Buchstabe FR - Medizinlexikon (Seite 3 von 3)

Medizinisches Lexikon - F

Frotteurismus
sexuelle Erregung u. Befriedigung durch absichtl. Pressen, Drücken u. Reiben des Körpers an eine fremde Person, meist eines Mannes an eine Frau im Menschengedränge, z. B. in überfüllten öffentl. Ve... Mehr zu Frotteurismus
Frozen hip
selten vorkommende schmerzhafte Retraktion der Hüftgelenkkapsel. Ursachen nicht erkennbar, Röntgenbild normal. Plötzl. Einsetzen von Schmerzen u. Bewegungseinschränkung (mit völliger Aufhebung der ... Mehr zu Frozen hip
Frozen pelvis
Ausfüllung des kleinen Beckens durch Tumormassen. Mehr zu Frozen pelvis
Frozen shoulder
„eingefrorene“ Schulter, Periarthrosis humeroscapularis adhaesiva; Reflexsyndrom mit Verdickung, Verklebung u. Schrumpfung der Gelenkkapsel u. nachfolgend partieller bis totaler Versteifung des Sch... Mehr zu Frozen shoulder
Frucht
Fetus, Embryo. Mehr zu Frucht
Frucht, mazerierte
faultote Frucht. Längere Zeit vor der Geburt abgestorbener Fetus, der der Autolyse verfällt u. der Aufweichung durch das Fruchtwasser nicht mehr widersteht. Diese Mazeration, die in drei Schweregra... Mehr zu Frucht, mazerierte
Fruchtachse
fetale Wirbelsäule u. deren Verlängerung bis zum Schädeldach. Mehr zu Fruchtachse
Fruchtbarkeit
Fertilität. Mehr zu Fruchtbarkeit
Fruchtbarkeit, effektive
tatsächl. Fortpflanzungswahrscheinlichkeit eines Individuums o. einer Population. Hängt nicht nur von der Fertilität, sondern auch von sozialen Faktoren, med. u. genet. beeinflußten Heiratschanchen... Mehr zu Fruchtbarkeit, effektive
Fruchtbarkeitziffer
gibt die Zahl der Geborenen, bezogen auf die Frauen im gebärfähigen Alter (von 15 bis unter 45 Jahre) u. multipliziert mit 1 000 an. Fertilität. Mehr zu Fruchtbarkeitziffer
Fruchtblase
Fruchtwasser u. Frucht umgebende Eihäute, welche teils fetalen, teils mütterl. Ursprungs sind. Mehr zu Fruchtblase
Fruchthüllen
Eihäute. Mehr zu Fruchthüllen
Fruchtkörper
bei Pilzen morphol. charakterisiertes Gebilde (z. B. Hutpilze), in o. an dem die sexuelle Vermehrung stattfindet. Mehr zu Fruchtkörper
Fruchtsack
aus Eihäuten bestehende Hülle, in der sich Fruchtwasser mit Keimling befindet. Mehr zu Fruchtsack
Fruchtschmiere
gegen Ende der Schwangerschaft aus abgestoßenen Epidermiszellen u. aus Hautdrüsensekreten gebildet. Sie erleichtert das Gleiten der Frucht durch den Geburtskanal. Mehr zu Fruchtschmiere
Fruchtwalzentheorie
Verformung des Kindes nach dem Blasensprung durch Austreibungsdruck u. Schnürwirkung des Geburtskanals zu einem zylindr. Körper, der damit den Raumverhältnissen der Geburtswege optimal angepaßt wir... Mehr zu Fruchtwalzentheorie
Fruchtwasser
durch Amnion u. Fetus abgesonderte Flüssigkeit innerhalb der Eihäute, worin der Fetus schwimmt. Menge (200–1 000 ml), Dichte 1,007–1,008, pH 8,0. Inhalt: Proteine (ggf. auch Antikörper), Elektrolyt... Mehr zu Fruchtwasser
Fruchtwasseraspiration
Aspirationssyndrom des Neugeborenen. Mehr zu Fruchtwasseraspiration
Fruchtwasserdiagnostik
Untersuchung des Fruchtwassers zur Zytodiagnostik, Chromosomen-, DNA-Analyse, Bestimmung von Alphafetoprotein, Hormonen, Enzymen. Amniozentese. Mehr zu Fruchtwasserdiagnostik
Fruchtwasserembolie
Eindringen von Fruchtwasser in die Blutbahn. Führt i. a. zu schwersten Schocksymptomen u. Blutgerinnungsstörungen, lebensbedrohl. Zustand. Mehr zu Fruchtwasserembolie
Fruchtwasserinfektion
Eindringen von Keimen in das Fruchtwasser, bes. nach vorzeitigem Blasensprung, ist auch penetrierend durch intakte Eihäute mögl. Gelegentl. kann es zu Fieberreaktionen u. zur Infektion des Genitale... Mehr zu Fruchtwasserinfektion
Fruchtwassersubstitution
bei An- o. Oligohydramnie Auffüllung der Fruchtwasserhöhle mit einer fruchtwasserähnl., sterilen Lösung o. mit Fruchtwasser, welches in Fällen von Hydramnion zur Entlastung abgenommen u. eingefrost... Mehr zu Fruchtwassersubstitution
Fruchtwasserzytologie
aus den zellulären Bestandteilen des Fruchtwassers ist eine Blasensprungdiagnostik u. eine fetale Reifegradbestimmung mögl. Mehr zu Fruchtwasserzytologie
Fruchtzucker
Fruktose. Mehr zu Fruchtzucker
Fructose
Fruktose. Mehr zu Fructose
Fructus
pharmakognost. wird damit Vorliegen einer Fruchtdroge ausgedrückt. Mehr zu Fructus
Fructus Capsici
Capsicum-Arten. Mehr zu Fructus Capsici
Fructus Carvi
Carum carvi. Mehr zu Fructus Carvi
Fructus Ceratoniae
Caroben. Mehr zu Fructus Ceratoniae
Fructus cocculi
Früchte von Anamirta paniculata, einer in Ostindien beheimateten Pflanze. Enthält das Krampfgift Picrotoxin. Mehr zu Fructus cocculi
Fructus Cynosbati
Rosa canina, Hagebutten. Rosa-Arten. Mehr zu Fructus Cynosbati
Fructus Foeniculi
Foeniculum vulgare, Fenchel. Mehr zu Fructus Foeniculi
Fructus Sennae
Cassia-Arten. Mehr zu Fructus Sennae
Früh-Perthes
Luxationsperthes. Mehr zu Früh-Perthes
Frühdiagnostik
Früherkennung. Mehr zu Frühdiagnostik
Frühepilepsie, traumatische
Bei Impressionsfrakturen des Schädels können durch die örtl. Irritation des Kortex epilept. Anfälle ausgelöst werden. Das Zustandekommen einer traumat. Spätepilepsie (Epilepsie) wird dadurch begüns... Mehr zu Frühepilepsie, traumatische
Früherkennung
Untersuchungen zur frühzeitigen Erkennung sich entwickelnder o. klin. noch nicht manifester Krankheiten, bevor sie durch Leidensdruck zur Vorstellung des Pat. beim Arzt führen, z. B. Zervixkarzinom... Mehr zu Früherkennung
Frühgeborenes
Kind mit einem Gestationsalter von weniger als 259 Tagen. F. mit einem Geburtsgewicht unter 1 000 g o. einer Schwangerschaftsdauer unter 28 Wochen werden als F. mit extremer Unreife bezeichnet. Für... Mehr zu Frühgeborenes
Frühgeburt
Frühgeborenes. Mehr zu Frühgeburt
Frühgeneralisation
Entwicklung einer hämatogenen generalisierten Tuberkulose aus einem aktiven, noch nicht abgeheilten Primärkomplex heraus. Die F. entsteht gewöhnl. bei ungünstiger Abwehrlage des Organismus. Mehr zu Frühgeneralisation
Frühinfiltrat, rheumatisches
Initialphase der Gewebeschädigung beim akuten rheumatischen Fieber. Nach Antigen-Antikörper-Reaktion an der Kapillarwand Permeabilitätssteigerung mit serofibrinöser Exsudation. Degenerative Schädig... Mehr zu Frühinfiltrat, rheumatisches
Frühinfiltrat, tuberkulöses
bei der postprim. Tuberkulose als röntg. Substrat auftretende weichfleckige, infraklavikuläre Verschattung in einer bis dahin nicht tuberkulös veränderten Lunge. Mehr zu Frühinfiltrat, tuberkulöses
Frühjahr-Sommer-Enzephalitis
Frühsommermeningoenzephalitis. Mehr zu Frühjahr-Sommer-Enzephalitis
Frühjahrslorchel
Gyromitra esculenta. Roh genossen teilweise tödl. Wirkung. Wirkstoff Gyrometrin u. weitere tox. Hydrazone. Vergiftungsbild Amanita phalloides. Mehr zu Frühjahrslorchel
Frühjahrstetanie
charakterist. motor. Krämpfe, bes. beim Kleinkind während der Behandlung von Rachitis bzw. Vitamin-D-Mangelzuständen bei Resorptionsstörungen o. Hydroxylasedefekten in einer Jahreszeit mit zunehmen... Mehr zu Frühjahrstetanie
Frühkarzinom
Early cancer. Mehr zu Frühkarzinom
Frühkastrat
Eunuchoidismus. Mehr zu Frühkastrat
Frühkaverne
aus einem tuberkulösen Frühinfiltrat entstandene, meist dünnwandige Kaverne. Mehr zu Frühkaverne
Frühkontakt
vorzeitiger u. vereinzelter Zahnkontakt bei der Annäherung des Unterkiefers an den Oberkiefer, Beschleifen. Mehr zu Frühkontakt
Frühmensch
Anthropogenese. Mehr zu Frühmensch
Frühmobilisation
durch Krankengymnastik vorbereitetes frühzeitiges Aufstehen von Pat., z. B. nach Operationen. Mehr zu Frühmobilisation
Frühproteine
im frühen Virusreplikationszyklus gebildete virusspezif. Proteine. Dazu gehören Inhibitoren der Makromolekülsynthese der Wirtszelle u. zur Virusreplikation erforderl. Enzyme (Polymerasen). Spätprot... Mehr zu Frühproteine
Frühreaktion
in vivo ablaufende Reaktion zwischen einem Allergen (Antigen) u. seinem Antikörper (meist vom IgE-Typ; Reagin). Im Ggs. zu der erst nach Stunden eintretenden Spätreaktion setzt die F. bereits 10–20... Mehr zu Frühreaktion
Frührehabilitation
Anfangsphase im Stufenkonzept der Rehabilitation, bei der mittels Physiotherapie steigende Anforderungen an die Körperfunktion u. damit an die Mitarbeit des Pat. gestellt werden, jedoch noch intens... Mehr zu Frührehabilitation
Frühsommerenzephalitis, russische
eine Arbovirose durch russisches Frühsommerenzephalitisvirus. Schwerer Verlauf mit einer Letalität von 20–30 %, durch die Schildzecke Ixodes persulcatus übertragen. Vorkommen im fernöstl. Asien. Me... Mehr zu Frühsommerenzephalitis, russische
Frühsommerenzephalitisvirus, russisches
asiat. o. fernöstl. Zeckenenzephalitisvirus; Virusart der Gattung Flavivirus der Fam. Flaviviridae. Vorkommen in Rußland u. Sibirien bei Säugetieren (bes. Nager). Übertragung auf den Menschen durch... Mehr zu Frühsommerenzephalitisvirus, russisches
Frühsommermeningoenzephalitis
europ. Zeckenenzephalitis, Western-tick-borne-Enzephalitis, Frühjahr-Sommer-Enzephalitis; eine Arbovirose durch Frühsommermeningoenzephalitisvirus, übertragen durch Zecken (Ixodes ricinus). Inkubat... Mehr zu Frühsommermeningoenzephalitis
Frühsommermeningoenzephalitisvirus
Virusart der Gattung Flavivirus. Vorkommen in Europa von Rußland bis Frankreich bei Nagetieren (bes. Waldmäusen), Rot-, Reh- u. Schwarzwild, Elchen, Waldvögeln, Rindern, Ziegen u. Schafen. Übertrag... Mehr zu Frühsommermeningoenzephalitisvirus
Frühsterblichkeit
Sterbefälle von der Geburt bis zum 7. Tag nach der Geburt bezogen auf 1 000 Lebendgeborene. Periode der Säuglingssterblichkeit u. der perinatalen Sterblichkeit. Mehr zu Frühsterblichkeit
Frühstreuung
aus einem noch nicht abgeheilten Primärkomplex stammende hämatogene Aussaat von Tuberkulosebakterien, kann zur Frühgeneralisation führen. Mehr zu Frühstreuung
Frühsynovialektomie
Behandlungsverfahren bei Rheumatoidarthritis. Operative Entfernung der rheumatoid-entzündl. veränderten Membrana synovialis noch vor Ausprägung von Knorpelschäden. Mehr zu Frühsynovialektomie
Frühzahnung
Dentitio. Mehr zu Frühzahnung
Frühzeitige Ejakulation
Ejaculatio praecox.Mehr Informationen Mehr zu Frühzeitige Ejakulation
Frühzeitiger Samenerguss
Ejaculatio praecox.Mehr Informationen Mehr zu Frühzeitiger Samenerguss
Fruktifikation
Bildung von Sporen der Fruchtkörper bei Pilzen. Mehr zu Fruktifikation
Fruktokinase
vorwiegend in der Leber vorkommendes Enzym, das Fruktose mit Hilfe von ATP zu Fruktose-1-phosphat umwandelt (Fruktosestoffwechsel). Mehr zu Fruktokinase
Fruktosamintest
Labortest zur Einschätzung der Qualität der Blutglukoseeinstellung bei Diabetikern. Fruktosamin (1-Amino-1-desoxyfruktose) entsteht aus an Aminosäuren innerhalb der Proteinkette gebundene Glukose ü... Mehr zu Fruktosamintest
Fruktose-1,6-bisphosphat
Intermediat der Glykolyse u. der Glukoneogenese. Mehr zu Fruktose-1,6-bisphosphat
Fruktose-1,6-bisphosphataldolase
Aldolase. Mehr zu Fruktose-1,6-bisphosphataldolase
Fruktose-1,6-bisphosphatase
ein Schlüsselenzym der Glukoneogenese, spaltet Fruktose-1,6-bisphosphat hydrolyt. zu Fruktose-6-phosphat u. anorgan. Phosphat. Mehr zu Fruktose-1,6-bisphosphatase
Fruktose-1,6-bisphosphatase-Mangel
Enzymdefekt, in Leber, Niere u. Leukozyten nachweisbar. Klin. Bild einer Hypoglykämie, Hepatomegalie. Mehr zu Fruktose-1,6-bisphosphatase-Mangel
Fruktose-2,6-bisphosphat
erst 1980 entdeckter, nur in mikromolaren Konzentrationen ausschließl. in Eukaryontenzellen vorkommender Metabolit. F. ist der stärkste alloster. Aktivator der Phosphofruktokinase-1, u. damit der G... Mehr zu Fruktose-2,6-bisphosphat
Fruktose-2,6-bisphosphatase
Enzym, das spezif. Fruktose-2,6-bisphosphat zu Fruktose-6-phosphat u. anorgan. Phosphat spaltet. Mehr zu Fruktose-2,6-bisphosphatase
Fruktose-6-phosphat
Intermediat der Glykolyse, Glukoneogenese u. des Pentosephosphatzyklus. Mehr zu Fruktose-6-phosphat
Fruktosebelastung
orale Stoffwechselbelastungsprobe mit 1 g Fruktose/kg Körpermasse zur paraklin. Differenzierung zwischen Fruktoseintoleranz, benigner Fruktosurie u. symptomat. Fruktosurie. Zur Beurteilung von Kohl... Mehr zu Fruktosebelastung
Fruktoseintoleranz
durch genet. bedingten Mangel an Fruktose-1-phosphataldolase der Leber erzeugte Fruktoseunverträglichkeit. Es kommt durch den Stoffwechselblock zur Anhäufung von Fruktose-1-Phosphat, das kompetitiv... Mehr zu Fruktoseintoleranz
Fruktosestoffwechsel
Hauptorgan des F. ist die Leber. Sie enthält neben der Hexokinase, die nur eine geringe Affinität zu Fruktose besitzt, eine spezif. Fruktokinase, die mit hoher Affinität Fruktose unter ATP-Verbrauc... Mehr zu Fruktosestoffwechsel
Fruktosurie
Ausscheidung von Fruktose im Urin (Melliturie). Mehr zu Fruktosurie
frustran
ohne Ergebnis, vergebl. Mehr zu frustran
Frustration
aufgezwungene Blockierung (Behinderung o. Bedrohung) zielgerichteten Verhaltens o., in erweitertem Sinne, Behinderung von Strebungen, der Realisierung von Wünschen u. Vorstellungen bzw. Beeinträcht... Mehr zu Frustration
Frustrationstoleranz
Fähigkeit, Enttäuschungen zu verkraften bzw. Enttäuschungsreaktionen zurückzuhalten. F. entwickelt sich unter dem Druck von dem Lebensalter entsprechenden, sukzessiv größer werdenden Belastungen. M... Mehr zu Frustrationstoleranz

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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