Buchstabe Am - Medizinlexikon (Seite 3 von 3)

Medizinisches Lexikon - A

Ampholytseifen
hochmolekulare amphotere Verbindungen mit großer Oberflächenaktivität (Waschmittelwirkung) u. desinfizierenden Eigenschaften. Mehr zu Ampholytseifen
Amphophilie
unterschiedl. Anfärbung des Zellplasmas als Zeichen der Entzündung nach Papanicolaou-Färbung, perinukleär zyanophil u. peripher eosinophil. Mehr zu Amphophilie
Amphotenside
grenzflächenaktive Stoffe, die sich aufgrund ihrer chem. Struktur gegenüber stärkeren Säuren als Basen u. gegenüber Basen als Säuren verhalten, mit guten waschaktiven u. desinfizierenden Eigenschaf... Mehr zu Amphotenside
Amphotericin B
parenteral anwendbares Breitspektrum-Antimykotikum, das 1955 aus Streptomyces nodosus isoliert wurde. Chem. ein amphoteres Heptaen. Wirksam gegen Dermatophyten, Sproß- u. Schimmelpilze. Wegen mögl.... Mehr zu Amphotericin B
Amphoterie
typ. Dissoziationsverhalten einer amphoteren chem. Verbindung (Ampholyt). Mehr zu Amphoterie
Ampicillin
säurestabiles Breitspektrumpenicillin aus der Gruppe der Aminopenicilline, 1962 erstmals synthetisiert mit typ. Peptideigenschaften, spaltbar durch Staphylokokken-Penicillinasen, stabil gegenüber E... Mehr zu Ampicillin
Amplifikation
Vervielfachung von Genen infolge selektiver DNA-Replikation insbes. im Verlauf zellulärer Differenzierungsprozesse. Genamplifikation, DNA, repetitive. Mehr zu Amplifikation
Amplitude
Höchstwert, den eine period. veränderl. (schwingende) Größe im Laufe einer vollen Periode (Hin- u. Herschwingung) annimmt. Abb. Mehr zu Amplitude
Amplitudenfrequenzgang
Frequenzgang. Mehr zu Amplitudenfrequenzgang
Amplitudenkontrast
durch unterschiedl. Lichtabsorption versch. Strukturen eines mikrosk. Präparats verursachte Verminderung der Amplitude der durch das Präparat gehenden Lichtwellen. Ein ausreichender A. ist Vorausse... Mehr zu Amplitudenkontrast
Ampulla
erweiterter Abschnitt eines röhrenförmigen Hohlorgans. Mehr zu Ampulla
Ampulla canaliculi lacrimalis
erweiterter, senkrecht stehender Anfangsabschnitt des Tränenkanälchens. Mehr zu Ampulla canaliculi lacrimalis
Ampulla ductus deferentis
spindelige Erweiterung des Samenleiters vor dessen Übergang zum Ductus ejaculatorius. Mehr zu Ampulla ductus deferentis
Ampulla hepatopancreatica
Erweiterung innerhalb der Papilla duodeni major, Einmündung des Ductus choledochus u. Ductus pancreaticus. Mehr zu Ampulla hepatopancreatica
Ampulla ossea
Erweiterung der knöchernen Bogengänge im Felsenbein. Mehr zu Ampulla ossea
Ampulla recti
erweitertes kraniales Drittel des Mastdarms. Mehr zu Ampulla recti
Ampulla tubae uterinae
erweiterter, senkrecht stehender, größter Abschnitt des Eileiters. Mehr zu Ampulla tubae uterinae
Ampullae membranaceae
Erweiterungen der häutigen Bogengänge nahe dem Utrikulus. Mehr zu Ampullae membranaceae
Amputation
Absetzung, Abtragung, Abtrennung eines Körperteils, z. B. der Mamma, des Mastdarms, des Penis, einer Gliedmaße. Mehr zu Amputation
Amputationsneurom
geschwulstartiger Knoten aus Neurofibrillen u. Schwann-Zellen; entsteht beim Regenerationsversuch des zentralen Endes eines durchtrennten Körpernerven bes. an Amputationsstümpfen. Mehr zu Amputationsneurom
Amputierter
Person, der ein Körperteil wegen einer Erkrankung o. eines Traumas operativ entfernt werden mußte. Für die Rehabilitationsprognose ist die Unterscheidung kranke A. u. gesunde A. wichtig. Kranke A. ... Mehr zu Amputierter
Amrinon
nichtglykosid. am Herzen pos. inotrop wirksames Pharmakon; bei herzglykosidrefraktärer Insuffizienz. Mehr zu Amrinon
AMS
Abk für Antikörpermangelsyndrom. Mehr zu AMS
Amsacrin
synthet. antineoplastische Substanz, chem. Acridinderivat. Wirkt durch Interkalation in die DNA sowie Wechselwirkungen mit der Zellmembran. Anwendung: akute myelo. u. lymphat. Leukämie. Mehr zu Amsacrin
Amsler, Marc
Schweizer Ophth. Mehr zu Amsler, Marc
Amsler-Gitter
Gitter- o. Linienfigur zur Testung des zentralen Gesichtsfelds; Skotom. Mehr zu Amsler-Gitter
Amstelodamensis
Lange-Syndrom. Mehr zu Amstelodamensis
Amtsarzt
Arzt, der nach Ablegung einer entsprechenden Prüfung als Landes- o. Kommunalbeamter im öffentl. Gesundheitswesen tätig ist. Mehr zu Amtsarzt
Amunin
ident. mit Corticoliberin. Polypeptid bestehend aus 44 Aminosäuren. Mehr zu Amunin
Amusie
Verlust der Musikalität als rezeptor. Leistung (Störung des Musikverständnisses, Tontaubheit, Melodientaubheit). Sensor. A. ist der Verlust der Fähigkeit zu singen o. ein Instrument zu spielen. Kom... Mehr zu Amusie
Amyelie
angeborenes Fehlen des Rückenmarks. Mehr zu Amyelie
Amygdalae
anat. Bez. für Corpus amygdaloideum. Mehr zu Amygdalae
Amygdalin
zyanogenes Glykosid, u. a. in bitteren Mandeln, wird im Magen-Darm-Trakt in Glukose, Benzaldehyd u. Blausäure (HCN) gespalten. 5–10 bittere Mandeln können für Kinder letal sein. Mehr zu Amygdalin
Amygdalitis
Tonsillitis (Angina). Mehr zu Amygdalitis
Amylasen
Verdauungsenzyme, die Glykogen u. Stärke abbauen. 1. Alphaamylase; 2. Betaamylase: Glykogenase; 3. Gammaamylase: Glukoamylase. Mehr zu Amylasen
Amylnitrit
Pharmakon gegen Angina-pectoris-Anfall aus der Gruppe der organ. Nitroverbindungen; Inhalation der verdampfenden Flüssigkeit im Anfall. Nitrate. Mehr zu Amylnitrit
Amylo(1,4?1,6)-transglykosylase
Branching enzyme. Das in Leber u. Muskulatur vorkommende Enzym spaltet aus linearen alpha-1,4-glykosid. verbundenen Polyglukosidketten Oligosaccharide ab, die es auf die 6-OH-Gruppe eines Glukosere... Mehr zu Amylo(1,4?1,6)-transglykosylase
Amylodextrin
durch best. Enzyme nicht abbaubarer Bestandteil der Stärke. Besteht aus zykl. Oligosacchariden mit 6–8 Glukoseeinheiten. Verwendung als Klebemittel. Mehr zu Amylodextrin
Amyloid
Protein-Polysaccharid-Komplex, makrosk. glasige, homogene Substanz. Histol. als Balken u. Schollen vorliegend. A. stellt ein fast ausschließl. extrazellulär lokalisiertes lockeres Maschenwerk aus e... Mehr zu Amyloid
Amyloidose
Ablagerung von extrazellulär gelegenem fibrillärem Amyloid in verschiedenen Organen. Es werden folgende Amyloidosetypen unterschieden: AL-A. (Ablagerung von L-Ketten): idiopath. o. als Folge von Ga... Mehr zu Amyloidose
Amyloidschrumpfniere
bei allg. „sekundärer“ Amyloidose (Amyloidose) entwickelt sich selten eine Schrumpfniere mit Verödung der Glomeruli u. Harnkanälchenatrophie. Folgen sind Hypertonie u. Urämie. Mehr zu Amyloidschrumpfniere
Amylopectin
Baustein der Stärken, der in heißem Wasser unlösl. ist (relative Molmasse 500 000–1 000 000). Es besitzt einen verzweigtkettigen Aufbau, wobei die D-Glukopyranose-Einheiten linear in Alpha-1,4-Bind... Mehr zu Amylopectin
Amylopectinsulfat
Sucralfat: Substanz, die durch Hemmung der Pepsinwirkung bzw. durch einen protektiven Effekt auf die Magenschleimhaut die Ulkusheilung fördert. Mehr zu Amylopectinsulfat
Amylose
wasserlösl. Anteil der Stärke, ein lineares Molekül (relative Molmasse 10 000–50 000) aus D-Glukopyranoseeinheiten, die durch alpha-1,4-glukosid. Bindung verknüpft sind. A. wird durch Alpha-, Beta-... Mehr zu Amylose
Amylum
Stärke. Mehr zu Amylum
Amyoplasia congenita
angeborene Fehlbildung der Muskulatur verbunden mit Gelenkversteifungen. Arthrogryposis multiplex congenita. Mehr zu Amyoplasia congenita
Amyotonie
reduzierter Muskeltonus. Myatonia congenita. Mehr zu Amyotonie
Amyotrophie
Muskelatrophie. Lateralsklerose, amyotrophische. Mehr zu Amyotrophie
Amytal
ein Narkotikum u. Atmungsgift. Hemmt den Elektronentransport in der Atmungskette u. damit die oxidative Phosphorylierung. Mehr zu Amytal

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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