Thema: Depressionen

Thema: Hallo erstmal :-)

  • Hallo erstmal :-)

    Ich bin Krankenschwester in EU-Rente,Mitte 40,lebe allein mit Katerchen sehr gut und schlag mich "nebenbei" mit ner ererbten Hormonstörung rum.

    Außerdem hab ich in Kindheit und Jugend einige Traumatisierungen erlebt,die dazu geführt haben,daß ich multipel wurde.Inzwischen hab ich diese Traumata aber nicht nur bearbeitet,sondern integrieren können und bin nun "Eine".Das Bearbeiten kostete mich einige Jahre intensivster und anstrengendster Arbeit und ich denke mal,das könnte auch ein Grund mit sein für die Depris...(Erschöpfungsdepression oder so)

    Ich hab schon immer bei all meinen Diagnosen (DIS,PTBS,Angst-Panikstörung,Eßstörung) von Anfang an auch immer "Depression" stehen gehabt - konnte damit aber nie was anfangen.

    Ich kenne auch nach wie vor nicht sowas wie "innere Leere" oder dieses ganz tiefe Loch,aus dem man Jahre nicht mehr rauskommt.Ich kenne Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung und diese ganz ganz tiefe Traurigkeit - aber das war immer nur phasenweise und daneben - "gleichzeitig" - war immer auch das Wissen drum,daß es weitergeht.Und ich blieb immer aktiv,hing nur mal Tage bis wenige Wochen durch.

    Inzwischen hab ich manchmal Zeiten,da bin ich ohne ersichtlichen Grund am Weinen.Da ist mir alles zuviel - obwohl es mir auch objektiv besehen gut geht und mich innerlich nix umtreibt.Und manchmal denke ich,das kommt wohl doch alles von den Auswirkungen der Hormonstörung,wegen der ich ja nun auch schon seit über 10 Jahren in den Wechseljahren bin...

    Jedenfalls beeinträchtigt es mich - und ich bin auf der Suche nach nem "ordentlichen" Umgang damit und ob ich nicht was tun könnte,um diese komischen "unbegründeten" Stimmungen wieder loszuwerden...

  • Antwort: Hallo erstmal :-)

    Hallo Freestyle,

    ich finde es klasse, dass du es geschafft hast die Traumata aus Kindheit und Jugend zu bearbeiten. Das glaube ich dir gerne, dass das keine leichte Aufgabe war. Aber im Gegensatz zu vielen anderen hast du es geschafft und darauf kannst du stolz sein.

    Du kannst froh sein, dass du so etwas wie innere Leere oder tiefe Löcher nicht kennst. Aber du hast ja leider auch Phasen, wo es dir nicht so gut geht. Selbst wenn auf den ersten Blick nichts Negatives passiert ist und einen nichts umtreibt, glaube ich doch dass sich da sehr viel unterbewusst abspielt. Und dir ist in dem Moment wahrscheinlich gar nicht klar, was eigentlich los ist. Wie lange dauern diese Phasen an? Kommst du da schnell wieder raus? Ich nehme mal an, dass du in therapeutischer Behandlung bist? Bekommst du Antidepressiva?

    Bei mir ist es jedenfalls auch so, dass ich oft gar nicht fest machen kann, warum ich mich eigentlich schlecht fühle. Das Gefühl ist einfach da. Alles wird einem zu viel. Man ist nur am Weinen und eine tiefe Traurigkeit befällt einen. Aber solche Stimmungsschwankungen gehören eben auch zu Depressionen. Insofern denke ich schon, dass die Diagnose Depressionen bei dir sicher richtig sein wird. Vor allem ist das ja anscheinend schon öfters diagnostiziert worden. Mir hilft in solchen Momenten der Austausch mit anderen Betroffenen. Und die Hoffnung, dass es (vielleicht schon am nächsten Tag) wieder anders aussehen wird. Aber du hast schon recht, dass einen solche Dinge beeinträchtigen. Vor allem wenn das aus "heiterem Himmel" passiert.

    Liebe Grüsse,

    unicorn

  • Antwort: Hallo erstmal :-)

    Ich machte beste Erfahrungen mit Heilhypnose

  • Antwort: Hallo erstmal :-)

    @Unicorn,

    nein,ich nehme keine Psychopharmaka,auch nicht Antidepressiva.Hab das in meinen "schlimmen" Zeiten öfter mal ausprobiert,aber ich stürze auf sowas dann erst recht richtig ab.

    In Therapie bin ich seit gut 4 Jahren nicht mehr,bin aber grade auf der Suche,eben wegen der Depris...Auch,um abzuklären,sind das jetzt welche oder muß ich doch woanders ansetzen?Und um rauszufinden,ob sich da wirklich unbewußt was abspielt - und wenn ja,was - oder eben nicht...Ich bin ja durchs Traumabearbeiten inzwischen recht gut geworden darin,mich selbst zu reflektieren.Hab auch keine Ängste mehr vor dem,was ich da vielleicht in mir finden könnte.Bin also mit mir selbst recht gut in Kontakt - deshalb irritieren mich diese "grundlosen" Gefühle ja so...

    "Stimmungsschwankungen" in dem Sinn sind es eigentlich nicht...Ich bin nicht im einen Moment "himmelhochjauchzend" und im anderen "zu Tode betrübt".Das hat schon ein relativ "normales" Maß.Immer glücklich und zufrieden ist ja auch alles andere als normal.sehr gut Nur kommen diese Gefühle halt so "nicht nachvollziehbar" für mich,sozusagen "ohne meine Beteiligung" - und das macht mich kirre...

    @norden

    Hypnose ist so rein gar nix für mich!Erstens bin ich ein "aktiv an mir Arbeitender",will also schon solche "Wege zu mir selbst" auch wirklich gehen und nicht "mich hinbringen" lassen - ich finde sowas wichtig fürs eigene Lernen mit sich selbst - und andererseits bin ich nunmal "traumaerfahren",d.h. "ohne Kontrolle" kenn ich mehr als genug - und mag ich nicht!

    Es würde mich jetzt nicht mehr triggern oder mich ins Wiedererleben katapultieren,aber "mögen" tu ichs nach wie vor nicht!

    Ich weiß,man kriegt alles mit etc.Aber von "Suggestion" hab ich ein bissl zuviel mitgekriegt...

    Weißt du,was "Programmierungen" bei rit. Mißbrauch sind?Läuft ähnlich wie Hypnose....

  • Antwort: Hallo erstmal :-)

    Es ist doch " leichter" mit einem Stimmungstief zurecht zu kommen, wenn man die Ursache/den Grund kennt. In vielen Fällen ist er aber eben NICHT zu eroieren und gerade DAS der Knackpunkt ?!

    So, wie ich die Beiträge über Deine Situation verfolgen konnte, hast Du viele Jahre gekämpft, um aktiv etwas gegen das PTBS zu tun und das kostet doch enorme Kraft! ? Beim Burnout ist zumindest u.a. das grundlose Stimmungstief ein Symptom. Andere, die ein Burnout-Syndrom entwickeln, arbeiten "bis zum Umfallen" in ihrem Job und DU hast "bis zum Umfallen" an Dir selbst gearbeitet ? (meine Interpretation) Kann das nicht ein vergleichbarer Grund sein ? Dazu kommen die Hormonstörungen.

    Ich habe mir zwar, seit Du den Beitrag geschrieben hast, Gedanken darüber gemacht aber ein "ordentlicher Umgang", wie Du selbst damit fertig werden kannst, ohne fremde, kompetente Hilfe, ist mir nicht eingefallen :-/ Antidepressiva wären in diesem Fall tatsächlich keine Option.

    ich wünsch Dir, dass Du auch DAS schaffst Gut

    lG

  • Antwort: Hallo erstmal :-)

    Danke,liebe ARWENsehr gut

    Ja,in die Richtung "Erschöpfungsdepression" denk ich ja neben den Hormönchen auch...

    Und nen Thera bin ich ja grad am suchen.Ist bloß nicht so einfach,sind ja grad generell sehr überlaufen,die Guten.Und dann kommt dazu,daß die meisten einfach überfordert sind mit mir...Ich war letzten Montag bei einem,der ist auch Arzt.Und selbst der tat sich schwer,das alles unter einen Hut zu bekommen: ehemals PTBS/DIS - schon DAS glaubt einem kaum einer,daß sowas auch mal "vorbei" sein kannsehr gut - und die ganzen,daraus resultierenden Veränderungen im Erleben und was die "Grundlagen" angeht.Dann die Hormonstörung,die auch nicht "nur" die Wechseljahre sind.Und dann versuchen die,einen verzweifelt in ne Schublade reinzubekommen...sehr gut Meist mit der Aufschrift "Borderline" drauf,weil ich irgendwann früher mal SVV gemacht hab und ne Eßstörung hatte und weil DIS heute halt oft generell als "dramatisierte" Borderlinestörung "wegsortiert" wird...

    Nu paß ich da aber gar nicht rein in all diese "Schubladen",ich bin eben in viel zu vielen Dingen "anders anders".sehr gut Und dann kommt schon mal ein "Was wollen Sie denn?War doch alles schon mal viiiiiiel schlimmer und Sie sind auch damit zurechtgekommen"

    Ja,bin ich.War ständiges Über-Leben und oft genug "Hölle" in mir...Jetzt kann ich mir halt den "Luxus" leisten,"nur" ne Depri zu haben...sehr gut Bin ich deshalb weniger "würdig",Hilfe zu bekommen?Alleine versuch ichs jetzt ja schon ne Weile,da mal nen roten Faden drin zu finden - aber da sind wohl ganz einfach meine inneren Strukturen zu "eingefahren" und ich hab da zu viele "blinde Flecke"...

    Mir fehlt da halt einfach noch jegliches Maß dazu...Im Vergleich zu früher ist das jetzt schon alles "easy" - aber früher,das war alles andere als "normal"!

    Naja,nächsten Donnerstag hab ich das zweite Gespräch mit dem Doc - mal sehen,vielleicht klappt das ja trotzdem mit uns beiden...sehr gut

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