Wenn Erinnerungen verblassen und geliebte Personen fremd werden
Aufklärung und Auseinandersetzung – Schlüssel im Umgang mit Alzheimer-Demenz
Wurde die Erkrankung festgestellt, ist es unumgänglich für alle Beteiligten sich umfassend über sie zu informieren. Dadurch wird gewährleistet, dass der Patient genau die Behandlung bekommt, die er braucht.Suchen Sie sich Hilfe und Unterstützung und scheuen Sie sich nicht Fragen zu stellen und das Thema im Freundes- und Verwandtenkreis anzusprechen! Dann müssen Sie sich den anfallenden Entscheidungen über den weiteren Verlauf widmen und Vorkehrungen treffen.
Alzheimer-Demenz: Hilfe für die Angehörigen
Die Krankheit bedeutet immer eine große Einschränkung für die Betroffenen, weshalb die Diagnose oftmals einen herben Schlag darstellt. Deshalb ist die Pflicht der Verwandten in erster Linie das Trösten und Unterstützen des Erkrankten bei der Akzeptanz der Situation. Sie sollten die frühen Stadien nutzen, um sich und die demente Person mit dem Gedanken an die Krankheit vertraut zu machen und über die Zukunft zu reden. Doch wie kann diese Zukunft aussehen?
Etwa sechzig Prozent der Pflegebedürftigen werden heute zu Hause versorgt, da es im Anfangsstadium für Angehörige noch gut möglich ist, selber die Pflegeaufgaben zu leisten. Hier können Sie eine Reihe von Sozialleistungen des Staates zur Unterstützung pflegender Personen in Anspruch nehmen. Dafür sollte man sich nun mit Behördlichem befassen., wie die Beantragung einer Begutachtung durch die Pflegekasse und Vollmachten für die nahen Verwandten.
Schreitet die Demenz weiter voran, wird Hilfe benötigt. Hier können Sie sich gut an caritative Einrichtungen oder ambulante Pflegedienste wenden. Irgendwann wird zwangsläufig über eine stationäre Pflege nachgedacht, wobei gute Informationen noch viel wichtiger sind. Die Angehörigen sollten sich die Qualität und den Umfang der Betreuung einer Einrichtung anschauen, genauso wie die Qualifizierung des Personals, die Nähe zum Wohnort und natürlich den Kosten beziehungsweise deren Finanzierungsmöglichkeiten.
Das wichtigste ist jedoch immer noch der Kontakt zur erkrankten Person. Man sollte ihr Mut zusprechen und dafür sorgen, dass sie sich nicht abkapselt. Am besten, Sie verbringen nochmal viel Zeit mit den Lieben und erhalten auch deren Kontakt zu Freunden und Bekannten.
Weitere Tipps und Unterstützung
Da Alzheimer-Demenz Patienten teilweise sogar Vergessen zu Essen müssen Mangelernährung und Verstopfungen vorgebeugt werden. Daher sollten Sie neben einer regelmäßigen Einnahme auf Abwechslungs- und Ballaststoffreichtum der Ernährung achten. Also sind viel Gemüse, Obst und vollwertige Nahrungsmittel ausreichend in den Mahlzeiten vorhanden sein.
Auch sollten Sie genau beobachten, welche Medikamente die Person einnimmt, da die Anzahl der Tabletten mit den Jahren oftmals stark zunimmt. Deren Zusammenstellung sollte dann unbedingt überprüft werden, da manche Medikamente die Demenz verschlimmern können.
Zu guter Letzt hilft es immer, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen und sich Rat zu holen. Das können Sie besonders gut in unserer Community tun. Wir wünschen Ihnen alles Gute!