Expertentipps von Dr. Burghart

Was tun bei akuten oder chronischen Rückenschmerzen? Eine Kernfrage für Betroffene

Rückenschmerzen richtig behandeln

Expertentipps

Erfahrungsaustausch ist nicht nur auf die Seite der Betroffenen beschränkt. Oft ist es auch hilfreich, die Meinung oder die Erfahrungen eines Spezialisten abzufragen. Da Rückenschmerzen mittlerweile der zweithäufigste Grund für einen Arztbesuch sind, kann natürlich der Arzt des Vertrauens direkt vor Ort um Rat gefragt werden.

Doch viele Betroffene besuchen erst einen Arzt, wenn alle Hausmittelchen und Maßnahmen der Selbstmedikation erfolglos waren. Deshalb finden Sie an dieser Stelle Tipps des Experten Dr. Christoph Burghart aus München. Er ist Facharzt für Orthopädie und führt an dieser Stelle häufig gestellte Fragen zum Thema Rückenschmerzen aus.

Dies ist ein Angebot von ThermaCare

 

Experten-Meinung: Die gängigen Maßnahmen im Überblick

Dr. Christoph Burghart ist Facharzt für Orthopädie und erklärt Vor- und Nachteile der vier gängigsten Behandlungsmethoden aus Expertensicht:

  1. Bewegung: Der Grundpfeiler

    Bei Rückenschmerzen neigen viele Betroffene dazu, sich erst einmal zu schonen. Aber das ist der falsche Weg. Bewegung ist das wirksamste Mittel, die Schmerzen schnell wieder los zu werden und neuen vorzubeugen. Besonders empfehlenswert: Schwimmen. Das schont die Gelenke und trainiert sowohl Bauch- als auch Rückenmuskulatur.

  2. Wärme: Hausmittel Nr.1 - aber die richtige Wärme muss es sein

    Von meinen Patienten weiß ich: Bei Rückenschmerzen wird als erstes auf verschiedene Hausmittel zurückgegriffen. Besonders beliebt ist Wärme in jeglicher Form: vom Kirschkernkissen über die Wärmflasche bis zu heißen Bädern. Was die meisten nicht wissen: Die Wärme hat häufig weder die richtige Temperatur, noch wird sie lange genug angewendet, um therapeutisch etwas zu bewirken.

  3. Topische Produkte (Salben, Cremes): häufig nur eine oberflächliche Wirkung

    Spezielle Schmerzsalben helfen in den seltensten Fällen und haben dazu manchmal noch unerwünschte Nebenwirkungen. Eingesetzte Wärmesalben z.B. führen lediglich zu einer Mehrdurchblutung der oberen Hautschichten, nicht aber der darunterliegenden Muskulatur, die eigentlich bei einer Verspannung zu behandeln ist. Darüber hinaus kann es dadurch leicht zu Hautreizungen kommen.

  4. Freiverkäufliche Schmerzmittel: Schnelle Wirkung, aber auch ein hohes Nebenwirkungs-Potenzial

    Ein Schmerzmittel kann zu einer schnellen Verbesserung der Symptome führen. Was aber viele dabei vergessen: Die Einnahme von Schmerzmitteln ist nicht frei von Nebenwirkungen. Die gute Alternative: Tiefenwärme. Eine Studie* zeigt, dass der Effekt von Tiefenwärme über acht Stunden ebenso wirksam gegen Rückenschmerzen ist, wie die Einnahme gängiger Schmerzwirkstoffe wie Ibuprofen oder Paracetamol. Ein weiterer Pluspunkt: Die Wärmetherapie ist besonders gut verträglich.

Sein Fazit

Bei ersten Schmerzsignalen oder auch bei anhaltenden Schmerzen ist die Behandlung mit Tiefenwärme eine sehr gute Therapieoption. Wenn die Schmerzen allerdings dauerhaft anhalten oder sich sogar verschlimmern, sollte der Betroffene unbedingt einen Arzt aufsuchen, um schwerere Erkrankungen wie z.B. einen Bandscheibenvorfall auszuschließen.

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