Den Beginn einer Schwangerschaft macht die Befruchtung der Eizelle durch ein Spermium. Die beiden verschmelzenden Zellen enthalten jeweils die Hälfte der Erbinfomationen des Mannes und der Frau. Das Spermium entscheidet über das Geschlecht des Kindes, denn es enthält entweder ein X-Chromosom für ein Mädchen oder ein Y-Chromosom für einen Jungen. Die daraus entstandene entwicklungsfähige Zelle wird Zygote genannt und beinhaltet bereits alle Erbanlagen des Kindes. Diese wandert nun in die Gebärmutter und nistet sich dort ein. Die Produktion des Hormons hCG beginnt um weitere Eisprünge zu verhindern - Die Menstruation bleibt aus.
- 1. SSW - Befruchtung, Verschmelzung (Konjugation) und erste Zellteilungen. Hierbei kann es zu Zwillingsbildung kommen.
- 2. SSW - Die Einnistung in die Gebärmutterwand beginnt. Die Menstruation bleibt aus.
- 3. SSW - Die Einnistung in die Gebärmutterwand ist abgeschlossen. Von nun an kann es nicht mehr zu Zwillingsbildung kommen.
- 4. SSW - Spätestens jetzt wird auffällig, das die Menstruation ausgeblieben ist und die Aufwachtemperatur hoch bleibt. Die Aufwachtemperatur zeigt die Stadien des weiblichen Menstruationszyklus an und spielt bei der natürlichen Familienplanung eine Rolle.
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Im 2. Monat der Schwangerschaft sollte bereits ein Termin beim Gynäkologen eingeholt werden, ein guter Zeitpunkt für eine Ultraschalluntersuchung liegt zwischen der sechsten und neunten Schwangerschaftswoche. Ersparen Sie sich einen verfrühten Gang zum Frauenarzt, somit auch unnötige Verunsicherung, da der Fötus dann deutlich besser erkennbar ist. Aufgrund der Umstellung des Körpers auf die Schwangerschaft ist der zweite Schwangergerschaftsmonat gekennzeichnet von den ersten Schwangerschaftsbeschwerden wie Morgenübelkeit, Brechreiz, Schwangerschaftserbrechen oder gelegentlicher Verstopfung. Ursache ist die Veränderung des Hormonhaushaltes durch das Schwangerschaftshormon hCG. Auch treten häufig Müdigkeit, Heißhungerattacken und starke Stimmungsschwankungen auf. Die Bildung des Fruchtwassers dehnt die Mutterbänder und erzeugt so ein Ziehen in der Leistengegend.
Wegen der Vorbereitung zur Produktion von Muttermilch nehmen die Brüste an Größe zu. Hierbei kann man seine Haut vor Überdehnungsspuren schützen. Heiße Bäder und Duschen sollte man meiden und lieber kalt duschen, denn dies regt die Durchblutung an. Ein gut sitzender BH bietet halt und entlastet die Haut. Regelmäßiges und reichliches eincremen mit einer Feuchtigkeitscreme hält die Haut elastisch.
- 5. SSW - Kopf und Rumpf des Embryos werden erkennbar.
- 6. SSW - Bildung der Wirbelsäule des Embryos.
- 7. SSW - Das Embryo ist jetzt 4-8mm groß, erste Knospen der Gliedmaßen bilden sich, Brust der Mutter beginnt zu wachsen.
- 8. SSW - Das Embryo wächst auf 8-16mm, Finger und Gesichtszüge, sowie Organe bilden sich. Erste Herzaktivität von 140-150 Schlägen pro Minute ist messbar.
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Spätestens im dritten Schwangerschaftsmonat sollte die erste Ultraschalluntersuchung anstehen. Dort wird geprüft, ob der Embryo sicher in der Gebärmutter wächst und nicht etwa eine Eileiterschwangerschaft besteht. Auch eine Zwillingsschwangerschaft kann nun festgestellt werden.
Mit Hilfe des Datums der letzen Menstruation kann auch der reguläre Geburtstermin auf ca. zwei Wochen genau berechnet werden. Bei der ersten Vorsorgeuntersuchung wird der zuständige Arzt auch einen Mutterpass ausstellen, in den bis zur Geburt des Kindes alle wichtigen Daten zur Gesundheit der Mutter und der Zustand sowie voraussichtliche Geburtstermin des Kindes eingetragen werden. Der Mutterpass sollte immer mit sich geführt werden.
Um Schwangerschaftsrisiken abschätzen zu können, wird der betreuende Arzt auch eine Anamnese, das heißt eine Erhebung der Krankengeschichte der Mutter durchführen. Der Konsum von Alkohol, Zigaretten und jeglichen Drogen sollte zum Schutz des Kindes bis nach der Geburt und Stillzeit unbedingt unterlassen werden. Medikamente sollten nur nach Absprache mit dem Arzt eingenommen werden, ebenso Impfungen und Röntgenaufnahmen.
Nach der ersten Voruntersuchung sollte auch der Arbeitgeber informiert werden, um die Vorteile des Mutterschutzes in Anspruch nehmen zu können. Auch sollten größere körperliche Anstrengungen von nun an vermieden werden, um bei einer fragilen Schwangerschaft eine Gebärmutterkontraktion mit Fehlgeburtenrisiko zu vermeiden. Übertrieben ist es jedoch, sich wie bei einer Krankheit zu sehr zu schonen und planen Sie Ihren Alltag genau so, wie Sie sich am Wohlsten fühlen.
Durch die Erhöhung der Blutmenge von 5 auf 6,5 Liter steigt der Puls der Mutter und die allgemeine körperliche Leistungsfähigkeit nimmt ab. In dieser Phase treten als Beschwerden häufig eine verstopfte Nase und Nasen- oder Zahnfleischbluten auf. Durch den angehobenen Progesteronspiegel werden die Muskeln entspannt, was neben dem erhöhtem Stoffwechsel und der ständigen Erneuerung des Fruchtwassers zu häufigerem Harndrang führt.
Der Embryo beginnt nun sich reflexartig zu bewegen, für die Schwangere ist dies jedoch noch nicht spürbar. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung ist empfehlenswert, gerade leichte, gut verdauliche Mahzeiten sollten bevorzugt werden. Durchschnittlich benötigt der Körper einer Schwangeren jedoch nur ca. 10% mehr Energie, es muss also nicht "für zwei" gegessen werden. Wichtig ist jedoch eine deutlich erhöhte Versorgung mit Mineral und Nährstoffen, so wie Vitaminen und Aminosäuren. Auch sollten 2-3 Liter pro Tag getrunken werden, um die Nierenfunktion zu unterstützen.
- 9. SSW - Ausbildung von Zähnen und Nase des Embryos.
- 10. SSW - Ohrmuscheln bilden sich aus und die Netzhautpigmentierung beginnt.
- 11. SSW - Die Milchzähne knospen. Die Augen sind zunächst offen, dann bilden sich die Augenlieder.
- 12. SSW - Der Fötus ist jetzt 5 cm groß. Die Mutter hat bis dahin bis zu 2 Kilogramm zugenommen.
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