Eine rechtzeitige Behandlung beugt vor.

Depression
Eine Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit, die oftmals im Zusammenhang mit Stress und Burnout steht. Sie äußert sich durch körperliche und psychische Störungen und zählt zu den ältesten Krankheiten der Menschheit
Depression Definition
Depression oder auch depressive Störung, depressive Episode und Melancholie bezeichnet einen Zustand von Niedergeschlagenheit und Schwermut. Im Gegensatz zur Trauer ist eine Depression intensiver und langanhaltender. Man unterscheidet verschiedene Formen der Depression nach Schweregrad und Anzahl der Symptome:
Die leichte Depression äußert sich durch einige weniger stark ausgeprägte Symptome und ist gut zu behandeln. Während bei einer mittelschweren Depression ein breites Spektrum an Symptomen auftritt, ist die schwere Depression eine Krankheit, die unbedingt von einem Psychiater behandelt werden sollte.
Formen der Depression
Somatogene Depression
Wie das griechische Wort "Soma" = Körper schon ausdrückt, geht die somatogene Depression mit körperlichen Beschwerden einher. Die somatogene Depression gliedert sich in die symptomatische Depression, wie zum Beispiel die Pubertät und die organische Depression, die auf Veränderungen des Körpers zurückzuführen sind. Dies können beispielsweise Infektionskrankheiten, eine Schilddrüsenüberfunktion, ein Schlaganfall oder Tumore sein.
Endogene Depression
Die endogene Depression kommt "von innen heraus" und kann in Verbindung mit psychotischen Symptomen auftreten. Bis heute sind die Ursachen nicht eindeutig bekannt. Neben Vererbung vermuten Experten auch Veränderungen im Gehirnstoffwechsel als Ursache. Veränderte Lebenssituationen wie beispielsweise ein Umzug können eine endogene Depression hervorrufen.
Psychogene Depression
Die psychogene Depression lässt sich in die neurotische und die reaktive Depression unterteilen und beschreibt Störungen, die seelisch hervorgerufen sind.
Als neurotische Depression wird die Reaktion auf ein in der Vergangenheit liegendes Erlebnis, zum Beispiel zwischenmenschliche Konflikte, bezeichnet. Sorgen der Gegenwart wie beispielsweise Probleme in der Beziehung oder am Arbeitsplatz können die vergangenen Konflikte reaktivieren und haben häufig eine neurotische Depression zur Folge. In den meisten Fällen können sich die Betroffenen nicht daran erinnern.
Die reaktive Depression wird durch ein aktuelles Ereignis hervorgerufen, wie der Verlust eines Mitmenschen und kann sowohl direkt als Reaktion auf des Erlebte ausgelöst werden, als auch zeitverzögert.
Tipp: Machen Sie jetzt den Ereignis-Test und erfahren Sie, ob auch Sie gefährdet sind!
Neben diesen Formen der Depression gibt es noch einige Sonderformen wie beispielsweise die Wochenbettdepression, die Erschöpfungsdepression, die Altersdepression und weitere.
Manisch depressiv
Als manisch depressiv oder bipolare affektive Störung bezeichnet man eine psychische Störung, die sich durch zeitweise unkontrollierbare Stimmungsschwankungen äußert. Im Gegensatz zu der depressiven Phase ist der Betroffene in der manischen Phase übermäßig kreativ und energiegeladen. Die Gefahr dieser Phase besteht darin, dass Betroffene ihr Handeln und deren Konsequenzen falsch einschätzen und dadurch häufig Fehlentscheidungen treffen.
Depression Symptome
Symptome einer Depression können sich auf sehr unterschiedliche Weise äußern. Es liegt immer eine Kombination verschiedener Merkmale vor, die auch als depressives Syndrom bezeichnet wird. Betroffene einer Depression sind niedergeschlagen und ohne (Lebens-)Freude. Sie können sich kaum für etwas interessieren und sind unentschlossen. Man spricht von einer Gefühlsarmut, da ihre Gefühlswahrnehmung deutlich reduziert ist. Diese Schutzmauer lässt vermeintlich Unschönes abprallen, verhindert aber auch Freude an positiven Ereignissen.
Neben einer fehlenden Antriebskraft können auch Denkbarrieren und Konzentrationsschwächen mögliche Symptome sein. Nicht selten sprechen die Betroffenen leise und langsam und erscheinen extrem erschöpft. Seltener sind Hektik und Rastlosigkeit sowie Anzeichen der Verzweiflung festzustellen.
Körperliche Beschwerden wie Schlafstörungen, Herzrasen, Kopf- und Magenschmerzen, Appetitlosigkeit und gestörtes sexuelles Verlangen sind typische Symptome, die bei fast allen Formen der Depression auftreten. Häufige Merkmale einer Depression sind darüber hinaus auch ein vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, innere Leere, Traurigkeit und Selbstmordgedanken.
Betroffene führen körperliche Beschwerden oftmals auf organische Ursachen zurück und halten sich häufig nicht für krank sondern sehen sich selbst als Versager. Sie sträuben sich, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Wie gefährdet sind Sie? Machen Sie den Depression-Test!
Depression Ursachen
Wie bei Burnout-Ursachen, kommt auch für Depression eine Vielzahl von Ursachen in Frage: Seelische Belastungen im Berufs- und Privatleben, Überarbeitung und zwischenmenschliche Konflikte können Depressionen hervorrufen.
Auch Veränderungen wie Arbeitslosigkeit oder Ruhestand, körperliche Krankheiten sowie Veranlagung zählen zu den Ursachen einer Depression.
Depression und Aminosäuren
Bei jeder Depression tritt eine Störung im System der Botenstoffe im Gehirn, der Neurotransmitter, auf. Der Serotonin-Stoffwechsel ist bei der Depression eingeschränkt, wodurch der Körper schlechter mit Stress umgehen kann. Außerdem kann bei einer Depression fast immer ein erhöhter Cortisol-Spiegel nachgewiesen werden; Cortisol gilt auch als das Stresshormon. Der Zusammenhang zwischen Stress, Burnout und Depression ist sehr eng. Der Betroffene befindet sich in einem gefährlichen Kreislauf, der sich nicht nur auf seine Lebensumstände, sondern auch auf die biochemischen Vorgänge im Gehirn auswirkt.
Der Körper versucht, hoher Stress-Belastung entgegen zu wirken, indem er vermehrt Aminosäuren bereit stellt, welche wichtige Körperfunktionen unterstützen und den Gehirnstoffwechsel gesund erhalten sollen. Aminosäuren stehen dem Körper jedoch nicht unbegrenzt zur Verfügung und oft gehen gerade Phasen von Stress oder Depression mit schlechten Ernährungsgewohnheiten einher, so dass der Aminosäurebedarf nicht mehr auf natürlichem Wege gedeckt werden kann.
Hilfe bei Depression
Bei einer Depression ist in der Regel eine medikamentöse Behandlung unumgänglich. Leichte Depression oder erhöhte Stressbelastung kann so abgefangen werden. Im Rahmen einer Studie mit Personen die an Depression leiden, konnten ebenfalls deutlich positive Therapieeffekte in Zusammenhang mit Antidepressiva nachgewiesen werden.
Leiden Sie an einem Burnout? Lassen Sie sich jetzt beraten!