hallöchen,
ich habe ein großes Problem. Nach meinem Rehaaufenthalt wegen einer chronischen Schmerzerkrankung bin ich sehr ins Grübeln gekommen. Ich habe vor 2 1/2 eine Ausbildung zur Krankenschwester begonnen, die ich aber nach einem halben Jahr beenden musste. Da gleich in meinem ersten stätionären Ausbildungsteil ein sehr entsetzlicher Vorfall stattfand.
Morgens um 6 wurde ich von einerm Patienten mit Atemnot gerufen. Ich habe alle mir zur Verfügung stehenden Maßnahmen eingeleitet, aber nach wenigen Minuten ist wir klar geworden, dass das mehr als etwas hyperventilieren sein musste. Ich rannte sofort zu meinen Kolleginnen und bat um Hilfe. Diese wurde mir verwehrt, da sie lieber ihren Kaffee weitertrinken wollten und meinten ich würde das schon schaffen. Ich hatte bis dahin geradeeinmal 10 Wochen Theorieunterricht gehabt, konnte in der Praxis jedoch schon sehr viel mithelfen. Mir wurde immer erklärt, dass wenn ich Hilfe brauche, ich nur fragen müsste. Stattdessen sollte ich den Patienten beruhigen und dann sofort mit der täglichen Arbeit beginnen. In meiner Verzweiflung suchte ich alle Arztzimmer nahc Hilfe ab, aber um diese Zeit war kein Arzt auf der Station. Letztendlich starb der Patient an einer Lungenembolie. Der ganze Vorfall wurde vertuscht und mir unmissverständlich klargemacht zu schweigen. Es gab außer den Krankenschwestern auch keine Zeugen, da sie erst bei der späteren Pflegerunde sahen, dass ein Notfall vorlag.
6 Wochen nach dem Vorfall entwickelte meine rechte Hand eine chronische Schmerzerkrankung und ich erlebte schlimme Albträume. Immer wenn ich dies jemanden erzählen muss, ist es wie ein Film der jedesmal aufs neue um 6 Uhr morgend beginnt. Meine Mutter meinete zu mir ich hätte am Anfang erst Stück für Stück erzählt, obwohl ich immer dachte ich würde alles erzählen. Ich kann seit diesem Tage das Krankenhaus unter großem Wiederwillen betreten. Aber das Schlimmste ist, dass ich die Familie belügen müsste und es ist mir ganz klar, dass ich die Leute anzeigen muss, aber ich fühle mich auch so mieß. Ich bin seit über 2 Jahren völlig zerissen und bekam Depression, die mich nicht völlig lähmen, aber zu extremen Einschlafsstörungen führen. Und als mein Cousin bei einem starken Schnupfen fast keine Luft bekam, sah ich das Gesicht des Toten. Das ist doch alle snihct mehr normal. Warum musste mir das ausgerechnet passieren. Ich habe mich immer 100 %ig nach Lehrbuch und Ausbilderanweisung gehalten.
Ich bin mittlerweile völlig fertig, nicht nur durch die starken Schmerzmittel. Seit 2 1/2 bin ich arbeitsunfähig und es ist von seiten meiner Handerkrankung auch keine Besserung in sicht. Mein behandelnder Arzt meinte es könne nur noch dem Trauma liegen. Aber welchen sich nehemn?
Schmerz-, Verhaltens- ,Traumatherapie oder etwas ganz anderes? Ich möchte unbedingt meine Ausbildung oder ein Medizinstudium aufnehmen, aber daür sind die Voraussetzungen zu schlecht.
Lg casi

