Behandlungsmöglichkeiten bei Unfruchtbarkeit

Die Diagnose Unfruchtbarkeit trifft in Deutschland über 2 Millionen Paare - Tendenz steigend

Jetzt gibt es Hoffnung

Künstliche Befruchtung und ihre Kosten

Darstellung einer künstlichen Befruchtung

Wenn eine Behandlung mit Fruchtbarkeit steigernden Mitteln, zum Beispiel PROfertil®, nicht zum gewünschten Erfolg führt, bleibt für viele Paare nur der Schritt einer künstlichen Befruchtung. Bei den gängigsten Methoden der künstlichen Befruchtung wie der Insemination oder der In-vitro-Fertilisation (IVF) sind möglichst gesunde und bewegliche Spermien Voraussetzung. Im folgenden Abschnitt wird verdeutlicht, mit welchen Kosten Sie bei den unterschiedlichen Methoden der künstlichen Befruchtung rechnen sollten.

Kostenübernahme künstliche Befruchtung

Ab 2004 übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen 50 Prozent der Kosten für maximal drei Versuche. Rechtsgrundlage ist § 27a Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V). Privatversicherungen hingegen übernehmen die vollen Kosten.

Voraussetzungen zur Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen für medizinische Maßnahmen zur Herbeiführung einer Schwangerschaft (Insemination, In-vitro-Fertilisation mit Embryotransfer) sind:

  • Herkömmliche Behandlungsmaßnahmen, wie alleinige hormonelle Stimulation oder eine Fertilisationsoperation sind bereits ohne Erfolg geblieben.
  • Es besteht eine hinreichende Aussicht, dass durch diese Maßnahmen eine Schwangerschaft herbeigeführt werden kann.
  • Es dürfen ausschließlich Eizellen der Ehefrau verwendet werden.
  • Die Versicherten müssen das 25. Lebensjahr vollendet haben.
  • Frauen dürfen das 40. und Männer das 50. Lebensjahr noch nicht vollendet haben.

Kosten einer künstlichen Befruchtung

Insemination, In-vitro-Fertilisation (IVF), Intracytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI)

Bezeichnung Gesetzliche Krankenkasse Private Krankenkasse (zugesagte Übernahme) Private Übernahme der Kosten
Insemination ohne Stimulation 59,12 € 400,00-800,00 € 200,00-600,00 €
Insemination mit Stimulation 81,41 € 400,00-800,00 € 200,00-600,00 €
In-vitro-Fertilisation (IVF) inkl. Embryotransfer 512,09 € 2.000,00-3.500,00 € 1.500,00-2.500,00 € (je nach Eizellenanzahl)
Intracytop-lasmatische Spermieninjektion (ICSI) inkl. Embryotransfer 689,54 € 4.500,00-7.500,00 € 2.500,00-3.500,00 € (je nach Eizellenanzahl)
Anästhesiekosten 158,00 € 500,00 € 290,00 €

Eigenleistungen

Bezeichnung Kosten
Eigenanteil Medikamente ca. 100,00 bis 1.000,00 € pro Versuch
Kryokonservierung von Eizellen 480,00 €
Lagerungskosten für befruchtete Eizellen 100,00 €
Kryokonservierung von Spermien 450,00 €
Kryo-Transfer-Zyklus inkl. Medikamente 300,00-400,00 €

Wie Sie sehen, handelt es sich um recht kostenintensive und langwierige Behandlungen, deren Erfolgsquote Sie durch die Einnahme von PROfertil® verbessern können.

Hinweise und Quellen

Die Angaben für Privatzahler basieren auf allgemeinen Verrechnungssätzen für Kunden von Kinderwunschzentren.

Quellen: GOÄ, DRG-Katalog 2009, Informationsblatt der GKVen zu gesetzl. Neuregelungen

Insemination - künstliche Befruchtung

Bei schlechter Spermienqualität und eingeschränkter Beweglichkeit der Spermien, und wenn eine Behandlung mit Fruchtbarkeit steigernden Mitteln, zum Beispiel PROfertil®, nicht zum gewünschten Erfolg führt, kann eine Insemination sinnvoll sein. Hierbei wird die Samenflüssigkeit des Mannes mit Hilfmitteln direkt in den Genitaltrakt der Frau eingebracht, um die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen Befruchtung zu erhöhen. Es gibt verschiedene Formen der Insemination:

  • Kappeninsemination: Platzierung einer Kappe mit Spermien vor dem Muttermund
  • Intrazervikale Insemination (ICI): Einspritzen der Spermien in den Gebärmutterhals
  • Intrauterine Insemination (IUI): Einspritzen der Spermien in die Gebärmutter
  • Intratubare Insemination (ITI): Einspritzen der Spermien in den Eileiter

Die Insemination erfolgt nach dem Eisprung (Ovulation). Oft geht der Insemination eine Hormonbehandlung der Frau voraus, die die Reifung der Eizellen in den Eierstöcken zusätzlich stimuliert.

IVF (In-vitro-Fertilisation) - künstliche Befruchtung

IVF ist die Abkürzung für In-vitro-Fertilisation, der künstlichen Befruchtung "in vitro", im Reagenzglas. Sie sollte nicht verwechselt werden mit der reinen Insemination, bei der lediglich die Samenflüssigkeit des Mannes künstlich in die Gebärmutter der Frau eingebracht wird. Bei der IVF werden im Gegensatz zur Insemination nach dem Eisprung (Ovulation) Eizellen aus den Eierstöcken der Frau entnommen und in vitro mit der Samenflüssigkeit des Mannes zusammen gebracht.

Zu dieser Methode der künstlichen Befruchtung gehört meistens auch eine Hormonbehandlung der Frau im Voraus. Diese hat den Zweck, die Reifung von Eizellen in den Eierstöcken zu stimulieren, um möglichst mehrere befruchtungsfähige Eizellen entnehmen zu können. Nach dem Eisprung (Ovulation) werden Eizellen aus dem Eierstock entnommen und in vitro im Reagenzglas mit Samelnzellen des Mannes zusammengebracht. Hierfür wird frische Samenflüssigkeit benötigt, die in der Regel am Tag der Eizellentnahme vom Partner abgegeben wird.

Mit dem Mikroskop wird überprüft, ob die künstliche Befruchtung mittels IVF erfolgreich war und ein Embryo entstanden ist. Wenn Spermium und Eizelle erfolgreich verschmolzen sind erkennt man dies an den zwei Vorkernen in der befruchteten Eizelle. Bei mehreren entstandenen Embryonen besteht die Möglichkeit, diese für weitere Versuche der künstlichen Befruchtung einzufrieren und bis zu zwei Jahre aufzubewahren.

Wenn die In-vitro-Fertilisation (IVF) erfolgreich war und die Eizelle befruchtet wurde wird der Embryo in die Gebärmutter eingebracht. Dies geschieht wenige Tage nach der in vitro Befruchtung. Nun kann sich der Embryo in der Gebärmutter einnisten. Um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen werden nach einer IVF meistens zwei oder drei der Embryonen in die Gebärmutter eingebracht. Dadurch erhöht sich ebenfalls die Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft. Ob die IVF erfolgreich war und zu einer Schwangerschaft geführt hat kann nach etwa 14 Tagen festgestellt werden.

ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion) - künstliche Befruchtung

Eine ICSI wird meist dann durchgeführt, wenn vorherige Versuche einer Insemination oder einer IVF (In-Vitro-Fertilisation) erfolglos blieben. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die Spermienqualität und Beweglichkeit der Spermien schlecht ist. In diesem Fall wird durch eine ICSI (Intracytoplasmatische Spermieninjektion) eine Samenzelle mittels einer Kanüle im Reagenzglas (in vitro) direkt in das Zytoplasma einer zuvor entnommenen Eizelle eingebracht. Es ist möglich, dass das Ejakulat das Mannes keine Spermien enthält. Dann werden Samenzellen direkt aus den Hoden oder Nebenhoden entnommen. Wurde die Eizelle durch die ICSI mit Erfolg befruchtet und ist ein Embryo entstanden, wird dieser Embryo wie bei der IVF in die Gebärmutter eingebracht um sich dort einzunisten. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass eine ICSI Erfolg hat und zu einer Schwangerschaft führt.