
Das Gedächtnis
Wann war nochmal unser Hochzeitstag?, Was stand noch auf der Einkaufsliste? Diese Fragen stellt sich jeder Mensch immer wieder. Sich in dieser Situation erinnern zu können, wird von den meisten als selbstverständlich angenommen. Wie schade wäre es doch, die wunderbare Geburtstagsfeier, an die man sich noch Jahre erinnern will, am nächsten Tag vergessen zu haben.
Erinnern ist ein Teil des menschlichen Lebens. Unsere Erinnerungen formen unsere Persönlichkeiten. Was wir sind, sagen uns die Schnipsel der Vergangenheit. Angefangen bei der Kindheit, über den ersten Schultag, bis hin zur langerwarteten Traumhochzeit- all' diese Informationen werden in unserem Gedächtnis für die Ewigkeit festgehalten.
Doch was genau ist eigentlich das Gedächtnis?
Das imedo-Medizinlexikon definiert das Gedächtnis als die Fähigkeit des Gehirns, die über die Sinnesorgane aufgenommenen Informationen kurz- oder langfristig zu speichern und nach Bedarf abzurufen.
So sind es unter anderem situative Begebenheiten, in Kombination mit Sinneswahrnehmungen, die dafür sorgen, dass uns bestimmte Erinnerungen ins Gedächtnis gerufen werden. Eine Situation kommt uns seltsam bekannt vor. Ein vollkommen fremder Ort wirkt eigenartig vertraut. Wir erleben ein sogenanntes Déjà-vu, haben das Gefühl, als hätten wir das alles schon einmal gesehen. Oder wir reizen unser Gehirn sich zu erinnern, indem wir uns Bilder längst vergangener Zeiten anschauen und in Erinnerungen schwelgen.
Kurz- und Langzeit-Gedächtnis
Unterschieden werden - in Abhängigkeit von temporalen Faktoren - das Lang- und das Kurzzeit-Gedächtnis.

Das Kurzzeit-Gedächtnis bezeichnet die Fähigkeit des Gehirns kurzeitig Informationen zu behalten, zu bearbeiten und zu verwerten.
Ein gutes Beispiel hierfür ist das Kopfrechnen, was nicht nur vielen Schülern sprichwörtlich Kopfzerbrechen bereitet. Dabei reproduziert das Gehirn kurzzeitig die aufgenommene Information. Nachdem dies erfolgt ist, werden die Daten entweder gelöscht, das bedeutet also vergessen, oder es gelingt, sie durch den Prozess des Lernens in das Langzeit-Gedächtnis zu übernehmen. Dieser Prozess wird auch als Konsolidierung bezeichnet.
Das Langzeit-Gedächtnis hingegen beschreibt allgemein das dauerhafte Speichern von Informationen. Man kann dabei vier grundlegende Prozesse unterscheiden, die innerhalb des Langzeit-Gedächtnisses ablaufen: Lernen, Behalten, Reproduzieren, Vergessen.
Um das Vergessen zu verhindern, sollte man stets versuchen, die Informationen „frisch“ zu halten, Stichwort Lebenslanges Lernen!
Der geistige Papierkorb
Doch nicht jedes Vergessen ist gleichzustellen mit einem Verlust. Das Gehirn kann und muss entscheiden, welche Informationen wichtig sind und damit dauerhaft gespeichert werden müssen. Diejenigen, die als eher unwichtig identifiziert werden, wandern in den „geistigen Papierkorb“. Dieser Vorgang ist sehr wichtig, da es ohne das Vergessen irrelevanter Informationen schnell zu einer Überlastung der Hirnleistung kommen würde.
Es ist somit nicht verwerflich, ja sogar notwendig, Irrelevantes zu vergessen.
Wenn allerdings schöne Erinnerung drohen, langsam zu verschwinden, sollte man etwas dagegen tun. Besonders im Alter verstärkt sich dieses Problem zunehmend, oft sind die Betroffenen ratlos.
Gedächtnis-Hilfe
Zum Einen besteht die Möglichkeit darin, aktiv zu lernen oder sich an alles, was man nicht in Vergessenheit geraten lassen will, aktiv zu erinnern.

Das kann auf die Dauer natürlich anstrengend werden. Unterstützung für das Gehirn liefern dabei pflanzliche Helfer, Wirkstoffe aus der Natur. Ein Beispiel hierfür ist das Extrakt des Ginkgo Biloba. Dieses fördert die Versorgung des Gehirns mit wichtigen Vitalstoffen und sorgt somit dafür, dass die Prozesse reibungsloser ablaufen können.
Das Ginkgo-Extrakt wirkt aufgrund seiner Inhaltsstoffe vorrangig durchblutungsfördernd. Dadurch werden zugleich positive Effekte in Bezug auf den Sauerstoffhaushalt und die Energieversorgung der Zellen erzielt. Da somit der Sauerstoff über das Blut schneller ins Gehirn gelangt, wird dem Ginkgo Extrakt eine leistungssteigernde Wirkung nachgesagt, und unter anderem bei leichten Konzentrations- und Gedächtnis-Störungen eingesetzt.
So soll sich die mentale Leistungsfähigkeit steigern lassen und ein verbessertes Konzentrationsvermögen erreicht werden. Dies wirkt sich auch auf die Stimmungslage aus, die nachhaltig verbessert wird.