie in den Sinn kommen z.B. Bier (z.B. Weizen- oder Weißbier) zu trinken, da dies unweigerlich zu einem Schub führen würde. Es gibt recht passable Biere ohne Weizen (z.B. Reisbier etc.) z.B. in den Bio-Läden. Oder auf Wein ausweichen.
Bei glutenfreier Ernährung werden die Schübe immer seltener - auch die Zeitabstände immer größer (normalerweise). Der Knackpunkt, der mich persönlich beunruhigt hat, ist, die Möglichkeit von Dünndarmkrebs, speziell wenn die die Diagnose, nach langem Leidensweg, erst nach Jahren/Jahrzehnten gestellt wurde. Wie gesagt: möglich!
Die Ernährungsberaterin hat natürlich recht, dass Gluten fast überall drin ist. Aber sicherlich nicht weil dies so gesund ist, sondern weil durch die Beimischung bzw. das Vorhandensein z.B. "normales" Brot erst herstellbar wird und in vielen anderen Fällen, bei anderen Produkten, es die industrielle Herstellung in der "Fabrik" enorm erleichtert oder gar erst ermöglicht (z.B. Rieselfähigkeit bei Gewürzen etc.). Wichtig ist hier die Herausstellung, dass durch meiden von Gluten evtl. eine einseitige Ernährung geführt wird (mit Mangelerscheinungen). Aber dies ist ausgleichbar und jedenfalls lange nicht so kritisch wie die Probleme die entstehen können, wenn der Dünndarm die Nährstoffe überhaupt nicht mehr aufnehmen kann.
Ebenso eine geruhsame Weihnachtszeit und ein noch gesünderes nächstes Jahr!
auch_duhring