Buchstabe GA - Medizinlexikon (Seite 1 von 4)

Medizinisches Lexikon - G

G-Aktin
monomere globuläre Form des Aktins. Mehr zu G-Aktin
GABA
Abk für Gamma amino butyric acid; Gammaaminobuttersäure. Mehr zu GABA
GABA-Modulin
Abk für Gammaaminobuttersäure-Modulin; ein Neuroprotein des Gehirns, das zu den GABAergen Neuronen eine hohe Affinität hat u. diese in ihrer Funktion moduliert. Es besteht aus 126 Aminosäuren. Mehr zu GABA-Modulin
Gabelinsuffizienz
Knöchelbruch. Mehr zu Gabelinsuffizienz
Gabelmücke
Anopheles. Mehr zu Gabelmücke
Gabelrippe
angeborene Spaltung einer Rippe o. mehrerer Rippen am ventralen Ende in 2 Ausläufer. Diese „Luschka-Gabel“ stellt von der 3. Rippe an abwärts die häufigste Rippenfehlbildung dar. Isoliert o. in Kom... Mehr zu Gabelrippe
Gadolinium-DTPA
paramagnet. Kontrastmittel in der Kernspintomographie. Das tox. Gd3+ wird mit einem Chelat gebunden u. verliert dadurch seine Toxizität. Es führt über eine Relaxationszeitverkürzung zu einer starke... Mehr zu Gadolinium-DTPA
Gadopentetsäure
Gadoliniumkomplex mit Pentetsäure; Röntgenkontrastmittel für Magnetresonanztomographie. Mehr zu Gadopentetsäure
Gaenslen-Handgriff
frühdiagnost. Zeichen bei Rheumatoidarthritis. Schmerzempfindung bei seitl. Kompression der Fingergrund- u. -mittelgelenke, bei Vorliegen einer Synovialitis. „Spontane“ Klagen auch bei kräftigem Hä... Mehr zu Gaenslen-Handgriff
Gaffky, Georg
(1850–1918), Hyg., Hannover, Gießen, Berlin. Schüler u. Nachfolger Robert Kochs. 1884 Züchtung der Salmonella typhi (Salmonella) aus Leichenteilen. Die nach ihm benannte Gattung Gaffkya ist gestric... Mehr zu Gaffky, Georg
Gaffky-Skala
Einteilung des im mikrosk. Präparat sichtbaren Keimgehalts an Tuberkulosebakterien in 10 versch. Stufen. Mehr zu Gaffky-Skala
Gaisböck, Felix
(1868–1955), österreich. Int., Innsbruck. Mehr zu Gaisböck, Felix
Gaisböck-Syndrom
Polycythaemia rubra hypertonica. Polyzythämie bei gleichzeitiger Hypertonie. Mehr zu Gaisböck-Syndrom
Gajdusek, Daniel Carleton
(geb. 1923), amerik. Päd., Virol., Bethesda. 1964 Identifizierung von „langsamen Viren“ (slow virus) als ätiol. Agens der sog. Kuru-Krankheit. 1976 Nobelpreis für Med./Physiol. (mit B. S. Blumberg)... Mehr zu Gajdusek, Daniel Carleton
Gal-Rezeptor
in der Plasmamembran von Hepatozyten lokalisierter Rezeptor für Glykoproteine mit endständigen Galaktoseresten. Mehr zu Gal-Rezeptor
Galactagoga remedia
milchtreibende Mittel. Mehr zu Galactagoga remedia
Galactomyces
Pilzgattung, perfekte Form von Geotrichum candidum, dem Milchschimmel. Mehr zu Galactomyces
Galaktographie
Röntgenaufnahmeverfahren zur Sichtbarmachung des Milchgangsausführungssystems nach Kontrastmittelfüllung. Ind.: bei pathol. Sekretion aus der Mamille als Ergänzungsverfahren zur Mammographie. Abb. Mehr zu Galaktographie
Galaktolipide
Galaktose-Lipid-Verbindungen wie Zerebroside, Ganglioside. Mehr zu Galaktolipide
Galaktophoritis
tumorförmige, häufig schmerzhafte Infiltrate in der Brustdrüse infolge Sekretstau außerhalb der Laktation. Erweiterung des Gangsystems mit intra- u. periduktaler granulomatöser Entzündung. Mehr zu Galaktophoritis
Galaktopoese
Bildung von Muttermilch unter dem Einfluß von Prolaktin u. a. östrogenen Hormonen in den Brustdrüsen. Mehr zu Galaktopoese
Galaktorrhö
Abgang von Milch im Wochenbett in den Stillpausen (geringe G. bei Wöchnerinnen ist in den Stillpausen physiol.). G. außerhalb des Wochenbetts selten, z. B. bei Hyperprolaktinämie. Mehr zu Galaktorrhö
Galaktosämie
autosomal rezessiver Erbgang. Häufigkeit 1 : 20 000 bis 1 : 80 000. Störung des Abbaus der Galaktose infolge eines Mangels an Galaktose-1-phosphat-uridyltransferase; Galaktose-1-phosphat staut sich... Mehr zu Galaktosämie
Galaktosebelastungstest
Galaktoseprobe. Mehr zu Galaktosebelastungstest
Galaktoseintoleranz
Galaktosämie. Mehr zu Galaktoseintoleranz
Galaktosekatarakt
frühkindl. Linsentrübung bei Galaktosämie. Mehr zu Galaktosekatarakt
Galaktoseprobe
Nachweis von Kapazitätsverminderungen der für den Intermediärstoffwechsel wichtigen Enzyme wie Galaktokinase, Galaktose-1-phosphat-uridyltransferase, UDP-Galaktose-4-epimerase u. UDP-Galaktosepyrop... Mehr zu Galaktoseprobe
Galaktosestar
Schichtstar bei hereditärer Galaktosämie. Cataracta zonularis. Mehr zu Galaktosestar
Galaktosestoffwechsel
Galaktose wird durch eine spezif. Galaktokinase, die in Leber u. Erythrozyten vorkommt, mit Hilfe von ATP zu Galaktose-1-phosphat umgewandelt. Dieses bildet mit UTP UDP-galaktosid u. Pyrophosphat. ... Mehr zu Galaktosestoffwechsel
Galaktosetoleranztest
Galaktoseprobe. Mehr zu Galaktosetoleranztest
Galaktostase
Milchstauung. Mehr zu Galaktostase
Galaktosurie
Ausscheidung von Galaktose im Urin. Galaktosämie, prim. Laktosemalabsorption, Galaktokinasemangel, dekompensierte Leberzirrhose. Mehr zu Galaktosurie
Galaktozele
durch Verschluß eines Milchgangs entstandene Retentionszyste der Brustdrüse, bei stillenden Frauen. Mehr zu Galaktozele
Galanin
ein 29 Aminosäurereste enthaltendes Polypeptid mit Alaninamid an seinem N-Terminus, das eine beträchtl. kontraktile Wirkung auf die glatte Muskulatur des Urogenitalsystems ausübt. Mehr zu Galanin
Galantreflex
angeborener Reflex, bei Hautreizung parallel zur Wirbelsäule kommt es zu einer Anspannung der Rückenmuskulatur zur Reizseite; gleichzeitig wird das kontralaterale Hüft- u. Kniegelenk gestreckt. Mehr zu Galantreflex
Galaptine
niedrigmolekulare, zelladhärierende, betagalaktosid-spezif. tier. Lektine. Mehr zu Galaptine
Galea
Helm, Haube. Mehr zu Galea
Galea aponeurotica
Sehnenhaube auf dem Schädeldach zwischen Venter frontalis u. Venter occipitalis des M. occipitofrontalis des Musculus epicranius. Sie ist mit dem Periost des Schädels locker, mit der Kopfhaut fest ... Mehr zu Galea aponeurotica
Galealappenduraplastik
Duraplastik. Mehr zu Galealappenduraplastik
Galeazange
Kopfschwartenzange, histor. geburtshilfl. Operationsinstrument. Mehr zu Galeazange
Galeazzi, Riccardo G.
(1866–1952), ital. Chir., Mailand. Mehr zu Galeazzi, Riccardo G.
Galeazzi-Fraktur
Kombination eines distalen Speichenbruchs mit Luxation des distalen Ellenköpfchens durch Sprengung des radioulnaren Bandapparats. Ther.: operativ. Mehr zu Galeazzi-Fraktur
Galen, gr. Galenos
lat. Galenus (129–199), gr. Arzt, Pergamon. Bedeutendster Arzt des röm. Zeitalters. Mit ihm fand die gr. Med., soweit sie als eine wissenschaftl. Med. angesehen werden kann, ihren Abschluß. G. hint... Mehr zu Galen, gr. Galenos
Galen-Vene
V. cerebri magna; Venae cerebri. Mehr zu Galen-Vene
Galenik
Kunst der Arzneiformung. Mehr zu Galenik
Galenus
Galen. Mehr zu Galenus
Galeropie
Gesichtssinnstörung mit abnormer Helligkeit der Wahrnehmung. Mehr zu Galeropie
Gall, Franz Joseph
(1758–1828), österreich. Arzt, Wien, Paris. G. ordnete in seiner Schädellehre best. Hirnwindungen psych. Vorgänge u. Störungen zu. Phrenologie. Mehr zu Gall, Franz Joseph
Gallae
Gerbstoffe. Mehr zu Gallae
Gallamin
Muskelrelaxans, Trialkylammoniumverbindung. Kürzere Wirkung als d-Tubocurarin; keine Histaminfreisetzung. Mehr zu Gallamin
Galle, gelbe
Humoralpathologie. Mehr zu Galle, gelbe
Galle, lithogene
Galle, die in ihrer Zusammensetzung zur Steinbildung neigt. Durch Übersättigung der Galle an Cholesterin o. Bilirubin kommt es bei Hinzutreten weiterer Faktoren (Stase, Kristallbildung, Mangel an S... Mehr zu Galle, lithogene
Galle, pleiochrome
farbstoffreiche, dickflüssige G. bei übermäßigem Hämoglobinabbau (hämolyt. Anämie). Mehr zu Galle, pleiochrome
Galle, schwarze
Humoralpathologie. Mehr zu Galle, schwarze
Galle, weiße
farblose bis leicht grauweißl. (gelbl.) gefärbte, fadenziehende Flüssigkeit. Ihr fehlen neben dem Gallenfarbstoff oft auch Gallensäuren u. Cholesterin. Sie ist steril, von neutraler bis alkal. Reak... Mehr zu Galle, weiße
Galleagar
feste Nährsubstrate mit Zusatz von Rindergalle in unterschiedl. Konzentration. In der Mikrobiol. für versch. Zwecke in Anwendung, z. B. als 10–40%iger Galleblutagar zur Streptokokken-Differenzierun... Mehr zu Galleagar
Gallebouillon
Nährsubstrat zur Anreicherung von Salmonellen (insbes. Salmonella typhi u. Salmonella paratyphi B) aus dem Pat.-Blut. Mischung von 1 Teil Blut mit 3 Teilen G. Beimpfung auch mit frischem Venenblut,... Mehr zu Gallebouillon
Gallelösungsversuch
Methode zur Differenzierung von vergrünenden Streptokokken (nicht lösl. in Galle) u. Pneumokokken (gallelösl.). Nachweis der Gallelöslichkeit durch Zusatz von 10%iger Desoxycholatlösung o. Rinderga... Mehr zu Gallelösungsversuch
Gallenblase
Vesica biliaris. Mehr zu Gallenblase
Gallenblase, septierte
geringster Grad der angeborenen Gallenblasenverdoppelung. Ein Septum unterteilt das Lumen in Längsrichtung u. führt zu vollständiger Abtrennung o. nur zu Unterteilung des Fundus. Mehr zu Gallenblase, septierte
Gallenblasenagenesie
extrem seltenes, angeborenes Fehlen der Gallenblase durch Entwicklungsarrest. Kombination mit weiteren Fehlbildungen: Ösophagotrachealfistel, Gaumenspalte, Anus imperforatus u. a. Mehr zu Gallenblasenagenesie
Gallenblasenatresie
angeborener, vollkommener o. partieller Verschluß des Lumens der stark verkleinerten Gallenblase. Kombination mit Gallengangatresie. Mehr zu Gallenblasenatresie
Gallenblasendivertikel
Ausstülpung der Wand der Gallenblase. Mehr zu Gallenblasendivertikel
Gallenblasenektopie
angeborene, fehlerhafte Lage der Gallenblase. Lokalisationen: vordere Bauchwand, im Ligamentum falciforme, extraperitoneal, drei Positionen von chir. Interesse: 1. Lage an Unterfläche des li. Leber... Mehr zu Gallenblasenektopie
Gallenblasenempyem
Eiteransammlung in der Gallenblase bei eitriger Gallenblasenentzündung. Mehr zu Gallenblasenempyem
Gallenblasenentleerung
Während einer Mahlzeit wird nach Kontakt des fetthaltigen Chymus mit der Dünndarmmukosa Kontraktion der Blasenmuskulatur durch Cholezystokinin-Pankreozymin u. parasympath. Aktivierung ausgelöst. De... Mehr zu Gallenblasenentleerung
Gallenblasenentzündung
akut o. chron. verlaufende Entzündung der Gallenblase. Entstehung meist durch Keimaszension vom Darm (z. B. Escherichia coli, Salmonella typhi, Mikrokokken) o. seltener hämatogen durch Bakterienaus... Mehr zu Gallenblasenentzündung
Gallenblasenhydrops
pralle Füllung der oft beträchtl. vergrößerten Gallenblase mit heller wäßrig-schleimiger Flüssigkeit (sog. weiße Galle) bei Verschluß des Ductus cysticus durch Konkremente o. Tumoren. Mehr zu Gallenblasenhydrops
Gallenblasenhypoplasie
angeborene Verkleinerung der Gallenblase, die den unteren Leberrand nicht überragt, jedoch alle histol. Schichten aufweist. Gewöhnl. mit Fehlbildungen der Gallenwege kombiniert. Mehr zu Gallenblasenhypoplasie
Gallenblasenkarzinom
bösartiger epithelialer Tumor der Gallenblase, makrosk. ein flächenhaft infiltrierendes, selten polypöses Karzinom; histol. meist ein szirrhöses Adenokarzinom. Entsteht oft auf dem Boden einer chro... Mehr zu Gallenblasenkarzinom
Gallenblasenverdoppelung
angeborene, verschiedengradige Verdopplung des Lumens der Gallenblase. Reicht von äußerl. nicht sichtbarer Unterteilung (Gallenblase, septierte) bis zur vollständigen Dopplung, nebeneinander o. an ... Mehr zu Gallenblasenverdoppelung
Gallenfarbstoffe
Tetra- u. Dipyrrole, die beim Abbau des Porphyrinrings aus Hämoproteinen, v. a. aus Hämoglobin entstehen (Hämoglobinabbau). Hauptvertreter des G. ist das Bilirubins, es wird in der Leber mit Glukur... Mehr zu Gallenfarbstoffe
Gallenfistel
Verbindung der Gallenwege zur Körperoberfläche (äußere G.) o. zu anderen Organen (innere G). Mehr zu Gallenfistel
Gallengangabszeß
bei eitriger Cholangitis vorkommender Abszeß in der Wand eines Gallengangs, der bei Übergreifen der Entzündung von intrahepat. Gallengängen auf das Leberparenchym zum sog. cholangit. Leberabszeß fü... Mehr zu Gallengangabszeß
Gallengangadenom
in der Leber vorkommender gutartiger bis kirschgroßer Tumor, der aus oft verzweigten schlauchförmigen Gängen besteht, die wie normale Gallengänge von hohem Zylinderepithel ausgekleidet werden. Mehr zu Gallengangadenom
Gallengangadenomyosis
Adenomyosis des Ductus cysticus u. Ductus choledochus. Adenomartig tiefenverlagerte Drüsen in die Muskularis. Mehr zu Gallengangadenomyosis
Gallengangagenesie
angeborenes Fehlen von Gallenwegen. Es können nur Teile betroffen (Gallenblasenagenesie) o. die intra- bzw. intra- u. extrahepat. Gallenwege einbezogen sein. Ikterus in 1. Lebenswoche, brauner Urin... Mehr zu Gallengangagenesie
Gallengangatresie
angeborener Verschluß der intra- bzw. extrahepat. Gallenwege. Sympt. des mechan. Ikterus: persistierender Ikterus nach der Neugeborenenzeit, achol. Stühle, dunkelbrauner Urin, typ. Laborbefunde. Sc... Mehr zu Gallengangatresie
Gallengangdrainage
Drainage der extrahepat. Gallengänge, z. B. nach Choledochotomie o. in Form der transhepat. endlosen G. bei Gallengangstrikturen bzw. durch endoskop. plazierte Prothesen. Mehr zu Gallengangdrainage
Gallengangdystopie
abartiger Verlauf der extrahepat. Gallengänge. G. ist Bestandteil von Agenesie der Gallenblase o. deren Verlagerung. Mehr zu Gallengangdystopie
Gallengänge, extrahepatische
1. Ductus hepaticus, Ausführungsgang der Leber, 2. Ductus cysticus, zu- u. wegführender Gang der Gallenblase, 3. Ductus choledochus, ab der Vereinigung beider vorigen, mündet in das Duodenum. Mehr zu Gallengänge, extrahepatische
Gallengänge, intrahepatische
1. Canaliculi biliferi, intralobuläre Gallenkapillaren, die von benachbarten Leberepithelzellen begrenzt werden; 2. Ductuli biliferi (Hering-Kanälchen) an der Läppchenperipherie mit einschichtigem ... Mehr zu Gallengänge, intrahepatische
Gallenganghyperplasie
kongenitale Hyperplasie der intrahepat. Gallengänge führt zu einem bizarren Netzwerk in den Glisson-Dreiecken, deren Bindegewebe stark vermehrt ist u. die sich untereinander verbinden: derbe Leberk... Mehr zu Gallenganghyperplasie
Gallenganghypoplasie
unvollständig bzw. zu englumig angelegte intra- u./o. extrahepat. Gallengänge. Mehr zu Gallenganghypoplasie
Gallengangkarzinom
bösartiger epithelialer Tumor der extra- u. intrahepat. Gallenwege, meist szirrhöses Adenokarzinom; Hauptlokalisation sind die Papilla Vateri u. die Vereinigung des Ductus cysticus u. hepaticus. Be... Mehr zu Gallengangkarzinom
Gallengangpfropfsyndrom
Syndrom der eingedickten Galle. Mehr zu Gallengangpfropfsyndrom
Gallengangstenose, angeborene
lokale Verengung der extrahepat. Gallenwege durch örtl. Persistenz des embryonalen Epithelverschlusses. Stenosen der großen Gallenwege sind seltener als Gallengangagenesie. Stenosen durch Kompressi... Mehr zu Gallengangstenose, angeborene
Gallengangtuberkel
um einen kleinen intrahepat. Gallengang gelegener tuberkulöser Herd mit zentraler Nekrose; Einbeziehung des Gallengangs in die Nekrose u. dadurch bedingt ikter. Verfärbung der zentralen Verkäsung. Mehr zu Gallengangtuberkel
Gallengangwucherung
im Bindegewebe zirrhot. Lebern auftretende Neubildung von kleinen Gängen (Gallengangsprossen) als Versuch der Schaffung neuer Abflußwege für die Galleflüssigkeit von der zerstörten Leberläppchenper... Mehr zu Gallengangwucherung
Gallengrieß
die ihrer Größe nach dem Grieß vergleichbaren kleinsten Gallensteine, die im Ultraschallbild keine Echos verursachen u. sich schnell (im Ggs. zum Sludge) umlagern. Mehr zu Gallengrieß
Galleninfarkt
periportale Leberzellgruppen werden stark mit Galle imbibiert u. zerstört. Das zurückbleibende Retikulumnetz wird mit Galle angefärbt. Histol. Zeichen für extrahepat. Verschluß. Mehr zu Galleninfarkt
Gallenkapillaren
Canaliculi biliferi. Mehr zu Gallenkapillaren
Gallenkolik
plötzl. einsetzende heftige kolikartige Schmerzen im re. Oberbauch, die evtl. in die re. Schulter u./o. den epigastr. Winkel ausstrahlen u. mit einer Bauchdeckenspannung im Oberbauch u. Übelkeit ei... Mehr zu Gallenkolik
Gallensalzmangeldiarrhö
bei unzureichender Gallensalzbildung auftretende Diarrhö mit Gewichtsverlust u. Steatorrhö (hepatobiliäre Maldigestion), selten, beispielsweise bei prim. biliärer Zirrhose. Mehr zu Gallensalzmangeldiarrhö
Gallensäuren
in der Leber gebildete Stoffwechselprodukte des Cholesterins, die in der Gallenblase gesammelt u. mit dem Gallensaft in den Intestinaltrakt abgegeben werden. Die Leber synthetisiert zwei prim. G.: ... Mehr zu Gallensäuren
Gallenstauung
Cholestase. Mehr zu Gallenstauung
Gallensteine
Konkremente innerhalb der Gallenblase u. der Gallengänge. Sie bestehen mineralog. aus drei Komponenten (Cholesterin, Pigmentsubstanzen u. Kalziumsalzen). Weitere Bestandteile wie Mukopolysaccharide... Mehr zu Gallensteine
Gallensteinileus
Darmverschluß durch einen ins Darmlumen perforierten (selten transpapillär abgegangenen) Gallenstein. Am häufigsten bei cholezystoduodenalen Fisteln, weniger bei cholezystokol. Bei diesen kommt es ... Mehr zu Gallensteinileus
Gallenwegsdrainage, perkutane transhepatische
perkutane transhepat. Cholangiodrainage (PTCD); interventionsradiolog. Drainage von extrahepat. Gallengangstauungen (Verschlußikterus) nach Punktion des intrahepat. Segments des Ductus hepaticus. I... Mehr zu Gallenwegsdrainage, perkutane transhepatische
Gallenwegsinfektion, extrahepatische
ätiol. vielfältige Entzündung der Gallenblase (Cholezystitis, Gallenblasenempyem) u./o. der extrahepat. Gallengänge (Cholangitis). Infektionsweg meist aszendierend-enterogen (vom Ductus choledochus... Mehr zu Gallenwegsinfektion, extrahepatische

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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