Alzheimer-Demenz – eine schwierige Situation für alle Beteiligten

Alzheimer-demenz

Bei einer Demenzerkrankung wird durch Veränderung und Verfall das Nervengeflecht im Gehirn ausgedünnt und dessen wichtigsten Funktionen, wie das Denken, Erinnern und Orientieren, werden immer schwächer. Die bekannteste Form dieser Erkrankungen ist die Alzheimer-Demenz, wobei das Nachlassen der kognitiven, sozialen und emotionalen Fähigkeiten besonders stark ist. Die Betroffenen sind meist nicht mehr in der Lage, sich alleine im Alltag zurecht zu finden, sich an wichtige Dinge zu erinnern und ihr eigenes Handeln und Entscheiden zu kontrollieren.

Zwar kann man eine Erkrankung an Alzheimer-Demenz nicht vollständig heilen, aber durch Medikamente verzögern und erleichtern.

Bei den genauen Ursachen der Erkrankung sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig, aber bekanntlich steigt die Gefahr der Erkrankung besonders im Alter. Während von den 65- bis 69-Jährigen nur 1,2% Prozent betroffen sind, leidet in der Gruppe der 85- bis 89-Jährigen ein Fünftel an Alzheimer-Demenz.

In diesem Infocenter finden Sie Wissenswertes über die Symptome und den Verlauf von Alzheimer-Demenz und vor allem können Sie erfahren, was Betroffene und Angehörige tun können. Außerdem können Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und unsere Suchfunktion nutzen, um eine Gedächtnissprechstunde in Ihrer Nähe zu finden!

Bei Alzheimer-Demenz passiert folgendes im Gehirn:

In unserem Gehirn befinden sich Milliarden an Nervenzellen, die über Nervenfasern miteinander verbunden sind. Das ermöglicht das übermitteln von Botschaften durch bestimmte Stoffe. Durch Behinderung dieser Informationsübermittlung entstehen die genannten Einschränkungen von Alzheimer-Demenz. Was der Hauptauslöser für diese Behinderungen ist, ist noch nicht vollständig erforscht, aber es gibt unterschiedliche Theorien und Ansätze:

  • Das Absterben der Nervenzellen durch Plaquesablagerungen von Beta-Amyloid
  • Zusammenfallen der Transportschienen zwischen den Nervenzellen durch Eiweißablagerungen
  • Zellstörungen durch großflächige Entzündungen im Gehirn

All diese Faktoren führen im Endeffekt zu einer Schwächung des Netzwerkes zwischen den Nervenzellen, wodurch die Leistungsfähigkeit des Gehirns massiv eigeschränkt wird.

Alzheimer-Demenz Verlauf - So entwickelt sich die Erkrankung

Eine Alzheimer-Demenzerkrankung ist ein stetig fortschreitender Prozess, der oft unbemerkt beginnt und mit den Jahren immer gravierender wird. Allerdings ist zu beachten, dass die Ausprägung und Geschwindigkeit des Prozesses sehr unterschiedlich sein kann. Es lassen sich doch gewisse Stadien feststellen.

  • Meist fängt die Krankheit mit einer Abnahme der Lernfähigkeit und Schwierigkeiten des Patienten bei der Wortfindung. Zwar erinnern sich die Betroffenen noch an vieles aus früheren Zeiten, können sich neue Informationen jedoch nur schlecht merken, was anfänglich jedoch meist nicht sehr stört, beziehungsweise als normal angesehen wird.
  • Mit der Zeit jedoch, wenn die Beeinträchtigungen zunehmen und es der Person manchmal auch bewusst wird, unterliegt sie zusätzlichen Stimmungsschwankungen und schon leichte Tätigkeiten und Aufgaben strengen sie sehr an.
  • Im mittelschweren Stadium findet sich der Betroffene dann nur noch sehr schlecht im alltäglichen Leben zurecht, da die täglichen Aufgaben im Haushalt oder bei der Körperhygiene nicht mehr richtig selbstständig verrichtet werden. Damit einher gehen eine hohe Reizbarkeit und eventuelle Verhaltensstörungen.
  • Schlussendlich sind die Funktionen des Gehirns und die allgemeinen Fähigkeiten soweit eingeschränkt, dass die Patienten fast komplett auf Hilfe von außen angewiesen sind. Außerdem kommt es zu einem Verlust der Kontaktfähigkeit, da sie nicht mehr richtig kommunizieren können, obwohl sie noch sehr viel mitbekommen.

Es ist also wichtig, sich rechtzeitig zu informieren und Hilfe und Unterstützung zu suchen!

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