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Univ. Prof. Dr. Jürgen Spona zum Thema Burnout
Experteninterview mit Univ. Prof. Dr. J. Spona
1997 gründeten Univ. Prof. Dr. Jürgen Spona mit seiner Frau, Dr. Ingrid Spona, das Unternehmen Vitalogic, das sich seit seiner Gründung einen renommierten Namen als Hersteller des weltweit einzigen Aminosäure-Präparates Vitatonic verdient hat.
Die Studie zum Thema "Aminosäuren in der Depressionstherapie" finden Sie hier
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1/20 Was ist das Burn-Out-Syndrom?
Dieser Begriff existiert erst seit den Siebziger-Jahren und es gibt an sich keine einheitliche "harte" Definition dafür. Durch alle Definitionen zieht sich aber dennoch ein roter Faden an Symptomen.
Die charakteristischen Merkmale sind körperliche, geistige und emotionale Erschöpfung, anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie der Verlust der Fähigkeit, sich zu erholen. Ebenso ist eine abweisende Grundstimmung gegenüber den Mitmenschen und der eigenen Arbeit festzustellen. Psychosomatisch kommt es in der Folge zu einer Schwächung des Immunsystems und dadurch häufiger zu Infektionskrankheiten.
Weitere Symptome sind oft Verspannungen, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Verdauungs- und Essstörungen sowie bei fortgeschrittener Erkrankung auch Herzbeschwerden, Geschwüre im Magen-Darm-Trakt, schwerer Tinnitus, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch Alkoholkrankheit und Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten und anderen Drogen können in der Folge auftreten.
Eines ist bei dieser Definition aber auch klar: wer ausgebrannt ist, muss einmal gebrannt haben. Das heißt, dass jemand mit großem Enthusiamus und Engagement tätig war, bevor er oder sie dann seine Tätigkeit nur mehr unter großen Anstrengungen ausüben kann. -
2/20 Wie unterscheidet sich ein Burn Out von einer Depression?
Im fortgeschrittenen Stadium von Burnout, das sich vor allem in einer völligen Antriebsschwäche äußert, verschwimmen die Grenzen zwischen diesen Diagnosen. Die Unterschiede liegen wohl eher in den Ursachen. Die Ursache für Burnout kann man am besten mit einem Missverhältnis zwischen den Anforderungen von außen und den eigenen Ressourcen beschreiben. Dabei können diese überhöhten Anforderungen durchaus auch "hausgemacht", also objektiv völlig unrealistisch sein. Dieser Prozess zieht sich immer über einen längeren Zeitraum hin.
Bei Depressionen nimmt man ein Zusammenwirken von Belastungen und einem Mangel an Botenstoffen im Gehirn als Hauptursache an. Eine genetische Disposition kann auch eine Rolle spielen, wobei all diese Faktoren unterschiedlich gewichtet sein können. Eine Depression kann auch ziemlich unvermittelt auftreten. -
3/20 Wie aktuell ist das Thema Depression und Burn Out?
Das Thema ist brandaktuell. Man nimmt an, dass 20% aller Erwachsenen schon mindestens eine depressive Episode hinter sich haben, wobei aber bereits auch Kinder und Jugendliche betroffen sind. Nur die Hälfte davon wird adäquat behandelt. Statistisch hat sich die Zahl der Krankenstandstage wegen psychischer Leiden seit 1991 verdoppelt. Bezüglich Burnout gibt es verschiedene Untersuchungen, man kann sicherlich annehmen, dass mindestens 10% der arbeitenden Bevölkerung gefährdet sind.
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4/20 Sind vom Burn Out Syndrom nur Manager betroffen?
Keinesfalls. Wir erinnern uns zwar noch an den früher häufig gebrauchten Ausdruck "Manager-Krankheit" für die Folgen von Überlastung und Erschöpfung. Mittlerweile muss man aber davon ausgehen, dass durch die, auch objektiv gestiegenen Anforderungen und Belastungen ein wesentlich größerer Personenkreis betroffen ist.
Der Knackpunkt ist sicherlich die andauernde Belastung, der die Menschen heutzutage unterliegen. Für kurzzeitige Stressoren hat der Organismus gute Antworten, aber einer ständigen Dauerbelastung an der Obergrenze des Möglichen ausgesetzt zu sein, überfordert den modernen Menschen sehr häufig. -
5/20 Was sind die Ursachen von Depressionen und Burn Out?
Die Ursachen sind vielfältig. Fast immer sind solche Zustände mit Stoffwechselveränderungen verbunden, die sich in einem Mangel an Botenstoffen im Gehirn äußern.
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6/20 An welchen Anzeichen kann man erkennen, dass man an einer ständigen Überbelastung leidet?
Eines der ersten Anzeichen ist sicherlich eine chronische Vernachlässigung der eigenen Bedürfnisse und ein Übersehen der eigenen Grenzen. Dies führt in weiterer Folge zu Fehlleistungen wie Vergesslichkeit und Konzentrationsschwäche und zu Energiemangel und Schwächegefühl auf der körperlichen Ebene. Dem versucht man dann in der Regel mit vermehrtem Konsum von Kaffee oder anderen Aufputschmitteln zu begegnen. Dies versetzt aber den Körper weiterhin in einen ständigen Alarmzustand, was natürlich kontraproduktiv ist. Es kommt zu Schlafstörungen und ständiger Müdigkeit.
Auch psychosomatische Zeichen wie z.B. Herzklopfen, Magenbeschwerden und eine verringerte Widerstandsfähigkeit gegenüber Infektionen können auftreten. Man fühlt sich zu müde für Dinge, die einem sonst eigentlich Freude bereiten, wie z.B. der Pflege von Sozialkontakten. -
7/20 Wie hängen Aminosäuren und Depressionen und Burn Out miteinander zusammen?
Insofern, als dass Aminosäuren die Bausteine für die Botenstoffe im Nervensystem und damit auch im Gehirn sind. Sie sind auch die Bausteine von einer Reihe von Hormonen, die bei der Stressbewältigung eine Rolle spielen.
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8/20 Was sind Aminosäuren und was bewirken Sie im Körper?
Aminosäuren sind die Bausteine von Eiweißkörpern, also Proteinen. Diese sind nach Wasser die Hauptbestandteile, aus denen der Organismus aufgebaut ist. Sie bilden die Basis für Muskeln, Häute, Schleimhäute, Haare, für alle Enzyme, viele Hormone, Immunglobuline, die für die Abwehr von Infektionen verantwortlich sind und eben den Botenstoffen im Gehirn. Diese Liste ist aber sicherlich nicht vollständig. Diese Strukturen unterliegen einem laufenden Erneuerungsprozess. Unsere Darmschleimhaut z.B. ist alle 3-4 Tage erneuert. Das geht soweit, dass man sagen kann: alle 7 Jahre sind wir ein "neuer" Mensch.
Der Bedarf an diesen Stoffen ist also enorm, wobei wir essentielle und nicht essentielle Aminosäuren unterscheiden. Die essentiellen müssen dem Körper unbedingt von außen zugeführt werden, während er die nicht essentiellen selbst herstellen kann. Aber auch dafür müssen genügend essentielle zur Verfügung stehen. -
9/20 Wie kann man seinen Aminosäurespiegel überprüfen und Mangelzustände überprüfen?
Aminosäuren kann man durch einen Bluttest überprüfen. Die im Blut kreisenden Aminosäuren sind ein Abbild der dem Körper zur Verfügung stehenden. Dieses Gleichgewicht bleibt konstant und reproduzierbar, wie wissenschaftliche Untersuchungen schon in den 70er Jahren zeigen konnten.
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10/20 Was ist ein ärztlicher Bedarfs-Check (Aminogramm) und kann man das bei jedem Hausarzt machen lassen?
Ein ärztlicher Bedarfs-Check (Aminogramm) ist eine Laboruntersuchung, bei der die Blutspiegel der einzelnen Aminosäuren bestimmt werden. Im Prinzip kann jeder Hausarzt das dafür notwendige Blut abnehmen und an ein Speziallabor senden. Voraussetzung ist allerdings eine Zentrifuge, da das Blut für diese Untersuchung innerhalb einer ¾ Stunde abzentrifugiert werden muss, um aussagekräftige Werte zu erhalten.
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11/20 Was passiert bei einem Ungleichgewicht von Aminosäuren?
Ein Ungleichgewicht bzw. Mangel kann dazu führen, dass nicht ausreichend Bausteine z.B. für den Aufbau von Strukturen zur Verfügung stehen. Bei diesem Aufbau werden ja die verschiedenen Aminosäuren gemäß dem genetischen Code aneinandergereiht, vergleichbar einer Perlenkette. Wenn nun eine fehlt, kann diese Struktur nicht perfekt aufgebaut werden, beziehungsweise holt der Körper die fehlenden aus nicht primär lebenswichtigen Organen, wie den Muskeln.
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12/20 Was kann man tun, um den Aminosäurespiegel zu verbessern?
Man kann einerseits auf eine ausreichende und ausgewogene Eiweißaufnahme achten, wobei dann auch sichergestellt sein sollte, dass dieses Eiweiß auch gut aufgespaltet werden kann. Dies geschieht mit Hilfe der Magensäure. Man kann aber auch Aminosäuren zuführen.
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13/20 Was ist das Vitatonic-Konzept?
Dabei geht es darum, einen Bedarfs-Check durchzführen und dann gezielt für jeden Einzelnen individuell Aminosäuren zuzuführen. Diejenigen Aminosäuren, die im Bedarfs-Check als im Ungleichgewicht befindlich ausgewiesen werden, können so punktgenau ergänzt werden. Denn es gilt, noch einen weiteren Punkt zu berücksichtigen: durch die einseitige Zufuhr nur einzelner Aminosäuren entstehen fast zwangsläufig Blockaden bei der Aufnahme anderer Aminosäuren. Ein Beispiel: bei sehr hoher Aufnahme der sogenannten BCAA´s, also der verzweigtkettigen Aminosäuren, die vor allem Sportler zum Muskelaufbau einnehmen, können die Aminosäuren, die als Vorstufen der Hirnbotenstoffe dienen, blockiert werden. Es wird nun, genau gemäß dem bei uns erstellten Bedarfs-Check, für jeden Einzelnen eine eigene Zusammensetzung rezeptiert und zusammengestellt. Besonderes Augenmerk legen wir dabei auf die Qualität. Wir verwenden pharmazeutisch reine, freie Aminosäuren. Diese können sofort ohne weitere Verdauungsarbeit über die Schleimhäute des Verdauungstraktes aufgenommen werden.
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14/20 Was sind die Inhaltsstoffe von Vitatonic und wie setzten sie sich zusammen?
Das Herzstück bildet natürlich die individuell zusammengesetzte Mischung von Aminosäuren. Um aber eine für den Stoffwechsel optimale und komplette Lösung anzubieten, sind noch wichtige andere Stoffe zugesetzt. Das sind einmal Vitamine und Spurenelemente als wichtige Hilfsmittel für den Stoffwechsel der Aminosäuren und Coenzym Q10, das für die Energiebereitstellung in jeder einzelnen Zelle von Bedeutung ist. Omega3-Fettsäuren als Beitrag für die Gefäßgesundheit und für die Zellmembranen und ein Apfelextrakt runden das Angebot ab. Der Apfelextrakt enthält die wichtigen sogenannten sekundären Pflanzenstoffe als Schutz vor freien Radikalen und Ballaststoffe zur Erhaltung der Darmgesundheit und den glykämischen Index der Nahrung zu senken und damit den Kohlenhydratstoffwechsel zu optimieren.
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15/20 Kann man durch eine Ernährungsumstellung die gleichen Effekte erzielen?
Theoretisch ja, aber in der Praxis kaum. Das beginnt bei den Pflanzeninhaltsstoffen, die erst gebildet werden, wenn Obst und Gemüse reif sind und leider wird dieses ja meistens unreif geerntet und endet bei den Aminosäuren, wo ich durch Zufuhr freier Aminosäuren in der optimalen Zusammensetzung sichergehen kann, dass diese zur Gänze aufgenommen werden können, ohne den Organismus zu belasten, wie dies z.B. bei sehr hoher Zufuhr von Fleisch der Fall sein kann.
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16/20 Wer kann Vitatonic verwenden und wie erfolgt die Einnahme?
Im Prinzip kann jeder Vitatonic verwenden. Ausgenommen davon sind lediglich Personen, die äußerst selten verordnete Antidepressiva älteren Datums, nämlich die sogenannten MAO-Hemmer verwenden. Auch Personen mit stark eingeschränkter Nierenfunktion, die auf eine strenge Eiweißbeschränkung in ihrer Nahrung achten müssen, sollten Aminosäuren nur unter sehr engmaschiger Kontrolle einnehmen.
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17/20 Sind bei der Verwendung von Vitatonic Nebenwirkungen bekannt?
Es sind keine Nebenwirkungen bekannt.
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18/20 Wie wirksam ist Vitatonic? Gibt es Ergebnisse aus der Forschung?
Über Aminosäuren im Allgemeinen gibt es eine breite Palette an Grundlagenforschung und Publikationen. Auf dem Gebiet der Depression konnten wir in einer randomisierten Doppelblindstudie, wie es der Standard der Wissenschaft erfordert, positive Wirkungen belegen. Dabei zeigte sich nämlich, dass sich die Patienten, die neben einer antidepressiven Medikation noch Vitatonic einnahmen, wesentlich rascher erholten, als diejenigen, die Placebo erhielten.
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19/20 Unterstützen Krankenkassen die Behandlung mit Vitatonic?
Leider nicht.
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20/20 Wo kann man Vitatonic bestellen?
Zuallererst müssen wir einen Bedarfs-Check durchführen. Zu diesem Zweck kann das Blut von überall her an unser Speziallabor gesandt werden. Nach dieser Analyse wird dann die entsprechende individuell für jeden Einzelnen maßgeschneiderte Mischung angefertigt und versandt.