Hallo zusammen
Ich bin 42 Jahre alt und leide seit 26 Jahren an massiver Tagesschläfrigkeit mit Einschlafattacken in monotonen Situationen. Für mich grenzt es beinahe schon an ein Wunder, dass man mir nun nach fast 3 Jahrzenten endlich doch noch eine Diagnose stellen konnte und vorallem endlich ein Medikament verschrieben hat, (Ritalin) mit dem es mir nun massiv besser geht. Ich wurde ja nie von jemandem ernst genommen, weder von Aerzten noch sonst jemandem. Muss wohl hier nicht erwähnen wie die Aussenwelt reagiert hat. Von Kündigung über blöde Sprüche wie, musst halt mehr schlafen bis hin zur Unterstellung von einem unsteten/ungesunden Lebenswandel, Faulheit usw. Betroffene werden mich verstehen oder/und schon ähnliches erlebt haben, denke ich.
Nachdem ich im Schlaflabor und beim Neurologen war, habe ich jetzt eben die Diagnose IH erhalten und möchte mich gerne mit gleichgesinnten austauschen. Für mich ist diese Aussage mit den Depressionen, die ja bekanntlich solche Leute auch vorwiegend haben, eine billige Ausrede von Aerzten die nicht weiter wissen. Abgesehen davon bekommt man ja alleine von dieser Krankheit schon Depressionen, wenn man weder ernst genommen wird, geschweige den einem Verständnis entgegengebracht wird. (Ja klar, ich habe seit 26 Jahren schon Depris, nur komisch, dass es mir mit Antidepressiva nicht besser ging). Habe ja auch auf vieles verzichtet, sprich abends Veranstaltungen zu besuchen ect. weil ich immer um genügend Schlaf besorgt war umd nicht schon wieder einzuschlafen auf Arbeit oder mir blöde Sprüche anhören zu müssen.
Folgende Symptome belasten mich: egal wieviel ich schlafe, morgens bin ich nie fit, sowie antriebslos, unmotiviert, ect. abends kann ich dann nicht einschlafen ohne Schlaftablette, weil ich nicht abschalten kann, nachts habe ich dann oft sehr reale Alpträume. Könnte wohl allerdings wahrscheinlich durchschlafen, wenn ich nicht immer ein-oder mehrmals auf Toilette müsste. Tagsüber fallen mir dann wie gesagt die Augen zu, das heisst, erst merke ich wie ich sehr müde werde und mich nicht dagegen wehren kann, dann führe ich noch einen Teil der Arbeit mit offenen Augen weiter, wobei ich schon nicht mehr weiss was ich wirklich mache, dann habe ich Visionen und Halluzinationen, anschliessend fallen mir die Augen zu und ich möchte nur noch schlafen, egal ob unter dem Bürotisch oder sonstwo, klingt vielleicht komisch, aber anders kann ich es nicht erklären.
Ich suche Kontakte zu Leuten die mich verstehen und ähnliche Probleme haben, mich würde interessieren wie ihr damit klar kommt, was ihr dagegen macht, welche Medis ihr nehmt.... Wie ihr den Alltag bewältigt,einfach alles rund um diese Krankheit.
Liebe Grüsse Schneeloewin

