Beinamputation

Thema: Beinamputation

  • Beinamputation

    Dieser Beitrag richtet sich an jene die Amputationen hinter sich haben oder welchen eine bevorsteht.

    Mir wurde vor 10 Jahren der rechte Unterschenkel amputiert. Ich bin die Phasen durchgegangen die wahrscheinlich jeder durchmacht. Depressionen, Trauer, psychische Schmerzen, ich fühlte mich nicht mehr attraktiv und dachte ich bin kein ganzer Mensch mehr.

    Ich ließ mich gehen und dachte ich werde nie wieder Spass am Leben haben. Ich mied Feiern und Geburtstage von Freunden und Familie, um die Gäste nicht mit meiner schlechten Laune anzustecken.

    Mein Leben mit meiner Behinderung hat sich grundlegend geändert als ich einen Menschen traf der mir sehr geholfen hat.

    Ich traf ihn im Krankenhaus, er hatte eine Oberschenkelamputation hinter sich und kam wie ich zur Nachuntersuchung des Oberschenkelstumpfs. Sein Bein wurde nach einem Unfall amptutiert. Er wurde von einem betrunkenen Autofahrer angefahrn und sein Bein war nicht mehr zu retten.

    Wie Ihnen bestimmt allen bekannt ist sind die Wartezeiten in Krankenhäusern endlos und die Atmosphäre im Warteraum gedrückt.

    Das alles änderte sich als dieser Mann den Raum betrat-er kam hinein und Grüßte freundlich alle wartenden. Ich bin kein Mensch der auf andere zugeht, nach meiner Operation noch weniger. Doch dieser Mann kam ohne Umschweife auf mich zu und sprach mich an, was mir passiert sei und wie ich damit klar komme? Ich erwiderte seine Offenheit, wobei ich mich über mich selbst wunderte!

    Ich erzählte ihm meine Geschichte wie es mir geht und was ich denke-es war schön mal mit jemandem darüber reden zu können und so sprudelte alles aus mir heraus.

    Er hörte nur zu und sagte nichts-bis ich fertig war. darauf erwiderte er : "ich verstehe ihren Zustand, ich kenne das."

    Er erzählte mir von sich und wie er mit der Situation zurechtkommt.

    Er sagte sein Leben habe sich nicht geändert-es geht weiter, nur unter anderen Bedingungen er mache weiterhin so gern Sport wie vor seinem Unfall-nur etwas anderst-er finde Frauen immernoch genauso schön wie zuvor.

    Ich habe mich sehr gerne mit ihm unterhalten und die Wartezeit verging wie im Flug. Wir sind mittlerweile sehr gute Freunde und ich bin ihm sehr dankbar dass er mir die Augen geöffnet hat. Wir treffen uns regelmäßig.

    Diese Chance möchte ich nun auch anderen geben-über Probleme zu sprechen und gemeinsam eine Lösung dafür zu finden!

    Dieses Forum scheint ein guter Ort dafür zu sein!Ich freue mich über Eure Geschichten.

  • Antwort: Beinamputation

    Hi LC,

    Ich finde das was du hier machst toll!Ich denke man kann auf diesen Weg vielen Menschen Mut machen!

    Ich habe eine Brustamputation hinter mir.Ich hatte einen Tumor in der Brust der durch eine Resektion amputiert werden sollte.Die Resektion ist fehlgeschlagen und die Brust musste entfernt werden. Ich habe lange mit mir selbst gekämpft und irgendwann in einer Selbsthilfegruppe neuen Mut bekommen.

    Es hilft einem ungemein wenn man weiss, es gibt auch andere Menschen denen es so geht! Man kann von ihnen lernen und fühlt sich nicht mehr so allein und benachteiligt.

    Ich wünsche Dir Viel Glück auf deinem weiteren Weg!

    Schöne Grüße Susy

  • Antwort: Beinamputation

    inwiefern ist sein oberschenkelamputiert worden? ist der gesamte Oberschenkelknochen entfernt worden?

  • Antwort: Beinamputation

    ist so eine amputation am bein eigentlich immer erfolgreich oder kann es da auch komplikationen geben?

    bleib das knie bei einer unterschenkelamputation erhalten?

    sind hier noch mehr leute mit beinamputationen ?

    musst du einen Amputationsstrumpf über deinen amputationsstumpf ziehen ?

    gibt es spezielle verbände, die Reha für amputationen anbieten?

    benutzt Du eine Beinprothese und wie kommst du damit klar?

    Ich finde es echt super dass hier auf imedo.de so ein erfahrungsaustausch möglich ist!

  • Antwort: Beinamputation

    Hallo,

    ich bin 28 Jahre alt und hatte letztes Jahr im Oktober einen schweren Unfall.

    Ich war mit dem Fahrrad auf dem Weg zu meinen Eltern, denn mein Vater wurde an dem Tag 60.

    Ich befand mich auf der Hälfte vom Radweg,als ich von einem LKW Fahrer übersehen und angefahren wurde. Es ging alles so furchtbar schnell und kurz nachdem ich vom Rad stürzte, merkte ich nur noch einen extremen Schmerz im linken Bein und das Geräusch was ich vernahm werde ich nie vergessen, ein 40 Tonner rollte mit der Hinterachse über das Bein. Ich schrie nur noch auf, war aber bei vollem Bewußtsein. iiich lag auf dem Bauch und konnte daher nicht nach meinem Bein schauen, was wohl auch gut so war, wie mir später gesagt wurde.

    ich lag also da und dachte "scheisse das Bein wird gebrochen sein"Ich merkte wie iich zunehmend schwächer wurde bekam noch mit wie ich in den Rettungswagen geschoben wurde und dort dann "schlafen gelegt" wurde.

    Als ich erwachte, kam es mir vor als wenn ich nur paar Stunden geschlafen hätte, am Bett stand mein Freund und meine Familie. Mein Freund hielt meine Hand und versuchte mir beizubbringen, das mir das Bein entfernt werden musste. Ich habe darauf hin zu ihm gemeint "du spinnst, mein Bein iist doch nicht weg" Iiich hatte gar nicht regestriert das dem so war, denn das Gefühl war da als wenn mein Bein noch da wäre. iich lag auf der Intensivstation und hatte 3 Tage im künstlichen Koma gelegen. Was ich tat und erzählte bekam ich von meinem Freund und meiner Familie erzählt, ich selber bekam das gar nicht richtig mit.

    ich brauchte eine ganze Weile um zu regestrieren was passiert war und die ersten Tage schien es so als wenn ich damit recht gut umging. Der Stumpf schmerzte, besonders beim Verbandswechsel. iich wollte erst sehen wie es aus sieht und was mit mir gemacht wurde,eine Krankenschwester riet mir noch nicht zu gucken.

    iiich schaute so ca. nach drei wochen dannach und von dem Moment an dachte ich mein Leben würde nicht weiter gehen, ich brach in Tränen aus und es mischen sich Wut und Verzweiflung. Wut auf diesen fahrer des LKWs und Verzweiflung weil ich nicht wußte wie es weitergehen soll. Die Ärzte sagten mir dann, das mein Bein derbe Quetschungen hatte und das es möglich wäre das die Haut rundum vielleicht absterben würde. Eine weitere Woche später traf genau das ein, die Haut war stellenweise Dunkelbraun und es hatte sich eine Infektion gebildet. Ich bekam Fieberkrämpfe und die Ärzte entschieden sich für eine weitere OP bei der sie die Wunde spülen und das abgestorbene Gewebe entfernen wollten.

    Nach dieser OP brauchte ich wieder ein paar Tage bis ich schaute wie der Stumpf nun aussah. Iiich richtete mich also auf und schaute beim verbandswechsel was gemacht wurde. bei dem Anblick brach die Welt erneut für mich zusammen, denn es war nur noch der teine Muskel zu sehen, die Haut musste fast komplett entfernt werden und die Ärzte meinten zu mir "Sie brauchen nun viel Geduld"

    Nach einem knapp 2 Monaten entschieden die Ärzte sich für eine weitere OP, in der vom gesunden Bein Haut entnommen und auf den Stumpf transplantiert wurde (Spalthautentfernung nannte sich das glaub ich)

    Ich lag 6 Monate im Krankenhaus, wurde ganze 9 mal in den OP geschoben und lag 4 mal auf der Intensivstation. Von diesen 6 Monaten lag ich fast 4 Monate in Isulation, denn anhand der großen Wundfläche hatte sich der sogenannte ORSA Keim gebildet, das hieß Besucher mussten sich vermummen, Kittel,Handschuhe, Mundschutz tragen. Iich durfte das Zimmer nicht verlassen und das war eigentlich mit das schlimmste. Ich schwankte mit meinen Gefühlen und Stimmungen und es flossen reichlich Tränen. Inzwischen waren die vielen Hauttranspltionen erfolgreich und die Wunde ist fast zugewachsen. Ich bin jetzt wieder zuhause und die Rhea rückt immer näher. Und plötzlich habe ich wieder Angst vor dem was noch kommen wird.Mein Leben würde sich nicht großartig verändern wurde mir gesagt, aber ich ertappe mich immer wieder dabei, wie ich nachts wach liege und ein Weinkrampf den nächsten jagt.

    Geht es euch auch oft so? Wenn ja wie geht ihr damit um?? Würde mich freuen wenn ich hier Erfahrungen mit euch teilen und austauschen könnte.

    Liebe Grüße Shyanna



  • amputation forum

    was führt euch alle in das forum? seid ihr alle betroffen oder auch angehörige?

  • Antwort: amputation forum

    Ähm..... würde ich so einen beitrag schreiben wenn ich nicht betroffen wäre?? Denke doch mal das mein beitrag deine frage beantworten müsste oder?



    LG Shyanna

  • Amputation

    Hallo, also ich habe das bei einem Bekannten miterlebt. Dem wurde auch das bein amputiert nach einem schweren Unfall. Ich war danach oft mit ihm zusammen, damit er nicht das gefühl hat anders zu sein. Ich denke das war ganz gut so und ich habe mich jedes mal gefreut wenn ich ihn zum lachen bringen konnte.

  • Antwort: Amputation

    hallo ich bin weder angehöriger noch habe ich im bekanntenkreis jemanden mit einer amputation.

    aber ich habe hier die ergreifenden schicksalsschläge gelesen und wollte mochmal nachfragen wie das leben mit oberschenkelamputation ist und ob es die 'phantomschmerzen' wirklich gibt.



  • Antwort: Amputation

    Es gibt sie doch immer wieder, die berühmten Elefanten im Porzellanladen.

    @anoym über mir

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