Erwachsene erkranken in Deutschland durchschnittlich 2-3 mal im Jahr an einem grippalen Infekt.

Informieren Sie sich jetzt über Ursachen, Symptome und Prävention!

Erkältung, Erkältungskrankheiten,
grippaler Infekt

Frau liegt im Bett. Neben ihr viele Medikamente.

Die Erkältung oder die Erkältungskrankheit gehört zu den häufigsten Virusinfektionen beim Menschen überhaupt. Umgangssprachlich wird der grippale Infekt, der eine durch Viren hervorgerufene Infektionskrankheit ist, als Erkältung oder Erkältungskrankheit beschrieben. Bei der Erkältung kommt es zu Halsschmerzen (mit Heiserkeit), Husten, Schnupfen, Rachenentzündung, Angina (Mandelentzündung) und Halsentzündung.

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Bei der Erkältung kommt es oft zu Kopfschmerzen und Gliederschmerzen. Aber nicht bei jedem Menschen sind die Beschwerden gleich stark ausgeprägt. Fast alle Erkälteten haben aber Schnupfen, Halsentzündung, Rachenentzündung und Halsschmerzen. "Vorbeugen ist besser als heilen", ist die Devise auch bei der Erkältung (grippaler Infekt). Die Erkältung darf nicht mit schweren Infektionskrankheiten der Atemwege durch Bakterien oder Viren verwechselt werden. Auch wenn es keine Impfung gegen normale Virus-Erkältungen gibt, ist so manches Kraut dagegen gewachsen. So gibt es beispielsweise die Möglichkeit, sich bei viral übertragenen Erkältungen schon vor der Ansteckung selbst zu schützen. Aber auch wenn es bereits zu Erkältungs-Beschwerden gekommen ist, lässt sich die weitere Verschlimmerung zum Beispiel durch Infektblocker aufhalten. Außerdem gibt es viele wirkungsvolle Hausmittel bei Erkältungskrankheiten, die wir Ihnen vorstellen möchten (Hausmittel bei Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Halsentzündung, Rachenentzündung und Heiserkeit).

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Übersicht

 

Volkskrankheit Nummer eins: die Erkältung

Die Erkältung (grippaler Infekt) ist die Volkskrankheit Nummer eins in Deutschland. Erwachsene erkranken in Deutschland durchschnittlich zwei- oder dreimal im Jahr an einem grippalen Infekt (Erkältung). Bei Kleinkindern kann es bis zu 13 grippalen Infekten im Jahr kommen. Kleinkinder bekommen insgesamt am häufigsten eine Erkältung. Oftmals werden die Begriffe Erkältung, Erkältungskrankheit oder grippaler Infekt mit anderen schweren Viruserkrankungen der Atemwege in einen Topf geworfen. Dies ist fachlich nicht richtig, und sollte vermieden werden. Am einfachsten dadurch, dass eine Erkältung oder Erkältungskrankheit nicht grippaler Infekt genannt wird und so Verwechslungen ausgeschlossen werden.

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Erkältungssymptome

Die Symptome der durch die Viren ausgelösten grippalen Erkrankung wie Husten, erhöhte Schleimbildung (Schnupfen) und das Niesen ermöglichen es den Erkältungsviren, zu einem neuen Wirt zu kommen und bei diesem eine Erkältung auszulösen. Auch Halsschmerzen, Heiserkeit, Halskratzen, Halsentzündung, Rachenentzündung und Mandelentzündung (Angina) gehören zu den häufigen Beschwerden bei einer Erkältung.

 

Ein grippaler Infekt bricht erst Tage nach der Infektion aus

Es kommt nach der Virusinfektion nicht sofort zu Halsentzündung, Heiserkeit, Schnupfen, Husten und Co. Die Inkubationszeit bei der Infektion mit Viren, die grippale Infekte hervorrufen, dauert zwei bis acht Tage. Danach kommt es zum Ausbruch der Erkältung. Der grippale Infekt dauert meist ein bis zwei Wochen. Nach dem Abklingen der Erkältungssymptome wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen, Halsentzündung und Rachenentzündung, die oft von Angina (Mandelentzündung) begleitet ist, scheiden die Infizierten noch einige Tage Viren aus und stellen ein Infektionsrisiko für andere Menschen dar.

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Jährlich mehrfache Erkältungen schützen vor schweren Infektionen

Nicht nur viele Betroffene, auch die Naturheilkundler fragen sich, ob eine Krankheit manchmal nicht auch einen tieferen Sinn hat. Bei den viralen Erkältungskrankheiten (Schnupfen, grippaler Infekt) gibt es mindestens einen biologischen Erklärungsversuch, warum wir Menschen es bis heute nicht geschafft haben, mit dieser so überaus lästigen Ansteckungskrankheit ein für allemal fertig zu werden. Erkältungen könnten nämlich – abgesehen von der natürlich wichtigen Virenabwehr – ein biologisch sinnvolles Trainingsprogramm für das Abwehrsystem des Körpers sein. Und darüber sollten wir froh sein: Bei nur recht geringen Beschwerden und fehlenden Organ-Schäden durch die Erkrankung wird jedesmal das Immunsystem erheblich stimuliert. Diese Stimulation ohne Risiko macht uns aber fitter, andere, gefährlichere Erreger abzuwehren. Und, mal ehrlich, jede Erkältungskrankheit gibt uns auch die Chance, wenigstens teilweise aus dem Alltagsstreß auszubrechen, ein wenig zur Ruhe zu kommen und Körper und Seele etwas von der Erholung zu geben, die sie so dringend benötigen.

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Typische Beschwerden bei grippalen Infekten

Beschwerden
(Symptome)
Erkältung
(grippaler Infekt)
Verlauf langsame Verschlechterung
Kopfschmerzen dumpfe bis leichte Kopfschmerzen
Schnupfen oft Niesen, laufende oder verstopfte Nase
Fieber meist gering (erhöhte Temperatur, selten hohes Fieber)
Gliederschmerzen geringe Gliederschmerzen (Anzeichen von steigendem Fieber)
Kopfschmerzen leichte bis stärkere Kopfschmerzen
Husten geringer Hustenreiz, außer bei Kehlkopf-Entzündung
Halsschmerzen oft Halskratzen, Halsentzündung, Angina (Mandelentzündung), Rachenentzündung und Heiserkeit
Müdigkeit Abgeschlagenheit
Erkrankungsdauer einige Tage (selten länger als ein bis zwei Wochen)

Hinweise: In jedem Fall ist bei erheblicher Symptomverschlechterung bei der Erkältung ein Arztbesuch empfohlen! Hausmittel reichen dann bei der Erkältung nicht mehr aus.

 

Die Erkältung hat nichts mit Kälte zu tun

Die Bezeichnung "Erkältung", die in der Regel umgangssprachlich für die grippalen Infekte verwendet wird, ist nicht schlüssig, denn allein durch Kälte (Auskühlung des Körpers) kommt es nicht zum grippalen Infekt. Kälte allein kann keine Erkältung hervorrufen. Früher wurde die Erkältung oft auch als Katarrh bezeichnet (griech. katarrhein = herausfließen). Ursachen von Erkältungskrankheiten und grippalen Infekten sind immer krankmachende Erreger (Viren).

Die Erkältung beginnt meist mit Niesen, Kratzen in der Nase und einer Halsentzündung

Erste Symptome einer Erkältung sind bei vielen Menschen das "Frösteln". Kälte macht den Organismus empfindlicher und Viruserkrankungen wie der grippale Infekt werden begünstigt. Zu Beginn der Erkältung kommt es bei den meisten Menschen zu Kratzen im Hals und Halsschmerzen. Bei anderen kann auch Kratzen in der Nase oder häufiges Niesen ein Anzeichen für eine beginnende Erkältung sein. Jetzt können beispielsweise Infektblocker eingenommen werden, um eine Verschlimmerung der Erkältung zu vermeiden.

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Erkältungs-Prävention: Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf, Streß-Vermeidung und Sonnenschein

Wissenschaftliche Erkenntnisse weisen darauf hin, dass auch die Versorgung des Körpers mit Vitaminen, Mineral- und anderen Vitalstoffen einen bedeutenden Einfluss auf die Abwehrkräfte hat. Bei einer optimalen Vitalstoffversorgung kann der Körper die Erkältungsviren besser abwehren. Es ist sinnvoll, im Herbst, Winter und Frühjahr das Immunsystem besonders aufzubauen, um sich vor einer Erkältung zu schützen. Unter Vitamin-D-Mangel kommt es nicht nur häufiger zur Osteoporose, sondern auch zu einer mangelhaften Infektabwehr gegenüber Erkältungsviren. Die Vitamin-D-Versorgung kann durch eine Veränderung der Ernährungsgewohnheiten, den Verzehr von mit Vitamin D angereicherten Produkten sowie die ausreichende Sonneneinstrahlung erreicht werden. Der menschliche Körper ist in der Lage, unter der Einstrahlung von Sonnenlicht auf die Haut Vitamin D selbst herzustellen. Vitamin D ist nach neuesten Einsichten eines der für die Abwehr wichtigsten Vitamine. Eine optimale Vitamin-D-Versorgung vermindert die Gefahr, einen grippalen Infekt zu erleiden.

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Vitamin C: Fraglicher Erkältungsschutz

Die Studien zur Stärkung der Abwehrkräfte durch Vitamin C (Askorbinsäure) sind weit weniger eindeutig. Es gibt nur wenige Studien, die beweisen, dass isoliertes Vitamin C vor Erkältungskrankheiten schützen kann. Als Bestandteil einer vollwertigen, gemüse- und obst-reichen Ernährung könnte dies jedoch anders sein. Demgegenüber hat die optimale Versorgung mit Zink eine präventive Wirkung und kann effektiv vor der Erkältung schützen. Gleiches gilt auch für Probiotika. Trotzdem ist es sinnvoll, auf eine optimale Vitamin-C-Zufuhr über die Ernährung zu achten, da dieses wasserlösliche Vitamin lebenswichtig und für viele Prozesse im menschlichen Organismus erforderlich ist.

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Schlaf und Immunsystem

„Schlaf’ Dich gesund“, wird oft empfohlen. Dies drückt die alte Volksweisheit, dass Schlaf bei vielen Erkrankungen die Heilung unterstützt. Warum dies so ist, ist wissenschaftlich erforscht: Gerade die Funktionen des Immunsystems werden durch ausreichende Ruhephasen in einem stressigen Alltag und vor allem durch altersentsprechend ausreichenden Schlaf gefördert. Dies liegt einfach an einer Umverteilung von Ressourcen im Körper: Bei Belastung (Infektionsgefahr, Erkältung, chronische Krankheit) kann sich das Immunsystem bei Ruhe besser erholen und seine Kräfte sammeln (das heißt zum Beispiel Abwehrstoffe bilden). Dies bedeutet: Schlaf ist eine Voraussetzung für eine in Erkältungszeiten verbesserte Abwehr (Vorbeugung), aber auch Element jeder Infektionsbehandlung (Therapie). Das gleiche gilt für Verringerung von übermäßigem Stress jeder Art. Sei es in Beruf oder Familie: Ein Zuviel an Stress verringert, wie viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, die Fähigkeit, Krankheitserregern optimal abzuwehren oder zu bekämpfen. Deshalb können zum Beispiel Entspannungstherapien wie „Autogenes Training“ auch infektionsabwehrend wirken.

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Darm: Das Zentralorgan der Abwehr

Die als Darmflora bezeichnete „Gesamtheit unserer natürlich vorkommenden Darm-Bakterien“ ist eine der wichtigsten Säulen der menschlichen Abwehrkraft. Wer nicht krank werden möchte, sollte auf eine gesunde Darmflora achten. Diese besteht aus Milliarden von Bakterien. Rund 75 Prozent der Abwehrkraft stecken sozusagen in der Darmflora. Um die Darmflora zum Schutzschild gegenüber Infektionen zu machen, könnte neben einer gesunden Ernährung und Darmaktivität die Zufuhr probiotisch wirksamer Mikroorganismen („Probiotika“) vorübergehend wirksam sein, wie Untersuchungen der letzten Jahre zeigen. Andere, von vielen Menschen gerne genutzte Möglichkeiten zur Stimulation des Abwehrsystems sind spezielle Pflanzenextrakte, zum Beispiel aus Sonnenhut, oder homöopathische Mittel. Bei letzteren fehlt allerdings der Wirksamkeitsbeleg mit herkömmlichen wissenschaftlichen Untersuchungen.

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Die besten Tipps zur Stärkung der Abwehrkräfte

  • Gesunde ausgewogene Ernährungsweise, keine Mangel-Diäten
  • Täglich fünf Portionen Gemüse und Frischobst (mindestens 750 Gramm täglich)
  • Ausreichender Schlaf
  • Ausreichende Vitamin-D-Zufuhr mit der Ernährung. Regelmäßiger Aufenthalt im Freien, am besten bei Sonnenschein, zur Förderung der körpereigenen Vitamin-D-Synthese
  • Stressvermeidung (Stress schwächt die Abwehrkräfte)
  • Ausreichende Ballaststoffzufuhr und genügend Trinken
  • Hausmittel und Therapie zur Behandlung der Erkältung

Ist es trotz Prophylaxe zum grippalen Infekt gekommen, sollte dem Körper Ruhe gegönnt werden, damit die Erkältung möglichst rasch abklingt. Der Körper braucht Ruhe, um besser gegen den viralen Infekt kämpfen zu können. Es ist sinnvoll, sich ins Bett zu legen und sich hier viel Ruhe zu gönnen. In jedem Falle sollte es ausreichend warm sein. Bei Husten und Schnupfen ist es erforderlich, reichlich Flüssigkeit aufzunehmen. Ideal sind viel stilles Mineralwasser, schwarzer Tee und verdünnte Fruchtsäfte. Durch reichliches Trinken wird der Flüssigkeitsverlust durch vermehrtes Schwitzen, die erhöhte Atemarbeit und den Verlust von Nasenflüssigkeit und Tränenflüssigkeit ausgeglichen und der Schleim flüssig gehalten.

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