Vorzeitiger Samenerguss – Ursachen, Zahlen & Fakten

Störungen der Ejakulation sind ein Tabuthema. Dabei leiden etwa 20% aller Männer unter Erektionsstörungen.

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Wann Ejakulatio praecox vorliegt und Männer zu früh kommen

Aus Sicht der Medizin liegt ein vorzeitiger Samenerguss (Ejaculatio praecox) dann vor, wenn folgende drei Aspekte zutreffen:

  1. Die Zeit bis zum Samenerguss (Ejakulation) beträgt unter zwei Minuten.
  2. Dem Mann fehlt die Kontrolle über den Zeitpunkt der Ejakulation.
  3. Der Mann empfindet es als belastend, dass er die Ejakulation nicht länger hinauszögern kann. Dies hat negative Auswirkungen auf die Partnerschaft.

Jeder fünfte Mann leidet unter vorzeitigem Samenerguss

Auch wenn sich die meisten betroffenen Männer mit ihrer sexuellen Funktionsstörung allein fühlen, handelt es sich schon fast um eine Volkskrankheit. Der Kontrollverlust über die eigene Ejakulation ist die häufigste sexuelle Funktionsstörung des Mannes: Etwa 20 Prozent aller Männer leiden an vorzeitigem Samenerguss. Dabei kann Ejaculatio praecox Männer jeden Alters betreffen. Bei vielen Männern tritt der vorzeitige Samenerguss bereits ab dem ersten Geschlechtsverkehr auf. Bei anderen stellt sich diese sexuelle Störung erst mit fortschreitendem Alter ein.

Vorzeitiger Samenerguss ist noch vor Erektionsproblemen die sexuelle Funktionsstörung Nummer 1

Störungen der Ejakulation sind ein Tabuthema in unserer Gesellschaft. Dabei betrifft es keineswegs nur eine Minderheit. Etwa 20 Prozent aller Männer leiden unter einer vorzeitigen Ejakulation. Damit sind Ejakulationsstörungen die häufigsten sexuellen Funktionsstörungen bei Männern, noch vor Erektionsproblemen, die bei etwa 10 bis 20 Prozent der Männer auftreten. Betroffene, die „zu früh kommen“, haben meist keine erektile Dysfunktion, also keine Probleme mit der Erektion.

Ähnlich wie bei Erektionsproblemen beschäftigt der vorzeitige Samenerguss die medizinische Forschung seit vielen Jahren. Viele Männer konnten ihre Potenzprobleme in den vergangen Jahren durch die Einnahme einer Tablette lösen, aber auch die medikamentöse Therapie der vorzeitigen Ejakulation ist möglich: Auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse über den Zusammenhang des körpereigenen Botenstoffes Serotonin und dem Ejakulationszeitpunkt wurde eine Therapieoption bei Ejaculatio praecox (vorzeitiger Samenerguss) entwickelt. Jedoch wissen nur 10 Prozent der betroffenen Männer, dass vorzeitiger Samenerguss medizinisch bedingt ist. Auch die Partnerinnen sind nicht richtig informiert: Fast die Hälfte der Frauen glauben, dass gegen vorzeitigen Samenerguss nichts zu machen ist. Aufgrund falscher Annahmen leiden daher viele Betroffene, obwohl eine Behandlung möglich ist.
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Ursachen von Ejakulatio praecox

Was beim Sex passiert

Die Sexualmedizin unterscheidet beim Geschlechtsverkehr vier Phasen:

  1. Optische und/oder manuelle Reize führen zum sexuellen Verlangen.
  2. Der Mann bekommt eine Erektion und führt seinen Penis in die Partnerin ein.
  3. Jetzt beginnt die so genannte Plateauphase, in der der eigentliche Geschlechtsverkehr stattfindet.
  4. Der Mann kommt zum Orgasmus und zur Ejakulation.

Bei Männern, die unter vorzeitigem Samenerguss leiden, ist die Plateauphase deutlich verkürzt. Sie erreichen sehr schnell den "Point-of-no-return", an dem sich der Höhepunkt nicht mehr zurückhalten lässt – der Mann kommt dann zu früh.

Was die Ejakulation auslöst

Bisher vermutete die Wissenschaft hinter dem vorzeitigen Samenerguss bzw. der frühen Ejakulation psychologische und/oder physische Ursachen. Doch neuere wissenschaftliche Erkenntnisse weisen auf eine andere Ursache hin: Die Schlüsselrolle bei der Steuerung der Ejakulation spielt der Botenstoff Serotonin. Im zentralen Nervensystem ist er unter anderem am Schmerzempfinden, an der Gedächtnisleistung, an der Schlafsteuerung oder dem Essverhalten beteiligt. Darüber hinaus beeinflusst Serotonin eine Vielzahl von emotionalen Prozessen, wie Aggression und Angst, aber eben auch die Vorgänge beim Sex.

Bei der Ejakulation ist die Übertragung von sexuellen Reizen, die vom Penis zum Gehirn und wieder zurück geleitet werden, von großer Bedeutung. Geschieht die Wiederaufnahme des Serotonins sehr schnell, bleibt bis zum Orgasmus viel zu wenig Zeit. Hier müsste eigentlich die Plateauphase eintreten, stattdessen kommt es zur Ejakulation.

Sind Sie von vorzeitigem Samenerguss betroffen oder nicht? Unser Test gibt Antwort.

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