Buchstabe Ag - Medizinlexikon (Seite 1 von 1)

Medizinisches Lexikon - A

Ag
1. chem. Symbol für Silber. 2. Abk für Antigen. Mehr zu Ag
Ag-System
menschl. Serumgruppensystem, chem. ein Betalipoprotein. Die meisten Faktoren werden autosomal kodominant vererbt, z. T. in Komplexen bei Kopplung der Genorte. Das A. ist von Bedeutung für populatio... Mehr zu Ag-System
aga
ungeschlechtl. Mehr zu aga
Agalaktie
Fehlen der Milchproduktion bei Wöchnerinnen. Hypogalaktie. Mehr zu Agalaktie
Agammaglobulinämie
humorales Antikörpermangelsyndrom mit X-chromosomal rezessivem Erbgang. Nur bei Jungen auftretender prim. Immundefekt des B-Zellen-Systems mit hochgradiger Hypoplasie der B-abhängigen Zonen der lym... Mehr zu Agammaglobulinämie
Agammaglobulinämie, lymphopenische
schwerer hereditärer prim. Immundefekt des B- u. T-Zellsystems (Schweizer Typ). Hochgradige Hypoplasie des gesamten lymphat. Systems einschl. des Thymus mit ausgeprägtem Mangel an Lymphozyten in Or... Mehr zu Agammaglobulinämie, lymphopenische
Agamogonie
ungeschlechtl. Fortpflanzung durch sexuell nicht differenzierte Fortpflanzungszellen (Agameten), v. a. bei Protozoa (z. B. Kokzidien). Mehr zu Agamogonie
Aganglionose, kongenitale
Fehlen der Ganglienzellen des Plexus myentericus u. submucosus im distalen Dickdarm mitunter auch im ganzen Kolon; führt zu intestinaler Obstruktion infolge beeinträchtigter Darmperistaltik (Hirsch... Mehr zu Aganglionose, kongenitale
Agangliose
kongenitale Aganglionose. Mehr zu Agangliose
Agar-Agar
aus Meeresalgen (Rhodophyceae u. a.) gewonnenes Polysaccharid, dessen aus Galaktose u. 3,6-Anhydrogalaktose bestehende Einheiten 1,3-glykosid. verknüpft sind u. vereinzelt Schwefelsäure in verester... Mehr zu Agar-Agar
Agar-Agar-Ersatzstoffe
ähnl. wie Agar-Agar gelierende Substanzen, z. B. Stärke. Mehr zu Agar-Agar-Ersatzstoffe
Agardiffusionstest
bakt. Untersuchungsmethode für die Bestimmung der Empfindlichkeit von Bakterien gegenüber Chemotherapeutika u. Antibiotika durch Auflegen eines mit dem Therapeutikum getränkten Filtrierpapierscheib... Mehr zu Agardiffusionstest
Agardoppeldiffusionstest
doppelte radiale Immunodiffusion (DRID) nach Ouchterlony. Klass. Verfahren zum Nachweis präzipitierender Antigen-Antikörper-Komplexe nach Geldiffusion (Antigen). In eine Platte von etwa 1%igem Agar... Mehr zu Agardoppeldiffusionstest
Agargel
ein 0,3- bis 1,5%iges, meist mit Barbitalpuffer zubereitetes Gel aus Agar-Agar bzw. seinem Galaktanteil Agarose für die Agargelpräzipitation. Mehr zu Agargel
Agargelelektrophorese
spez. Methode der Trägerelektrophorese (meist als Mikromethode auf Objektträgern ausgeführt). Agar-Agar wird in etwa 1 mm starker Gelschicht auf Objektträger gegossen. Im Startbereich wird die Anal... Mehr zu Agargelelektrophorese
Agargelpräzipitation
in ein Agargel verlegte serol. Präzipitationsreaktion zum Nachweis von Antigenen u. Antikörpern. In vielfältigen Anwendungsformen durchgeführt. Immundiffusion, Immunelektrophorese. Mehr zu Agargelpräzipitation
Agarizinsäure
Antihydrotikum. Mehr zu Agarizinsäure
Agarkulturtechnik
Das Prinzip der Methode beruht auf der Fähigkeit hämatopoet. Stammzellen, unter definierten exp. Bedingungen in Agar o. Methylzellulose Kolonien zu bilden, d. h. zu proliferieren u. sich zu differe... Mehr zu Agarkulturtechnik
Agarose
Hauptbestandteil des Agar-Agar, Kohlenhydrat aus versch. Rotalgenarten. A. ist ein linear aufgebautes Kohlenhydrat mit einem Disaccharid bestehend aus D-Galaktose u. aus 3,6-Anhydro-L-galaktose als... Mehr zu Agarose
Agarosegel
aus gequollener Agarose hergestelltes (meist auf Objektträger gegossenes) Gel. Überwiegende Verwendung als Trennmedium für die semiquantitative Serumeiweißbestimmung bei der Trägerelektrophorese. Mehr zu Agarosegel
Agastrie
extrem seltene Fehlbildung mit Fehlen des Magens. Häufig aber auch syn. für agastrisches Syndrom gebraucht. Mehr zu Agastrie
agastrisch
ohne Magen. Mehr zu agastrisch
AGC
Abk für engl. automatic gain control. Automat. Verstärkungsregelung bei Hörgeräten mittels Verstärker mit gesteuerter Regelung vom Eingang (Mikrophon, AGC-I: Input) o. vom Ausgang (AGC-O: Output). ... Mehr zu AGC
Agenesia patellae congenita
Fehlen der Kniescheibe, Teilsymptom des Nagel-Patella-Syndroms. Mehr zu Agenesia patellae congenita
Agenesie
völliges Fehlen eines Organs infolge nicht vorhandener Organanlage. Extreme Form der Entwicklungshemmung, liegt zeitl. vor der Aplasie. Unterscheidung von der Aplasie notwendig, da z. T. andere Feh... Mehr zu Agenesie
Agenie
angeborenes Fehlen des Unterkiefers. Meist Sympt. der Kiemenbogensyndrome o. der Otozephalie. Oft besteht totale Synotie. Mehr zu Agenie
Agenitalismus
Fehlen der Genitalorgane, z. B. Agonadismus bei Overzier-Syndrom. Mehr zu Agenitalismus
Agens
wirksames Prinzip, wirkendes Mittel, krankheitserregender Faktor. Mehr zu Agens
Agensspezifität
spezif. Wirkung chem. Teratogene. Werden zwei sichere Teratogene in der gleichen Entwicklungsphase bei derselben Versuchstierart angewandt, entstehen differente Fehlbildungsmuster. Erhöhung der Dos... Mehr zu Agensspezifität
Ageusie
Fehlen der Geschmackswahrnehmung. Mehr zu Ageusie
Agglomeration
unspezif. reversible Zusammenballung von (Blut-) Zellen. A. der Erythrozyten bewirkt Geldrollenbildung, A. der neutrophilen Granulozyten: Zusammenballung von Granulozyten (Sludge) durch „Klebrigkei... Mehr zu Agglomeration
Agglomerine
best. Eiweißfraktionen des Blutes, insbes. aus den Globulinfraktionen von Haptoglobin 1–1 u. 2–2, von Cäruloplasmin sowie von Fibrinogen bewirken eine verstärkte Zusammenballung von Blutkörperchen,... Mehr zu Agglomerine
Agglutination
Zusammenballung, Verklebung, Verklumpung von partikulären Antigenen (z. B. Erythrozyten u. Bakterien) durch spezif. Antikörper, die Brücken zwischen den antigenen Determinanten bilden. Die hierbei ... Mehr zu Agglutination
Agglutinationshemmung
Hemmung eines Agglutinationssystems durch ein Antigen. Z. B. kann ein niedermolekulares Hapten seine homologe Determinante vom Antikörper verdrängen u. so die Agglutination hemmen. Hämagglutination... Mehr zu Agglutinationshemmung
Agglutinationslysisversuch
Standardreaktion zum Nachweis von Antikörpern gegen Leptospiren im Patientenserum. Leptospira. Mehr zu Agglutinationslysisversuch
Agglutinationstiter
Verdünnungsstufe eines Immunserums, bei der in der Verdünnungsreihe des Agglutinationsversuchs gerade noch eine Agglutination sichtbar ist. Mehr zu Agglutinationstiter
Agglutinine
Antikörper bzw. Lektine, die mit Oberflächenantigenen von Partikeln (z. B. Erythrozyten, Bakterien) reagieren u. sie spezif. zusammenballen. Konglutinin. Mehr zu Agglutinine
Agglutinogene
Antigene mit der Fähigkeit, den lebenden Organismus zur Bildung von Agglutininen anzuregen. A. sind vornehml. lebende o. tote Bakterien o. Teile von ihnen (z. B. Geißelantigene), aber auch aus Bakt... Mehr zu Agglutinogene
Aggravation
Übertreibung subjektiv o. objektiv vorhandener Krankheitszeichen, um vermehrte Zuwendung o. Vorteile zu erlangen. Von der Simulation zu unterscheiden. Mehr zu Aggravation
Aggravationstest
Sehproben, mit denen ein vorgetäuschter Augenschaden unbemerkt geprüft werden kann. Mehr zu Aggravationstest
Aggregan
zur Gruppe der Proteoglykane gehörende extrazelluläre Matrixsubstanz. Mehr zu Aggregan
Aggregat
Zusammenlagerung von Molekülen, Partikeln o. Zellen in vitro durch physikal. Kräfte, bei Zellen vorwiegend durch spezif. Adhäsionsmoleküle bewirkt. Zelluläre A. können organähnl. Strukturen bilden.... Mehr zu Aggregat
Aggregatio chondrocytica
Zusammenlagerung mehrerer Zellen in einer gemeinsamen Kapsel im Knorpelgewebe. Abb. Mehr zu Aggregatio chondrocytica
Aggregation
unspezif. Zusammenlagerung von Polypeptidketten beim Aussalzen o. bei Denaturieren von Proteinen. Die immer größer werdenden Komplexe (Aggregate) fallen schließl. als Niederschlag aus. Mehr zu Aggregation
Aggregationsbias
Trugschluß, ökologischer. Mehr zu Aggregationsbias
Aggregationshemmer
Acetylsalicylsäure ist imstande, eine erhöhte Aggregation in vitro u. in vivo zu hemmen, wobei der Effekt in wenigen Stunden auftritt u. 2–10 Tage anhält. Der Wirkungsmechanismus ist im einzelnen n... Mehr zu Aggregationshemmer
Aggregatkulturen
unter Ausnutzung der natürl. Tendenz isolierter, bes. embryonaler Zellen zur Aggregation erhaltene organoide Zellkulturen, oft von kugeliger Gestalt (Sphäroide), prakt. erzielt durch nichtadhäsive ... Mehr zu Aggregatkulturen
Aggregatzustand
Zustandsformen der Stoffe. Man unterscheidet drei A.: fest, flüssig, gasförmig. Mehr zu Aggregatzustand
Aggressine
Virulenzfaktoren pathogener Mikroorganismen, die ihre Invasion, Ausbreitung u. Vermehrung im Körper sicherstellen. A. sind invasionsfördernde Exoenzyme (Hyaluronidase, Koagolase, Fibrinolysin, Koll... Mehr zu Aggressine
Aggression
Gedanken, Gefühle u. Handlungen, die sich in einem Angriffsverhalten ausdrücken, das auf andere o. die eigene Person gerichtet sein kann. Die A. wird durch die Frustration eines Bedürfnisses mobili... Mehr zu Aggression
Agitiertheit
psychomotor. Unruhe mit erhöhter Erregbarkeit, z. B. bei endogenen u. organ. Psychosen. Mehr zu Agitiertheit
Aglossie
angeborenes Fehlen der Zunge. Äußerst seltene Fehlbildung, tritt z. B. gemeinsam mit Peromelie, Hand-, Fußdefekten, Mikrogenie (Vogelgesicht), Gaumenspalte u. Minderwuchs auf (oroakrales Syndrom, A... Mehr zu Aglossie
Aglossie-Adaktylie-Syndrom
Fehlbildungssyndrom, möglicherweise Disruptionssequenz (Disruption) infolge intrauteriner Gefäßverschlüsse, genet. Ursache nicht eindeutig nachgewiesen, bisher ausschließl. sporad. Fälle beschriebe... Mehr zu Aglossie-Adaktylie-Syndrom
Aglykon
zuckerfreier Bestandteil eines Glykosids. Mehr zu Aglykon
Agmatoploidie
durch Chromosomenbruch verursachte Form der Pseudoploidie. Mehr zu Agmatoploidie
Agnathie
angeborenes Fehlen eines Kiefers (i. e. S. des Oberkiefers, mitunter für Fehlen des Unterkiefers gebraucht). Tritt meist als Fehlbildungskomplex auf: die Ohren nähern sich der Mittellinie des Halse... Mehr zu Agnathie
Agnathozephalie
Agnathie, Otozephalie. Mehr zu Agnathozephalie
Agnosie
Nichterkennen bei intakter Wahrnehmung. Das mittels Sinnesorgan Wahrgenommene kann nicht mit dem Gedächtnisbesitz in Übereinstimmung gebracht werden. Eigentl. Störung des Wiedererkennens. Begriff d... Mehr zu Agnosie
Agonadismus
Fehlen der Gonaden; Ullrich-Turner-Syndrom. Mehr zu Agonadismus
Agonie
Übergangsphase vom Leben in den Tod mit Dysregulation der Körperfunktionen ohne spontane Umkehrmöglichkeit. Bei Bewußtlosigkeit ist mit (teilweise) erhaltenem Wahrnehmungsvermögen zu rechnen. Betre... Mehr zu Agonie
Agonist
mitwirkender Muskel, Antagonist. Mehr zu Agonist
Agoraphobie
Phobie. Mehr zu Agoraphobie
Agrammatismus
Unfähigkeit, die Sprache nach grammatikal. Regeln zu gebrauchen. Physiol. A.: entwicklungsbedingt bis zum 3. o. 4. Lj. Pathol. A.: grammat. Regeln (Sprechen im Telegrammstil) i. R. der Aphasie, v. ... Mehr zu Agrammatismus
Agranulocytosis infantilis hereditaria
seltene angeborene erbl. Störung der Ausreifung der Granulozytopoese mit Arrest auf der Ebene der Promyelozyten u. Myelozyten; besteht bereits bei der Geburt; autosomal rezessiver Erbgang. Die Gran... Mehr zu Agranulocytosis infantilis hereditaria
Agranulozytose
völliges Fehlen von Granulozyten, schwerste Form einer Neutrozytopenie bzw. einer Granulozytopenie. Mehr zu Agranulozytose
Agraphie
Unfähigkeit zu schreiben; der Aphasie analoge, die Schriftsprache betreffende hirnpatholog. Störung; meist kombiniert mit Aphasie, Alexie u. verwandten Sympt., in versch. Formen vorkommend, z. B. d... Mehr zu Agraphie
Agricola, Georgius
eigentl. Georg Bauer (1494–1555), humanist. Universalgelehrter der Renaissance, Begründer der Mineralogie, Geologie, Bergbau- u. Hüttenkunde. Bergarzt in Joachimsthal; ab 1533 Stadtphysikus, sächs.... Mehr zu Agricola, Georgius
Agrin
von Motoneuronen u. Muskelzellen gebildetes, in der Basallamina lokalisiertes Protein, das für Differenzierung u. Regeneration postsynapt. Strukturen von Bedeutung ist. Mehr zu Agrin
Agrobacterium
Gattung der Fam. Rhizobiaceae mit den Arten A. tumefaciens, A. radiobacter, A. rhizogenes u. a. rubi. Mit Ausnahme von A. radiobacter verursachen die anderen Agrobacterium-Arten tumorartige Wucheru... Mehr zu Agrobacterium
Agrypnie
Schlaflosigkeit, Asomnie. Mehr zu Agrypnie
Agyrie
fehlende o. unzureichende Ausbildung der Windungen der Hirnrinde. Mehr zu Agyrie

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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