Hallo alle zusammen,
ich weibl. 53 Jahre aus Hamburg möchte mich heute eurer Gruppe anschliessen, denn heute ist wieder so ein schrecklicher Tag.Aufwachen und sofort am grübeln und weinen. das graue Wetter tut sein übriges. Ich schaffe es einfach nicht aus diesen Kreislauf zu kommen. Mein neues Medikament ,, Amineurin 25,, ( Anti Depressiva , Einnahme seit einer Woche) macht die Sache noch nicht besser. Ich überlege ob ich zu einem Psychater oder Therapeuten gehen sollte. Es ist nun 6 Wochen her das meine Tochter (14) zu ihren Vater gezogen ist. Es gab keine Absprache zwischen dem Vater und mir. Einfach vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Beim Jugendamt das Gespräch mit dem Vater u. Fürsorgerin, wurde mir als Grund gesagt, das Vater u. Tochter das gemeinsame Leben ausprobieren möchten. Vielleicht weil es keinen richtigen Grund gibt, bin ich völlig aus der Bahn geworfen worden. Ich lebe seither alleine u. sehe zur Zeit nicht viel Sinn in meinem Leben. Meine kleine vermeidet es mit mir in Kontakt zu treten, ich verzweifle ! Muss heute aus dem Haus, muss einkaufen und das fällt mir zur Zeit besonders schwer. Ich habe meine Gedanken nicht mehr unter Kontrolle und unkontrolliert kullern dann die Tränen. Versuche ich meine Grübeleien und Gedanken zu unterdrücken, habe ich das Gefühl zu ersticken, als wenn sich eine Betonplatte auf meine Brust legt. Meistens muss ich dann zum Asthmaspray greifen, denn anders ist es nicht möglich Luft zu bekommen. Ich habe eine angeborene Bronchities und habe deshalb das Spray für Notfälle. Ich war einmal in meinem Leben beim Psychater und hatte schlechte Erfahrung dort gemacht. Ich bekam bei 2 Besuchen, jedes mal verschiedene Medikamente die ich aber nicht vertragen konnte. Nehme seit 6 Jahren 3 x tgl. 20 mg Morphium und starke Antidepresiva dann dazu, haben mich echt aus den Socken gehauen. Gespräche sollten erst erfolgen, wenn ich auf ein Medikament eingestellt bin. Nur zu der Zeit lebte meine Tochter noch bei mir und es war nicht möglich mit gefühlten 4 Promille den Alltag zu meistern. Ich hatte aber noch Aufgaben und Verantwortung und habe mich da selbst wieder herausgebuddelt bekommen. Nur jetzt, fehlt mir eben halt alles. Ich stehe hier alleine und weiß nicht in welche Richtung ich gehen muss, damit ich aus diesem Sog der mich stetig nach unten zieht, heraus komme. Zu meiner besten Freundin kann ich seither auch nicht gehen, da ihre beiden Kinder natürlich dort präsent sind und ich es überhaupt nicht aushalten kann. Arbeite 2x die Woche auf dem Wochenmarkt und das versuche ich krampfhaft zu schaffen, denn sonst hätte ich überhaupt kein Draht mehr zur Aussenwelt. Vielleicht kennt ja jemand in Hamburg einen guten Therapeuten, Psychologen oder Psychater oder wo auch immer ich Hilfe bekommen kann mit keiner langen Wartezeit für einen Termin. Die Zeit heilt Wunden, scheint wohl nicht immer zutreffend zu sein, denn ich verliere mich immer mehr. Das hier ist jetzt auch schon mein 3. Anlauf , denn nach ein/zwei Sätzen bin ich in Weinkrämpfen ausgebrochen und habe die Seite wieder geschlossen.
Vielleicht finde ich hier einen Anfang um wieder ins Leben zurück zu finden
und verbleibe mit lieben Grüßen an alle
Tina
Viele testen aus wie weit sie "ihre" Grenzen überschreiten können und sind sich der wirklichen Folgen nicht im Klaren.
