Thema: pro ana Foren

  • Antwort: pro ana Foren

    Hallo zusammen

    Ich finde eure Meinung zu Pro Ana echt gut.. muss ich schon sagen. War vor einiger Zeit auch mal dabei. Es war die hölle sag ich euch. Ständig haben sie einem gefragt wieviel man wiege und was dein Ziel sein wird. Wieviel du noch abnehmen willst. Selbst als eine in unserem Forum an dem Hungersleid gestorben ist, ermutigten sie uns weiter zu machen. Krank. Ich kam nur mit müh und not raus aus dem Forum.

    Zu meinem heutigen Standpunkt, ich bin leider immer noch Magersüchtig. Hab wieder einen extremen schub hinter mir, doch ich kämpf mit allen Mitteln, dass es nicht noch schlimmer wird. Manchmal da möchte ich wieder ins Ana gehen *traurigguck* aber ich weiss innerlich genau, dass wenn ich nochmals hingehe, ich niemehr rauskomme.

    Lg Jasmin

  • Antwort: pro ana Foren

    @jasmin: aber wenigstens weißt du, wohin du nicht hingehörst.

    bist du eigentlich in behandlung? ich meine, entweder kliniktechnisch oder ambulant? warum ist es eigentlich so schwer, seine magersucht zu bekämpfen, wenn man doch - wie jasmin - weiß, dass es schlecht für einen ist. oder hat man da ab und zu mal nicht so helle momente, wo wieder alles durchbricht?

  • Antwort: pro ana Foren

    Das ist ja Teil des Problems. Allein die Erkenntnis, dass etwas schädlich ist, reicht oft nicht, dies zu unterlassen.

    Viele Raucher mit einem Lungentumor rauchen weiter, viele Alkoholiker mit fortgeschrittenen Leberschäden trinken weiter. Nun gut, das hat in diesen Fällen mit einer Suchtproblemeatik zu tun. Aber auch bei der Magersucht herrscht ein starker innerer Druck vor. Die extreme Angst vor dem Dickwerden überwiegt häufigt (v.a. auch anfallsweise) das Wissen wie wichtig einen regelmäßige, ausgewogenen Nahrungsaufnahme ist.

    Außerdem ist bei der Magersucht die Selbstwahrnehmung verändert, so dass meist gar kein Hunger vorliegt. Das muss mithilfe von erfahrenen Personen erst wieder trainiert werden. Daher ist das eine Erkrankung, für die Betroffenen Unterstützung von Fachpersonal brauchen.

  • Antwort: pro ana Foren

    @totti: so stelle ich mir eben das auch vor, dass da vielleicht das wissen schon da ist, was eigentlich gut für einen ist, dass aber das selbstbild doch zu verzerrt ist, um gleich von anfang an "klar" denken zu können. aber wie kommt man aus so einem teufelskreis raus?

  • Antwort: pro ana Foren

    @ anonym

    Nein ich hab meine Therapie wieder abgebrochen.. bin ein schlechtes Vorbild ich weiss, aber ich halte das nicht aus in der Therapie.. versuch es wieder auf eigenem Weg.

    Ich aus meiner Sicht kann nur sagen, wenn du einmal Magersüchtig warst, bist du es dein Lebenlang. Seh es leider an mir.. ich hab nun zwei Kilos zugenommen, und schon seh ich mich doppel so fett wie vorher.. ich will dringend wieder abnehmen.. dreh fast durch wenn ich daran denke dass ich nun wieder irgendwo Fettpolster habe. Das schlimme daran ist dass ich mich nicht mal mehr getraue vor meinem Partner mich auszuziehen. Er muss aus dem Zimmer oder ich muss raus..

    Auf deine Frage wie man rauskommt aus dem Teufelskreis.. leider nie! Erschreckende Nachricht ich weiss, doch leidet man unter MS dann kommt man nicht mehr raus..

  • Antwort: pro ana Foren

    gerade muss ich den vergleich zu einem alki machen. man muss sein leben lang trocken sein und ein, zwei tropfen können schon das verderben bedeuten. finde ich krass, wenn man sich überlegt, dass man physische dieser krankheit vielleicht schon überwunden hat, aber das psychische nie...

    aber du würdest schon in therapie gehen, wenn du zb lebensgefährlich bedroht bist, oder? ich meine, das ziel einer magersucht ist ja nicht der suizid durch hunger, oder?

  • Antwort: pro ana Foren

    Viele können dem Teufelskreis wenigstens so weit entrinnen, dass sie wieder "normal" essen können und nicht lebensbedrohlich abgemagert sind. Das geht schon. Allerdings denke ich auch, dass das ein lebenslanger Begleiter ist und dass es keine vollständige Heilung gibt.

    Warum hast Du denn die Therapie abgebrochen? Vielleicht findest Du ja einen anderen Therapeuten oder eine andere Klinik, die Methoden verwendet, die besser zu Dir passen. Es ist sicher sehr sehr schwer, dasss ohne professionelle Hilfe durchzuziehen.

  • Antwort: pro ana Foren

    @anonym

    Magersucht = Tod. Das ist nun mal so, und wenn man keine Kontrolle mehr darüber hat, dann kann ein Suizid die Todesfolge sein. Also nicht dass man sich selbst umbringt, aber irgendwann versagen die Organe und der Mensch hat keine Kraft mehr um weiter zu leben.

    Ich würde zurzeit nie mehr in eine Klinik gehen, die können einem gleich auch nicht helfen. Ausser mit Medis vollpumpen, und das ist auch nicht der Sinn von der Sache. Die hören einem gar nicht zu.. also so ist mir ergangen.

  • Antwort: pro ana Foren

    @ Brokenwing: Ich kann gut verstehen, weshalb Du vor einem erneuten Therapieversuch in einer Klinik absiehst. Sicherlich gibt es viele Stationen, die Dir nicht helfen können, weil keine Verständnis da ist und zu schnell (ausschließlich) zu Medikamenten gegriffen wird.

    Ich hatte allerdings vor einiger Zeit mit einigen PatientInnen in der Psychosomatischen Klinik in Lübeck (Universitätsklinikum SH) sprechen können, die mit unterschiedlichen Essstörungen therapiert wurde. Ich hatte den Eindruck, das sie sehr gut aufgehoben waren, sich wohl gefühlt haben (insofern das natürlich möglich ist) und ihnen auch geholfen wurde.

    Vielleicht bist Du ja bisher nur an die falschen Therapeuten geraten?!

  • Antwort: pro ana Foren

    @brokenwing: das man da irgendwann an organversagen stirbt, ist mir klar, wenn man es zu weit treibt. allerdings frage ich mich (was ich eher bezweifle), ob das ziel einer magersucht auch der gewollte tod (zb durch organversagen) sein kann...

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