Antwort zu Antwort: Warum denn OP?
Antwort: Warum denn OP?
Faul wäre, nichts zu tun und sich zu arrangieren, denn klar ist eine OP ist eine Krücke, aber laufen muß man selber! Aber was ist falsch daran sich Hilfe zu holen?
Sich Hilfe zu holen ist nie falsch, aber die Hilfe sollte sinnvoll sein. Du weißt, daß Diäten nicht funktionieren. Sie funktionieren nicht, weil Übergewicht die Folge einer Mangelernährung ist. Eine Mangel an biologischen Wirkstoffen führt zu Stoffwechselstörungen und dadurch kann der Organismus die Nahrung nicht richtig verarbeiten. Er muß sie einlagern und so entsteht Übergewicht. Die Kalorien wirken sich nur deshalb aus, weil die Stoffwechselstörung besteht, sie sind also nicht Ursache des Übergewichts. Bei einer Diät wird dieser Mangel noch weiter verstärkt und die Stoffwechselstörung noch schlimmer. Deshalb nimmt man nach der Diät auch rasant wieder zu und deshalb wird man durch Diäten langfristig immer dicker.
Die Operation - egal ob Mangenband, Teilresektion oder anderes - ist nun aber nichts anderes als eine erzwungene Diät. Mit anderen Worten: Auch wenn der Organismus dadurch auszehrt (das ist kein gesundes Abnehmen!), verschlimmert die OP die Stoffwechselstörung immer mehr. Da diese Störung sich im gesamten Organismus auswirkt, bezahlt man das sinkende Gewicht mit einem drastisch erhöhten Risiko für etliche ernährungsbedingte Krankheiten. Und sobald man aufgrund dieser Krankheiten die OP rückgängig macht, ist der Stoffwechsel praktisch kaum noch in der Lage mit der Nahrung richtig umzugehen und es entsteht eine extreme Adipositas.
Der Weg ist also in jedem Fall eine Sackgasse. Entweder man wird krank oder dick - oder beides. Es ist offensichtlich, daß die Lösung an anderer Stelle liegen muß, denn wenn die Ursache der Stoffwechselstörung ein Mangel an biologischen Wirkstoffen ist, dann muß man nur dafür sorgen, daß dieser Mangel verschwindet. Da der Mangel durch stark verarbeitete Nahrung verursacht wird, liegt die Lösung in einer möglichst gering verarbeiteten Nahrung. Wie konsequent man das umsetzen muß, ist unterschiedlich und richtet sich nach den Schäden, die man mit bisherigen Diäten bereits angerichtet hat. Die Ernährungsumstellung ist keine Diät, sondern eher das Gegenteil. Hunger hat man dabei nicht, denn man darf sich dreimal am Tag sattessen. Es gibt ein paar Punkte zu beachten, aber das würde hier zu weit führen.
Nicht vergessen werden darf dabei, daß Übergewicht zwar in der Regel seine Ursache in diesen Zusammenhängen hat, aber daß es auch andere Ursachen geben kann, nämlich Eßstörungen und Schadstoffe (Medikamente). In diesen Fällen reicht die Ernährungsumstellung alleine meist nicht aus.