Liebe Mitstreiter,
ich wende mich an Euch, da ich grad nicht mehr weiß wie ich mich verhalten kann.
Zum Problem:
Mit meiner Partnerin habe ich ein vierjährige Tochter, sie aus erster Ehe einen 11 und einen 17 jährigen Sohn. Wir wohnen nicht zusammen und meine Partnerin geht in Teilzeit arbeiten. Während Ihrer Arbeitszeiten, ca 3 x die Woche, hole ich unsere Tochter aus dem Kiga, sowie den mittleren aus der Schule ab, koche bei Ihr zu Hause Essen und bin dort bis zu Ihrer Rückkehr anwesend (Natürlich kümmere ich mich um die bei den kleinere Kids auch in punkto Freizeitgestaltung). Dies geht seit gut 4 Jahren so. Mit dem großen Sohn bin ich wirklich nie gut klargekommen. Dank einer verwöhnten Erziehung als Erstgeborener (mein Eindruck) kann er machen was er will. Trotz verschiedener Gespräche in der Vergangenheit, kommt von seiner Seite keinerlei Unterstützung im Haushalt. Das sieht z. B. so aus, dass wenn ich mit den Kleinen gegen 12.30 dort aufschlage, und er mal wieder nicht zu Schule gegangen ist, sein Abwasch aus dem Zimmer, Essensutensilien auf dem Küchentisch etc. von ihm rumliegt. Er hält esweder für nötig mich irgendwie im Haushalt zu unterstützen, geschweige denn das er aus seinem Zimmer kommt, wenn wir die Wohnung betreten. Mittlerweile ist seine Freundin seit gut 5 Monaten auch täglich direkt nach der Schule präsent, da ihr Elternhaus wohl nicht so rosig ist. Der Tagesablauf der beiden besteht darin, Fernsehen zu schauen oder im WWW zu surfen. Für mich wirkt es eher wie ein Rentnerehepaar...
Trotz diverser Gespräche, hat sich im Grunde nichts verändert, er sitzt in seinem Zimmer und vegetiert vor sich hin. Durch einen unterdurchschnittlichen Hauptschulabschluß, hat er "nur" die Chance bekommen sich per Schule zum Pflegeassistenten ausbilden zu lassen. Hier wurde bereits nach 2 Monaten diese Schule in Frage gestellt, die Zensuren sind unterirdisch, sodass wohl zum Schuljahrende auch das Ende der Massnahme bedeuten kann. Auch hier habe ich in der Vergangenheit versucht ihn zu motivieren, nach Einsicht, trotzdem immer erfolglos.
Des weiteren, wenn ich kritik geübt hatte, bekam ich dann zumeist Streß mit meiner Partnerin, da dort durch ihn diese Kritiken noch aufgebauscht wurden.
Seit gut 5 Monaten habe ich mich dann da rausgenommen, d.h. ich habe ihn nicht mehr kritisiert, mich im stillen über die Mißstände aufgeregt und es als gegeben hingenommen, da ich aus "Außenstehender" nichts unternehmen konnte, und Streß mit der Partnerin vermeiden wollte.
Allerdings ist mir gestern dann der Kragen geplatzt. Nach Ankunft und Essen machen, bin ich mit Tochter aus dem Haus und zu mir gefahren. Am Abend bemerkte meine Partnerin, dass ich nicht wirklich gut drauf war. In Rage habe ich dann meinen Unmut über ihren Sohn geäußert und um ein Gespräch am "runden Tisch" mit allen Beteiligten gebeten. Nach Abfrage durch meine Partnerein möchte er kein Gespräch....und sie müsse nun erst mal nachdenken, was ich denn da alles von mir gegeben habe.....
Habs grad mit sehr viel Emotionen geschrieben, hoffe es ist nachvollziehbar was ich da aufgeschrieben habe!
Ich bin ein wenig ratlos - im Grunde bin ich ein Aussenstehender, würde dem "Großen" gern einmal erzählen was ich von ihm halte, weiß aber das ich im Grunde keine Chance habe, da ich da seitens meiner Parnterin wohl keine Rückendeckung bekomme - beziehungsweise, das sie einsieht, dass da Fehler in der Erziehung geschehen sind -Vater war halt nie anwesend - . War jedenfalls in der Vergangenheit immer so - Ihr Spruch - Blut ist dicker als Wasser, zwigt mir jedenfalls meinen Stellenwert auf....
Kein Plan wie ich da nun mit umgehe......
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