Hallo liebe LeidensgenossInnen,
bin neu hier, weil sich das Problem Rheuma erst jetzt bei mir stellt. Ich versuche mal, meine lange Krankengeschichte kurz zu fassen.
1993 wurde bei mir eine chronische Regenbogenhautentzündung diagnostiziert, die seit 1994 dauernd mit Cortision behandelt wird, und zwar systemisch, also in Tablettenform (lokal hat nie funktioniert). Parallel traten immer mal wieder, aber nur sehr sporadisch, verschiedenste Probleme auf (Schmerzen im Becken, Kniegelenken, Ellenbogen etc.), worauf schon 1996 eine chronische Polyarthritis diagnostiziert wurde. Wie gesagt, wurde aber nie zum Problem unter der dauernden Cortison-Behandlung (Metylprednisolon, im Schnitt über all die Jahre hinweg 11-12 mg täglich, inzwischen, seit 3 Jahren, liege ich bei rund 10,5 mg täglich). Ich hatte also schon "Schübe", aber die Grunderkrankung verschwand nie, weswegen ich auch ständig Cortison nehmen musste.
Im ersten Halbjahr 2010 war es besonders schlimm, da musste ich im Schnitt 12.5 mg täglich nehmen, damit die Entzündung am Auge einigermaßen erträglich blieb. Dann beruhigte sich das Auge unverhältnismäßig stark, so dass ich im abgelaufenen Halbjahr auf 8-9 mg täglich gehen konnte.
So weit, so gut. Aber gleichzeitig traten folgende Probleme auf:
1. Ziehen in den Kniegelenken (Juli/August), verbunden mit leichten Schmerzen beim Sitzen
2. "Knirschen" der Kniegelenke, erst nur beim Treppensteigen, dann beim Hinknien ohne Belastung usw.
3. "Knacken" der Gelenke und das Gefühl, als müssten sie immer mal wieder "einrasten", ohne dass man das richtig "hören" kann.
4. Zunehmende Schmerzen in den Gelenken, auch Ellenbogen und Hand jetzt betroffen.
Klingt für mich jedenfalls alles nach Ausbruch der rheumatischen Schmerzen.
Jetzt wurde bei mir schon früher - als es eigentlich nur um die Augengeschichte ging - alles mögliche ausprobiert, natürlich auch Voltaren, und so. Half aber alles nie etwas, auch jetzt nicht. Habe jetzt noch zwei andere Mittel probiert, Arcoxia und noch mal gegen die Schmerzen Metamizol. Null Effekt. Okay, die Schmerzen sind insgesamt noch gerade so tolerabel, aber ich frage mich, was ich machen soll, wenn die Schmerzen schlimmer werden? Die hören ja auch nie auf, von "Schüben" kann ich leider nicht sprechen - das fing im Sommer an und ging, schön langsam, immer schlimmer weiter. Bin total verzweifelt. Ein Arzt an der Uniklinik in Jena meinte nur so trocken "Soll ich Ihnen gleich Morphium geben?" Ein Musterbeispiel an Sensibilität der Mann, sage ich euch... Davor habe ich natürlich sehr Angst, a) wegen der Abhängigkeit und b) der Einschränkungen bei der Arbeit. Hat jemand noch andere Ideen wg. der Schmerzen?
Liebe Grüße
Sven

