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Keine Erkältung ohne Schnupfen (Rhinitis)
Die Erkältung wird vom Schnupfen, den der Arzt als Rhinitis bezeichnet, begleitet. Exakt handelt es sich dabei um eine von Viren hervorgerufene akute Nasen-Schleimhaut-Entzündung (Rhinitis acuta) - den gewöhnlichen Schnupfen. Praktisch jeder Mensch hat mindestens einmal im Jahr Schnupfen im Rahmen einer Erkältung. Das Brennen und Kribbeln in der Nase ist das klassische Anzeichen für den bevorstehenden grippalen Infekt. Unter Schnupfen versteht man in Bezug auf die Erkältung eine verstärkte Schleimbildung in der Nase, die durch eine Entzündung der Nasenschleimhaut verursacht wird und zum Bild des grippalen Infektes gehört. Rhinitis ist ein griechisches Kunstwort, das sich aus rhis für Nase und itis für Entzündung zusammensetzt. Die Bezeichnung „Nasenkatarrh" für den Schnupfen ist heute nicht mehr üblich. Am häufigsten tritt Schnupfen bei einer Erkältung auf.
Rhinoviren verursachen den Schnupfen
Der Schnupfen ist ein relativ harmloser Virusinfekt, der durch eine Vielzahl unterschiedlicher Viren - die vor allem zur Gruppe der Rhinoviren und Adenoviren gehören - ausgelöst wird. Hauptmerkmal des Schnupfens ist die laufende und verstopfte Nase. Beim Schnupfen kommt es zum Anschwellen der Nasenschleimhaut. Dadurch wird die Atmung behindert. Insgesamt sind rund 200 Schnupfenviren bekannt, die Auslöser der viralen Rhinitis (gewöhnlicher Schnupfen) sind. Zu den Schnupfenviren gehören aber auch das Poliovirus und die drei Subtypen des Influenzavirus.
Mit dem Schnupfen beginnt die Erkältung
In vielen Fällen beginnt die Erkältung mit einer Rhinitis. Der Erkältungsschnupfen verschwindet in der Regel nach sieben Tagen. Eine Impfung gegen den Schnupfen gibt es bisher nicht. Eine Schnupfenimpfung ist momentan auch vor dem Hintergrund, dass es 200 verschiedene Schnupfenviren gibt, nicht vorstellbar. Die Zeit zwischen der Infektion mit den Schnupfenviren und dem Auftreten der ersten Symptome - dies bezeichnet der Arzt als Inkubationszeit - beträgt beim Schnupfen (akute Rhinitis) zwischen wenigen Stunden und einigen Tagen. Die ersten Beschwerden eines Schnupfens sind meist Niesen und Brennen in der Nase, danach beginnen die Absonderung von dick- oder dünnflüssigem Sekret und die zunehmende Schwellung der Nasenschleimhaut mit Erschwerung der Nasenatmung.
Schnupfen, Husten, Halsentzündung und Co effektiv behandeln
Bei Schnupfen und Husten ist es sinnvoll zu inhalieren. Die Inhalationen können helfen, die Schleimhäute anzufeuchten, den Schleim zu verflüssigen und so die Nasenhöhlen besser vom Schleim zu befreien. Auch Halsschmerzen, Halskratzen, Halsentzündung und Rachenentzündung sowie Husten können durch die Anfeuchtung gelindert werden. Bei Schnupfen kommt es zu Atemschwierigkeiten, die auf die Schwellung der Nasenschleimhäute zurückzuführen sind. Außerdem macht der Schleim das Atmen schwierig. Es gibt eine Reihe von abschwellend wirksamen Nasensprays. Bei Schnupfen sollten Nasensprays aber nur wenige Tage angewendet werden, da es sonst zur Abhängigkeit kommen kann. Außerdem trocknet eine Reihe von Nasensprays die Nasenschleimhaut aus.
Schnupfenbehandlung
Nasensprays sind in der Lage, die Schwellung der Nasenschleimhaut (führt zur verstopfter Nase) kurzfristig zu verringern und damit die Nasenatmung zu erleichtern. Die Schnupfen-Heilung fördern sie nicht. Regelmäßiges Durchspülen mit Salzlösung als Nasendusche kann die Anfälligkeit für Schnupfen-Erkrankungen senken. Das trifft besonders zu, wenn die salzhaltige Spüllösung der Nasendusche, die man preiswert in Apotheken und Drogerien erwerben kann, zum Beispiel mit einem heilenden Extrakt der Zistrose angereichert ist. Eine Nasenspülung, die oft als Nasendusche bezeichnet wird, ist das Einbringen einer Flüssigkeit in den Nasenraum. Durch die optimale Kopfhaltung kann die Flüssigkeit in das eine Nasenloch mit der Nasendusche eingeleitet und durch das andere Nasenloch wieder ausgeleitet werden. Viele Menschen glauben, dass die Nasendusche zur Vorbeugung und Behandlung des Schnupfens ein Hausmittel sei, das einer wissenschaftlichen Prüfung nicht genügt. Das ist aber nicht so, denn die Nasendusche kann ihre Wirksamkeit in der Vorbeugung und Behandlung der akuten Rhinitis (Schnupfen) auch wissenschaftlich nachweisen. Die wichtigste Indikation zur Nasendusche ist tatsächlich die Erkältung mit Schnupfen. Die Nasendusche führt nicht nur bei Kindern in der Akutphase des Schnupfens zur Verminderung der Schwellung der Nasenschleimhaut. Sie ist auch gut zur Prophylaxe (Vorbeugung) der Erkältung mit Schnupfen geeignet und in einer Studie zeigt sich, dass eine dann doch eintretende Erkältung rascher abheilt als ohne vorherige Nasendusche.
