Harnsäure Steine oder Harnsteine sind Kristalle.

Bis zu 5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland erkranken im Laufe Ihres Lebens ein- oder mehrmals an Harnsteinen. Jährlich sind es sogar ca. 0.5% der Bevölkerung, die sich akut Harnsteine zuziehen. Studien zufolge sind Frauen seltener als Männer betroffen. Während die häufigsten Ersterkrankungen bei Männern im Alter von durchschnittlich 40 Jahren auftreten, erkranken Frauen im Durchschnitt 10 Jahre früher.

Entstehung von Harnsteinen

Ein Harnstein entsteht, wenn Salze aus dem Harn durch hohe Konzentration ausfallen und mehrere Kristalle sich zu einem Steinkern zusammen lagern. Ein Harnstein kann dabei so klein wie ein Getreidekorn sein, aber auch hühnereigroß oder auch noch größer werden.

Am häufigsten werden Kalziumoxalat-Steine (ca.75%) gebildet, gefolgt von Harnsäure-Steinen (ca.12%) und Phosphat- Steinen (ca.12%). Etwa 97% aller Steine lagern sich in den Nieren und in den Harnleitern ab. In Abhängigkeit der Steinzusammensetzung bilden Patienten ohne Vorsorgemaßnahmen meist erneut Steine, die Rezidivrate (Rückfallrate) beträgt je nach Studie 50 – 100%.

Woran erkennen Sie, ob Sie Harnsteine haben?

Whewelit-Stein zeichnet sich durch eine langsame Entstehung in schwach übersättigtem Harn aus.

Harnsteine können Beschwerden auslösen, die sich in leichte kaum spürbare bis zu sehr starken Schmerzen (Koliken) einteilen lassen. Nicht jeder Harnstein löst jedoch gleich Koliken aus, so dass kleinere Ablagerungen anfangs oftmals nicht bemerkt werden. Obwohl die meisten Steine nicht sehr groß sind, verursachen sie wegen ihrer scharfkantigen Kristallstruktur erhebliche Schmerzen. Gelangt ein Stein von der Niere in den Harnleiter, versucht dieser ihn auszustoßen. Es kommt schließlich zu plötzlich einsetzenden und wiederholenden Krämpfen (Koliken). Je nachdem wo der Stein sitzt, strahlen die Schmerzen in den Rücken, die Leisten, die Oberschenkel sowie bis in die Genitalien aus. Übelkeit und Erbrechen während einer Kolik sind dann quälende Begleiterscheinungen. In jedem Fall ist eine Abklärung durch einen Arzt erforderlich.

Harnstein ist nicht immer gleich Harnstein.

Harnsteine gehen häufig spontan beim Harnlassen ab. Für die Bestimmung der Ursachen der Steinbildung ist somit die Kenntnis der Zusammensetzung der Harnsteine von großer Bedeutung. Jeder Harnstein sollte genau analysiert werden. Um abgegangene Steine zu finden, sollten Sie sämtlichen Urin filtern. Lassen Sie Ihre Harnsteine in jedem Fall anschließend analysieren und halten Sie sich an die Therapieempfehlung Ihres Urologen!

Wie können Sie Harnsteine verhindern?

Empfohlende Maßnahmen zur Verhinderung einer erneuten Steinbildung sind:

  • regelmäßige sportliche Betätigung wie Radfahren, Gartenarbeit, auch Treppensteigen und Spazieren gehen
  • eine gesunde, abwechslungsreiche und nicht übermäßig eiweißhaltige Ernährung
  • Gewichtsnormalisierung
  • ausreichendes Trinken (2,5 bis 3 l am Tag)

Weitere steinspezifische Ernährungsempfehlungen können vom Blemaren-Service esparma angefordert werden.

Testen Sie Ihren Urin pH-Wert mit Blemastrip! Ein konstant niedriger Urin pH Wert von unter 5,8 ist ein typisches Merkmal der Harnsäurestein-Patienten.

Der Test mit Blemastrip ist ganz einfach und ermöglicht eine sofortige Feststellung des Harn-pH-Wertes. Blemastrip ist in jeder Apotheke erhältlich.

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