So erkennen Sie Alzheimer-Demenz:

Alzheimer-demenz-2

Wenn Sie bei einem Angehörigen eine Alzheimer-Demenzerkrankung vermuten, gibt es ein paar einfache Fragen, die Klarheit bringen können.

  • Findet die Person ihre Sachen nicht mehr, legt sie an ungewöhnlichen Plätzen ab und vergisst Termine?
  • Stellt sie immer wieder die gleichen Fragen und erzählt die gleichen Geschichten?
  • Ist sie in alltäglichen Situationen unsicher und kann Veränderungen in gewohnten Ablaufen nicht vertragen?
  • Wird wichtigen und jahrelangen Aktivitäten auf einmal nicht mehr nachgegangen?
  • Fehlen dem Betroffenen oftmals die richtigen Worte und benutzt er die „Ding-Sprache“?

Wenn mehrere dieser Fragen mit Ja beantwortet wurden, sollten Sie versuchen mit der Person darüber sprechen und ihr raten, sich mit dem Thema zu beschäftigen und eventuell einen Arzt aufzusuchen. Denn je früher die Diagnose Alzheimer-Demenz gestellt werden kann, desto besser kann sich die Person und ihr Umfeld darauf einstellen.

Alzheimer-Demenz – eine Ausschlussdiagnose

Bevor eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann, muss ausgeschlossen werden, dass die Symptome nicht von einer anderen Erkrankung herrühren. Denn zum Beispiel Auswirkungen der Demenz wie Vernachlässigung sozialer Kontakte oder Vergesslichkeit werden auch bei anderen Erkrankungen wie zum Beispiel einer Depression (http://www.imedo.de/medizinlexikon/depression ) beobachtet. Meistens läuft die Diagnose flogendermaßen ab:

  • Als Grundlage der Untersuchung bespricht der Arzt (http://www.imedo.de/verzeichnis) mit dem Betroffenen und seinen Angehörigen, welche Veränderungen und Beeinträchtigungen vorliegen.
  • Dann werden verschiedene körperliche sowie psychologische Tests gemacht, bei denen nicht nur das Gedächtnis, sondern auch Sprache und den Umgang der Person mit bestimmten Gegenständen beobachtet wird.
  • Durch die Analyse der Ergebnisse kann der Arzt die Diagnose Alzheimer-Demenz stellen.
  • In diesem Fall sollte sich der Betroffene an einen Facharzt wenden, der auf das weitere Vorgehen spezialisiert ist.

Aufklärung und schnellstmögliche Behandlung

Altenpflege

Die Erkrankung an Alzheimer-Demenz schränkt den Betroffenen in seinem Alltag und seiner Lebensqualität extrem ein. Um ihm das Leben mit der Krankheit so angenehm wie möglich zu machen, ist es von besonderer Wichtigkeit, so früh wie möglich mit der Behandlung zu beginnen. Zu Beginn ist der Patient schließlich noch in der Lage, selber über das weitere Vorgehen und die Gestaltung seines Alltags zu entscheiden. Wenn dies und die weiteren rechtlichen Angelegenheiten mit den Angehörigen besprochen werden, können diese sich später sicher sein, das richtige zu tun und im Sinne des Betroffenen zu handeln.

Was auch sehr hilft, ist die Aufklärung des gesellschaftlichen Umfeldes des Patienten, denn so können diese Verständnis für eventuelle Beeinträchtigungen oder Verhaltensänderungen entwickeln und mit auf das Wohl des Betroffenen Acht geben. Auch informieren sollte man umliegende Geschäfte, besonders Apotheken, die Nachbarn und die Hausbank des Patienten, um ihn vor unüberlegtem Handeln zu schützen.

Behandlung durch Medikamente

Die Medikamente, die in solchen Fällen zur Anwendung kommen heißen Antidementiva und sie helfen, die Krankheit weniger schnell fortschreiten zu lassen. So kann der Patient länger selbstständig bleiben und ist nicht sofort auf fremde Hilfe angewiesen.

Ist die Krankheit noch nicht so weit fortgeschritten, werden die Acetylcholinesterase-Hemmer (AchE-H) verabreicht. In späteren Stadien kommt dann Memantin zum Einsatz. Das erhält die Gedächtnisfunktionen länger, indem es vor einer zu hohen Ausschüttung von Botenstoffen, wie Neurotransmitter schützt, die Funktionsstörungen auslösen können. Somit wirkt das Antidementivum auch Verhaltensauffälligkeiten entgegen wirken und erleichtert allen Beteiligten den Alltag mit Alzheimer-Demenz. Zusätzlich können pflanzliche Heilmittel, beispielsweise Ginko, Gedächtnis und Konzentration stärken, jedoch ist ihre Wirksamkeit noch nicht so umfassend belegt wie bei den Antidementiva.

nach oben

© 2007 - 2013 imedo GmbH, alle Rechte vorbehalten.
Die unter www.imedo.de angebotenen Dienste und Inhalte sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt und können in keinem Fall professionelle Beratung oder die Behandlung durch einen Arzt ersetzen