Antwort zu Antwort: Symptome?
Antwort: Symptome?
Die ersten Zeichen eines Gehirntumors können charakteristisch und wegweisend für die Diagnose sein; jedoch sind sie mitunter vieldeutig und unspezifisch.
Dies gilt für das häufigste Erstsymptom, die Kopfschmerzen. Etwa die Hälfte aller Patienten klagt bei Diagnosenstellung über Kopfschmerzen. Da jeder Mensch mehrfach in seinem Leben mal unter Kopfschmerzen leidet, ist es hilfreich, einige Charakteristika der Kopfschmerzen zu kennen, die bei Gehirntumoren auftreten.
Kopfschmerzen bei Hirntumoren sind die Folge eines erhöhten Drucks im Schädelinneren, da das Gehirn dem wachsenden Tumor in der starren Begrenzung des Schädels nur ganz bedingt ausweichen kann. Typisch für Kopfschmerzen bei einer solchen Druckerhöhung im Schädelinnern ist ihr Auftreten während der Nacht, oder in den frühen Morgenstunden und eine spontane Besserung im Verlauf des Tages.
Dies läßt sich dadurch erklären, daß während der Nacht ein erhöhtes Blutvolumen im Gehirn zu einer Volumenzunahme im Schädelinnern führt, die im Laufe des Tages wieder abnimmt. Eine Begleiterscheinung können Übelkeit und Erbrechen sein.
Die Kopfschmerzen werden innerhalb von Tagen bis Wochen immer heftiger, lassen sich durch normale Kopfschmerzmittel nur kurz, oder gar nicht beeinflussen und nehmen in liegender Position weiter zu. Diese Kopfschmerzen sind selbst für Migränepatienten anders und intensiver als bisher normal erlebte Kopfschmerzen.
Bei einem großen Teil betroffener Patienten, die wegen hartnäckiger, neu aufgetretener Kopfschmerzen den Arzt aufsuchen, läßt sich in der sorgfältigen neurologischen Untersuchung bereits eine sogenannte herdförmige neurologische Symptomatik nachweisen. Hierzu zählen:
» Lähmungserscheinungen
» Sehstörungen
» Koordinationsstörungen
» Einbußen in der Sprachfertigkeit und der Merkfähigkeit
» Einbußen der Auffassungsgabe und des Verständnisses
Bei einigen Patienten sind solche Symptome erste Anzeichen der Tumorerkrankung, ohne daß Kopfschmerzen vorhanden sein müssen. So beklagen Betroffene mitunter eine zunächst aufgetretene Ungeschicklichkeit in Arm oder Bein oder einer Körperhälfte, eine Einschränkung des Gesichtsfeldes oder Koordinationsstörungen, Taubheitsgefühle einer Körperhälfte und anderes.
Etwa 20% der Patienten erleiden aus voller Gesundheit und ohne Vorboten einen epileptischen Anfall. (nähere Infos dazu, siehe in der Ausarbeitung EPILEPSIE!!!)
Bei einem kleineren Teil der Patienten können ganz unspezifisch wirkende Beschwerden durch einen Gehirntumor ausgelöst werden. So gibt es Tumoren im Stirnlappen des Gehirns, welche zu Persönlichkeitsveränderungen, Störungen des Verhaltens und des Antriebs sowie einer Zuspitzung oder Verflachung vorbestehender Persönlichkeitsmerkmale führen können. Mitunter wirken Betroffene zunehmend teilnahmslos, oder im Gegenteil leicht reizbar, mitunter aggressiv oder gar läppisch distanzlos.
Typische Symptome:
» Neu auftretende Kopfschmerzen, insbesondere nachts und in den frühen Morgenstunden, mit der Zeit heftiger werdend und auch im Liegen zunehmend
» Krampfanfall (epileptischer Anfall)
» Neurologische Herdzeichen (Lähmung, Sprachstörung, Ungeschicklichkeit)
» Persönlichkeitsveränderungen
» Übelkeit und Erbrechen, die nicht im Zusammenhang mit einer Magen-Darm-Krankheit auftreten
» Hormonale Störungen
Daß Gehirntumoren lange Zeit ohne Symptome bleiben können, also überhaupt keine Beschwerden verursachen, weiß man durch die zufällige Entdeckung von Meningeomen und anderen Geschwülsten aus computertomographischen und kernspintomographischen Untersuchungen von Patienten, bei denen wegen ganz anderer Gründe eine solche Diagnostik vorgenommen wurde.
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Grüße von Diana