Betroffene, haben irgendwann die Diagnose "soziale Angst" erhalten. Man stellt sich dann viele Fragen, z. B.: Was kann ich dagegen tun/ Was kann ich für mich tun?
Kommentare dazu erwünscht.
Nachfolgend werden diese Fragen beantwortet:
Soziale Ängste lassen sich relativ gut bewältigen:
-
Bei spezifischen sozialen Ängsten, wo die Gehemmtheit eine große Rolle spielt, ist eine Konfrontation mit den gefürchteten sozialen Situationen sehr wirksam, um jedes Vermeidungsverhalten zu beseitigen. Erwartungsängste werden dadurch als unzutreffend erkannt. Stelle Dich jeder gefürchteten sozialen Situation nach den Prinzipien der Angstbewältigung.
-
Ein Selbstsicherheitstraining dient dem Aufbau sozialer Fertigkeiten und der Entwicklung von mehr Selbstsicherheit bei eher generalisieren sozialen Ängsten. Schau Dich um, wer Dir als Vorbild dienen könnte und lerne aus der Beobachtung anderer, selbstsicherer zu werden.
-
Sehr wichtig ist es auch, die negativen, angsterzeugenden und angstverstärkenden Denkmuster zu analysieren und zu verändern.
Einige Vorschläge für kleine Mutproben können dir helfen, wenn dein Problem eher in einer sozialen Gehemmtheit besteht:
-
Gehe in einem Lokal bis zum Ende und tue so, als ob du einen Bekannten suchen würdest und frage den Kellner, ob er einen blonden jungen Mann mit einem blauen Sakko gesehen habe.
-
Versuche in einem Supermarkt bei einer Menschenschlange zur Kasse vorgelassen zu werden mit der Begründung, du hättest nur einen Artikel.
-
Trage einmal eine Kleidung, mit der du sicher Aufsehen erregst.
- Stell dich im Kaufhaus eine Viertelstunde vor einer Rolltreppe
-
Frage vor einer Telefonzelle Personen, die du sonst niemals anreden würdest, ob sie dir einen 5-Euro Schein wechseln können.
-
Ersuche vor einer Telefonzelle Passanten, dir einen Euro zu schenken.
-
Rede eine Person des anderen Geschlechts an, von der du glaubst, dass sie nicht mit dir sprechen wird, um das Gefühl der Ablehnung besser aushalten zu lernen (sollte diese Person doch mit dir reden, lass die Gelegenheit nicht vorübergehen).
-
Frage Passanten auf der Straße nach einem bestimmten Haus oder Weg.
-
Versuche in einem Geschäft bei einem Verkäufer mit irgendeiner Begründung einen Preisnachlass von 3% zu erreichen.
-
Übe das Aushalten eines peinlichen Verhaltens, indem du z.B. in einem Café den Teelöffel zu Boden fallen lässt und um einen neuen ersuchst.
-
Sage in einer für dich typischen Angstsituation: „Jetzt wird mir ganz heiß, jetzt schwitze ich aber ordentlich, mir wird jetzt ganz schwindlig, gleich werde ich rot“, um auf diese Weise deine Angst vor dem Sichtbarwerden von Symptomen zu bewältigen.
-
Äußere bestimmte Wünsche direkt und ohne Entschuldigung, auch wenn du glaubst, dass sie von den Betroffenen nicht erfüllt werden.
-
Halte Blickkontakt mit anderen, bis diese wegschauen, bzw. lächle sie an.

