Buchstabe Br - Medizinlexikon (Seite 1 von 4)

Medizinisches Lexikon - B

Bárány, Robert
(1876–1936), österreich.-ungar. Otol., Wien, Uppsala. 1914 Nobelpreis für Med./Physiol. „für seine Arbeit über die Physiologie und Pathologie des Vestibularapparats“. B. konnte erstmals eine exakte... Mehr zu Bárány, Robert
Bárány-Trommel
drehbares, zylindr. Gerät mit Vertikalstreifen zur Auslösung des optokinet. Nystagmus. Mehr zu Bárány-Trommel
Bárány-Zeigeversuch
Pat. senkt langsam den gehobenen Arm, bis der Zeigefinger dem waagerecht vorgestreckten Zeigefinger des Untersuchers gegenübersteht, zuerst mit offenen, dann mit geschlossenen Augen. Abweichen weis... Mehr zu Bárány-Zeigeversuch
Br
chem. Symbol für Brom. Mehr zu Br
Brace
entspricht dem Prinzip der Orthese. Vorwiegend aus thermoplast. synthet. Material. Anwendung bevorzugt bei konservativer frühfunktioneller Behandlung von Frakturen u. Bandverletzungen. Mehr zu Brace
Bracherium
Bruchband. Mehr zu Bracherium
Brachialbögen
Kiemenbögen. Mehr zu Brachialbögen
Brachialgia paraesthetica nocturna
nachts auftretende Schmerzen im Armbereich, mit Mißempfindungen u. vasomotor. Störungen verbunden. Ausgelöst durch Kompressionen von Teilen des Plexus brachialis (Zervikobrachialsyndrom), auch beim... Mehr zu Brachialgia paraesthetica nocturna
Brachialgie
schmerzhafte Parästhesien der Arme auf der Grundlage von Plexusschädigungen u. radikulären Reizerscheinungen von seiten der Halswirbelsäule; bes. charakterist.: Brachialgia nocturna als pathognomon... Mehr zu Brachialgie
brachialis
brachial, zum Arm (Oberarm) gehörig; z. B. Arteria brachialis, Plexus brachialis. Mehr zu brachialis
Brachialneuralgie
Neuralgie des Plexus brachialis, Plexusneuralgie. Mehr zu Brachialneuralgie
Brachioradialisreflex
Radiusperiostreflex. Mehr zu Brachioradialisreflex
Brachium
Arm, Oberarm. Mehr zu Brachium
Brachium colliculi
vom unteren (B. c. inferiores) bzw. oberen (B. c. superiores) Paar der Vierhügel des Mittelhirns nach lateral vorn verlaufender Wulst. Im oberen B. c. ziehen Nervenfasern von den Colliculi superior... Mehr zu Brachium colliculi
Brachium conjunctivum
Pedunculus cerebellaris. Mehr zu Brachium conjunctivum
Bracht, Erich Franz
(geb. 1882), Gyn., Berlin. Mehr zu Bracht, Erich Franz
Bracht-Handgriff
geburtshilfl. Handgriff bei Beckenendlage; Nachahmung u. Unterstützung der Spontanentwicklung. Grundvoraussetzungen sind: keine Mißverhältnisse, gute Wehen (Kristeller-Handgriff), nicht hochgeschla... Mehr zu Bracht-Handgriff
brachy
Vorsilbe für „kurz“. Mehr zu brachy
Brachybasie
Kurzschrittigkeit, beim Parkinson-Syndrom u. im Senium infolge degenerativer Veränderungen im striopallidären System. Mehr zu Brachybasie
Brachybasophalangie
Kurzfingrigkeit infolge Hemmungsbildung der Grundphalangen. Mehr zu Brachybasophalangie
Brachycera
Fliegen. Mehr zu Brachycera
Brachydaktylie
Kurzfingrigkeit, meist doppelseitige Verkürzung einzelner Finger o. Zehen durch 1. Verkürzung von Phalangen (Brachyphalangie), 2. Ineinanderaufgehen benachbarter Phalangen (Assimilationshypophalang... Mehr zu Brachydaktylie
Brachygenie
Mikrogenie. Mehr zu Brachygenie
Brachygnathie
Mikrognathie. Mehr zu Brachygnathie
Brachyhyperphalangie
Verkürzung eines Fingers o. einer Zehe (meist 3. Strahl) trotz scheinbaren Vorkommens einer 4. Phalanx (Hyperphalangie). Mehr zu Brachyhyperphalangie
Brachykephalisation
Verrundung des Hirnschädels. B. ist seit dem frühen Mittelalter zu beobachten. Etwa seit Mitte des 19. Jh. erfolgt wieder eine Entrundung (Debrachykephalisation), d. h. eine Abnahme des Längen-Brei... Mehr zu Brachykephalisation
Brachymelie
Kurzgliedrigkeit. Die ansonsten normal gestaltete Extremität ist verkürzt. Wegen mitunter unscharfer Abgrenzung oft syn. mit Mikromelie gebraucht. Fließende Übergänge zu Peromelie, Phokomelie. Mehr zu Brachymelie
Brachymesophalangie
Kurzfingrigkeit infolge Hemmungsbildung der Mittelphalangen; Phalanx. Mehr zu Brachymesophalangie
Brachymetakarpie
Verkürzung einzelner o. mehrerer Mittelhandknochen durch Störung der Epiphysenentwicklung. Kann als isoliertes Erbmerkmal auftreten. Bestandteil der Münchmeyer-Krankheit u. des Rotter-Erb-Syndroms. Mehr zu Brachymetakarpie
Brachymetapodie
angeborene Verkürzung der Mittelfußknochen. Mehr zu Brachymetapodie
Brachymetatarsie
Verkürzung eines o. mehrerer Mittelfußknochen durch Störung der Epiphysenentwicklung. Form der Brachymetapodie. Fam. Vorkommen beobachtet. Abb. Mehr zu Brachymetatarsie
Brachymyonie-Syndrom
im 6.–7. Lj. auftretende allg., schmerzhafte Verkürzung der Muskeln mit Kyphose, in Beugehaltung fixierten Ellenbogen- u. Kniegelenken u. Versteifung der Sehnen unbekannter Ursache. Mehr zu Brachymyonie-Syndrom
brachyodont
Zähne mit niedriger Krone u. einem engen Foramen apicale, z. B. beim Menschen. Ggs.: hypsodont, Zahnform. Mehr zu brachyodont
Brachyösophagus
angeborene Kürze der Speiseröhre, so daß der obere Teil des Magens im Thoraxraum liegt. Oft schwierige Unterscheidungen von der Hiatushernie: beim B. wird der verlagerte Teil des Magens von Segment... Mehr zu Brachyösophagus
Brachyphalangie
Verkürzung von Fingern o. Zehen (Brachydaktylie); 1. durch Verkürzung einer Grund-, Mittel- o. Endphalanx (Brachybasophalangie, Brachymesophalangie, Brachytelephalangie); 2. durch Aufgehen der Mitt... Mehr zu Brachyphalangie
Brachytelephalangie
Kurzfingrigkeit infolge Hemmungsbildung der Endphalangen; Phalanx. Mehr zu Brachytelephalangie
Brachyzephalie
breite Kopfform im Verhältnis zur Kopflänge. Je nach Wahl der Meßpunkte unterschiedl. Angaben des Längen-Breiten-Index. Vornehml. durch prämature Synostose der Quernähte entstehen brachyzephale Tur... Mehr zu Brachyzephalie
Bracket
Aufschweißteil am Band einer orthodont. Apparatur. Mehr zu Bracket
Braden-Skala
Skala zur Einschätzung u. Beurteilung der Dekubitusgefährdung eines Pat. Die Skala umfaßt sechs Variablen: 1. Beweglichkeit, i. S. der Fähigkeit, Körperpositionen zu verändern u. zu kontrollieren; ... Mehr zu Braden-Skala
brady-
langsam. Mehr zu brady-
Bradydiadochokinese
verlangsamte Ausführung aufeinanderfolgender antagonist. Bewegungen von Gliedmaßenabschnitten, z. B. Pro- u. Supination des Unterarms. Mehr zu Bradydiadochokinese
Bradykardie
langsame Herzschlagfolge, die den altersentsprechenden Minimalwert unterschreitet. Physiol. bei Vagotonikern u. trainierten Sportlern. Pathol. als Folge von Vagusreizung bei Meningitis cerebrospina... Mehr zu Bradykardie
Bradykardie-Tachykardie-Syndrom
alternierend auftretende bradykarde u. tachykarde Störung der supraventrikulären Reizbildung u. Reizleitung wegen Ausfalls o. Funktionsstörung des Sinusknotens mit Synkopen, Schwindel u. Ohnmachtsa... Mehr zu Bradykardie-Tachykardie-Syndrom
Bradykinin
Oligopeptid aus neun Aminosäuren, das mit Kallidin u. Methylkallidin zu den Kininen (Gewebehormone) zusammengefaßt wird. B. entsteht durch proteolyt. Spaltung (Kallikrein) aus einem Alpha-2-Globuli... Mehr zu Bradykinin
Bradypnoe
langsame Atmung. Mehr zu Bradypnoe
Bradyurie
stark verspätete Harnentleerung (Harnflut) nach reichl. Flüssigkeitszufuhr bei Lebererkrankungen, endokrinen Störungen, Stoffwechselerkrankungen, Herzdekompensation u. a. Mehr zu Bradyurie
Bragard, Karl
(1890–1973) dt. Orthop. München. Mehr zu Bragard, Karl
Bragard-Zeichen
Modifikation des Lasègue-Phänomens. Das erkrankte Bein wird bei Rückenlage des Kranken im Kniegelenk gebeugt u. in Beugestellung von 90° im Hüftgelenk geführt, dann langsam Streckung des Kniegelenk... Mehr zu Bragard-Zeichen
Braham-Zeichen
durch Kompression der versorgenden Arterie eines arteriovenösen Aneurysmas bedingte Bradykardie u. Blutdruckanstieg. Mehr zu Braham-Zeichen
Braille, Louis
(1809–1852) frz. Blindenlehrer. Mehr zu Braille, Louis
Braille-Schrift
Blindenpunktschrift. Mehr zu Braille-Schrift
Brailsford, James Fred
(1888–1961), Radiol., Birmingham. Mehr zu Brailsford, James Fred
Brailsford-Syndrom
metaphysäre periphere Dysplasie der Röhrenknochen; Form der Akrodysplasie. Mehr zu Brailsford-Syndrom
Brain-fag-Syndrom
als Folge sozialer Adaptationsstörungen, z. B. bei ausländ. Arbeitnehmern, auftretende Reduktion von Auffassungen- u. Konzentrationsfähigkeit u. Gedächtnisleistungen. Mehr zu Brain-fag-Syndrom
Branche
Arm einer Schere o. Klemme. Mehr zu Branche
Branchialbögen
Kiemenbögen. Mehr zu Branchialbögen
Branchialspalten
Kiemenspalten. Mehr zu Branchialspalten
Branching enzyme
Amylo-(1,4 ? 1,6)-transglykosylase. Erbl. Mangel an B. e. führt zu Glykogenose (Typ IV, Anderson). Mehr zu Branching enzyme
Brand, feuchter
Gangrän. Mehr zu Brand, feuchter
Brand, trockener
Mumifikation. Mehr zu Brand, trockener
Brandes, Max A. L.
(geb. 1881), Orthop., Dortmund. Mehr zu Brandes, Max A. L.
Brandes-Operation
Zweidrittelresektion des Großzehengrundgliedes als Hallux-valgus-Korrektur. Abb. Mehr zu Brandes-Operation
Brandhämatom
ein dem Epiduralhämatom ähnl. sehendes postmortales „Hämatom“ durch Auspressen von Blut u. Fett zwischen Schädelknochen u. harter Hirnhaut infolge Hitzeeinwirkung. Mehr zu Brandhämatom
Brandnarbenkrebs
relativ häufig bilden sich nach Jahren u. Jahrzehnten Plattenepithelkarzinome in alten Verbrennungsnarben. Mehr zu Brandnarbenkrebs
Brandsaum
Verbrennungsspuren beim Nahschuß. Kommt heute bei moderner Munition kaum noch vor. Mehr zu Brandsaum
Brandtorso
verbrannter Rumpf mit in sog. Fechterstellung stehenden Gliedmaßenstümpfen. Mehr zu Brandtorso
Brandungsaerosol
durch die Meeresbrandung entstehendes Meerwasseraerosol, das Partikelmengen bis 10 mg/m3 erreichen kann u. in der Thalasso-Therapie zur Freiluftinhalation genutzt wird. Mehr zu Brandungsaerosol
Brandwundeninfektion
gefürchtete Komplikation nach Verbrennungen höheren Grades durch Eitererreger, häufig durch gramnegative Bakterien wie Koli-, Proteus-, Pyozyaneusbakterien. Meist schwer beherrschbare Allgemeininfe... Mehr zu Brandwundeninfektion
Branham, Sarah Elizabeth
(1888–1962), amerik. Mikrobiol. Wichtige Arbeiten zur Differenzierung der Meningokokken. Mehr zu Branham, Sarah Elizabeth
Brassica-Arten
Alkylisothiocyanate. Mehr zu Brassica-Arten
Braun, Carl von Fernwald
(1822–1891), Gyn., Wien. Mehr zu Braun, Carl von Fernwald
Braun, Heinrich
(1847–1911), dt. Chir., Göttingen. Mehr zu Braun, Heinrich
Braun, Heinrich F.
(1862–1934), dt. Chir., Zwickau. Mehr zu Braun, Heinrich F.
Braun, Wilhelm
(1871–1940), dt. Chir., Berlin. Mehr zu Braun, Wilhelm
Braun-Anastomose
Anastomose zwischen zu- u. abführender Schlinge bei einer Gastroenterostomie. Mehr zu Braun-Anastomose
Braun-Kranioklast
Kranioklast. Mehr zu Braun-Kranioklast
Braun-Pfropfung
Methode der Epidermistransplantation. Kleine, bis zu 5 mm Durchmesser große autogene Epidermistransplantate werden in Granulationsgewebe eingepfropft. Nach Einheilung Epithelisation mögl. Veraltete... Mehr zu Braun-Pfropfung
Braun-Schiene
Metallrohrschiene zur Lagerung u. Ruhigstellung der unteren Gliedmaßen. Mehr zu Braun-Schiene
Braun-Spritze
Uterusspritze. Mehr zu Braun-Spritze
Bräune
Mandel- o. Rachenentzündung. Mehr zu Bräune
Braunnesseln
Urticaria pigmentosa o. xanthelasmoides; Mastozytose, kutane. Mehr zu Braunnesseln
Braunstein
Mangandioxid MnO2, amphoter (Amphoterie). Wirkt bei höheren Temperaturen oxidierend. Mehr zu Braunstein
Bräunung, enzymatische
Umwandlung von pflanzl. Phenolen unter Mitwirkung von Polyphenoloxidasen (Phenoloxidasen) zu braun gefärbten Folgeprodukten (Melanine). Die e. B. verändert empfindl. Lebensmittel bis zur Unansehnli... Mehr zu Bräunung, enzymatische
Bräunung, nichtenzymatische
komplexe chem. Reaktion, bei der sich freie Aminogruppen (aus Aminosäuren, Peptiden, Eiweißen) bei Wärme- u. Hitzeeinwirkung mit Carbonylgruppen umsetzen. So entstehen geruchs- u. geschmackswirksam... Mehr zu Bräunung, nichtenzymatische
Brausetabletten
durch Zusatz von wasserfreier Zitronensäure u. Natriumhydrogenkarbonat unter CO2-Entwicklung in Wasser sehr schnell zerfallende Tabletten. Mehr zu Brausetabletten
Break up time
Tränenfilmaufrißzeit. Mehr zu Break up time
Breakpoint-cluster-Region
Bez. für den Bereich des Chromosoms 22, in dem die DNA bricht u. ein Stück des langen Arms des Chromosoms 9 angefügt wird (Philadelphiachromosomen). Die Konsequenz dieser reziproken Chromosomentran... Mehr zu Breakpoint-cluster-Region
Breath-Test
Atemtest zur Erfassung der bakteriellen Fermentation von nicht im Dünndarm resorbierten Substanzen bzw. von frühzeitig durch bakterielle Überwucherung im Dünndarm abgebauter Stoffe. Dabei kann die ... Mehr zu Breath-Test
Brechampulle
mit einem Gespinst umhüllte Kapillaren von 3–4 cm Länge u. einem Durchmesser von nur wenigen Millimetern. Sie enthalten leicht verdampfende einzuatmende Flüssigkeit u. werden z. B. bei Angina-pecto... Mehr zu Brechampulle
Brechdurchfall
Lebensmittelvergiftungen. Mehr zu Brechdurchfall
Brechkraft
Verhältnis der Brechzahl n des Objektraums zur in m gemessenen objektseitigen Brennweite f einer Linse bzw. der Brechzahl n' des Bildraums zur bildseitigen Brennweite f '. Für die B. gilt: Mehr zu Brechkraft
Brechmittel
Emetika. Mehr zu Brechmittel
Brechnuß
Strychnos nux-vomica. Mehr zu Brechnuß
Brechreflex
Brechzentrum. Mehr zu Brechreflex
Brechungsfehler
Refraktionsanomalie. Mehr zu Brechungsfehler
Brechungshyperopie
Hyperopie. Mehr zu Brechungshyperopie
Brechungsmyopie
Myopie. Mehr zu Brechungsmyopie
Brechweinstein
Antimonverbindungen. Mehr zu Brechweinstein
Brechwurzel
Cephaelis-Arten. Mehr zu Brechwurzel
Brechzahl
Brechungsindex, Brechungsexponent. Die B. eines Stoffs gibt das Verhältnis der Ausbreitungsgeschwindigkeit von Licht im Vakuum (c0) zu der in diesem Stoff (c) an. n = c0/c (z. B. Luft: ~ 1; Wasser:... Mehr zu Brechzahl

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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