Hallo,
vor 23 Jahren habe ich (damals 17) mein Kind, gleich nach der Geburt zur Adoption frei gegeben. Ein sehr engagierter und freundlicher Mitarbeiter des Jugendamtes, begleitete das Kind,ich wußte es in wohlwollenden und mit Sicherheit besseren Händen - als ich damals fähig gewesen wäre.
Nun ist das Kind eine erwachsenen junge Frau -die sich laut Jugnedamt "super entwickelt" hat und inzwischen an der gleichen Universität studiert wie ich meiner Zeit.
Die junge Frau möchte mich nun kennenlernen - worüber ich mich einerseits sehr freue - andereseits natürlich Angst in dieser Situation zu versagen.
Inzwischen habe ich dem Jugendamt mitgeteilt,daß ich mich über ein Kennenlernen / Vorstellen freuen würde und habe meine Adresse und Telefonnummer frei gegeben.
Meist finden, sagt (immer noch der gleiche freundliche Mitarbeiter) zunächst in einem Raum im Amt statt -danach sieht man dann weiter.
Natürlich erhebe ich keinerlei Ansprüche oder Erwartungen an die junge frau - was aber erwatet sie?
Vielleicht gibt es einige junge Erwachsenen hier - die mir aus der Sicht des Adoptivkindes oder anderen die da Erfahrunge haben einwenig Einblick in die Gefühlswelt der jungen Frau geben können.
Wie soll ich mich verhalten - um nicht gleich beim ersten Treffen Wunden zu verursachen? Oder ist das Mädchen gar nicht verletzt und sucht nur nach Antworten ? Aber auf welche Fragen?
Was stellt sie sich vor, wie soll ich ihr begegnen. Das Leben ist keine RTL Show...mit Sicherheit fallen wir uns nicht tränenüberströmt in die Arme ... ?!
Ich weiß einfach keinen Rat.
Familiär gibt es keine Probleme,da ich weder verheiratet bin-noch weitere Kinder habe. Meiner alten Mutter und meinen Geschwistern wird ein neues Famileienmitglied - so die junge Frau das möchte - mit Sicherheit willkommen sein.
ich danke für ernst gemeinte Antworten.
Suno

