Buchstabe Io - Medizinlexikon (Seite 1 von 1)

Medizinisches Lexikon - I

IO-Gerät
im Ohr lokalisiertes Hörgerät. Mehr zu IO-Gerät
Iod
chem. Symbol I, Ordnungszahl 53, relative Atommasse 126,90; Halogen. Für den Menschen essentielles Element als Bestandteil von Schilddrüsenhormonen, das er aus der Umwelt aufnehmen muß. Iodmangel f... Mehr zu Iod
Iod, butanol-extrahierbares
Anteil des im Blutserum zirkulierenden Iods, welcher sich durch Butanol extrahieren läßt. B. I. besteht aus den iodhaltigen Aminosäuren (Hormonen) Tetraiodthyronin (Thyroxin, T4) u. Triiodthyronin ... Mehr zu Iod, butanol-extrahierbares
Iod, proteingebundenes
Anteil des im Blutserum vorhandenen Iods, der überwiegend in Form von iodhaltigen Aminosäuren (Thyroxin u. Triiodthyronin) an Transporteiweiße gebunden zirkuliert. Die Bestimmung erfolgt nach Eiwei... Mehr zu Iod, proteingebundenes
Iodakne
akneartiger Ausschlag, nach innerl. Anwendung von Iodverbindungen, ähnl. der Chlorakne. Mehr zu Iodakne
Iodausschlag
tox. o. allerg. ausgelöste Hautausschläge bei äußerl. o. innerl. Anwendung iodhaltiger Präparate. Unterschiedl. klin. Bilder mögl.: Erytheme, Urtikaria, Blasen, Purpura, Ekzem. Mehr zu Iodausschlag
Iodbedarf
der tgl. Bedarf des Menschen an Iod ist von seinem Entwicklungsstand abhängig; Neugeborene u. Säuglinge benötigen etwa 50 ?g, Jugendliche mind. 150 ?g, Erwachsene 200 ?g, Schwangere u. Stillende mi... Mehr zu Iodbedarf
Iodchloroxichinolin
Chemotherapeutikum bei Amöbenruhr. Nebenwirkung: subakute Myelooptikoneuropathie (SMON), vornehml. bei Japanern beobachtetes Syndrom; tödl. Ausgang mögl. Mehr zu Iodchloroxichinolin
Iodfehlverwertung
sporad. u. genet. bedingte, aber auch erworbene Störungen der Schilddrüsenhormonsynthese. Als Ursache wird ein Enzymdefekt angenommen. Bisher sind folgende 6 Typen von I. bekannt: Typ 1: Iodination... Mehr zu Iodfehlverwertung
Iodgorgosäure
Diiodtyrosin, entsteht während der Synthese von Thyroxin. Mehr zu Iodgorgosäure
Iodide
Salze der Iodwasserstoffsäure, z. B. Kaliumiodid (KI). I. wirken auf Kolloide entquellend u. werden deshalb als Expektoranzien verwendet. Auch best. Erkrankungen der Blutgefäße u. der Schilddrüse s... Mehr zu Iodide
Iodiodkaliumlösung
2,0 g Kaliumiodid werden in wenig Wasser gelöst, 1 g Iod dazugegeben u. auf 300 ml mit destilliertem Wasser aufgefüllt; dient zum empfindl. Nachweis von Stärke: tiefblaue Farbe bei Reaktion mit Amy... Mehr zu Iodiodkaliumlösung
Iodisationsdefekt
Iodfehlverwertung. Mehr zu Iodisationsdefekt
Iodismus
Schleimhautentzündung (Bronchitis, Konjunktivitis, Stomatitis, Gastroenteritis), Appetitlosigkeit, Fieber, Gesichtsschwellung, Hyperthyreose bis zur Iodkachexie nach interner Zufuhr von Iod. Iodsch... Mehr zu Iodismus
Iododerma tuberosum
überwiegend im Gesicht u. an den Extremitäten nach längerer Iodeinnahme auftretende flache Knoten, vermischt mit pustulösen Herden. Die Knoten können zu wuchernden Geschwüren mit blasig abgehobenem... Mehr zu Iododerma tuberosum
Iodoform
Triiodmethan, CHI3. Wundantiseptikum. Mehr zu Iodoform
Iodometrie
maßanalyt. Bestimmung von oxidierbaren u. reduzierbaren Stoffen in wäßriger Lösung durch I2 bzw. I–: Mehr zu Iodometrie
Iodopsin
Sehpigment der Zapfen der Retina (Rhodopsin), das aus dem Retinal1 u. dem Zapfenopsin, einem Eiweiß, aufgebaut ist u. unter der Einwirkung von Licht zerfällt; sein Absorptionsmaximum liegt bei 562 ... Mehr zu Iodopsin
Iodothiouracil
Thyreostatika. Mehr zu Iodothiouracil
Iodpemphigus
bullöses Exanthem nach Iodeinnahme. Mehr zu Iodpemphigus
Iodprobe
Verfahren 1. zum Nachweis von Biliverdin im Harn (3 ml Harn werden vorsichtig mit 1%iger alkohol. Iodlösung überschichtet, bei Vorhandensein von Biliverdin grüner Ring); 2. zur besseren Differenzie... Mehr zu Iodprobe
Iodpurpura
Blutungen in die Haut nach Iodeinnahme. Mehr zu Iodpurpura
Iodspeisesalz
iodiertes Speisesalz, das je 1 kg insges. 5 mg Kalium-, Natrium- o. Kalziumiodid enthält; findet bei Iodmangel Verwendung zur proph. Bekämpfung des Kropfes. Struma. Mehr zu Iodspeisesalz
Iodstärkereaktion
Blaufärbung einer iodhaltigen Lösung bei Zugabe von wenig lösl. Stärke. Die I. beruht auf einer Einlagerung von Iodteilchen in die Zwischenräume des Stärkemakromoleküls (Poly-a-Glukose). Die I. ist... Mehr zu Iodstärkereaktion
Iomeglamsäure
Röntgenkontrastmittel zur Gallenwegsdarstellung; oral zu applizieren. Mehr zu Iomeglamsäure
Ionen
elektr. geladene Teilchen, die in Lösung zur Anode (Anion Yn-) o. Kathode (Kation Xn+) wandern. I. entstehen aus den Elementen durch Elektronenzufuhr (Anionen) o. -entzug (Kationen). In Salzen bese... Mehr zu Ionen
Ionen, atmosphärische
pos. o. neg. geladene Teilchen in der Luft. Die Kleinionen, bestehend aus etwa 10–30 Molekülen, bewirken die elektr. Leitfähigkeit der Luft, ihre Konzentration ist örtl., auch strahlungsbedingt, se... Mehr zu Ionen, atmosphärische
Ionenaktivität
effektive Konzentration einer Ionenart in einer Lösung. Die I. ist nur in sehr stark verdünnten Lösungen gleich der lt. Einwaage zu erwartenden Konzentration. In allen anderen Fällen setzen Wechsel... Mehr zu Ionenaktivität
Ionenantagonismus
Entgegenwirken der ein- u. zweiwertigen Ionen im Plasma, hauptsächl. des K+, Ca2+ u. Mg2+. K+ wirkt quellend, Ca2+ u. Mg2+ wirken entquellend. Mehr zu Ionenantagonismus
Ionenaustausch
Austausch einer Ionensorte durch eine andere. Wird techn. realisiert in Kunstharzen (z. B. Zeolithen), die in Mikrohohlräumen eine Ionensorte durch schwache Wechselwirkung an der Harzoberfläche fes... Mehr zu Ionenaustausch
Ionenaustauschchromatographie
Verfahren zur Trennung von Ionen gleichen Ladungssinns an Ionenaustauscher. Trennprinzip ist ein Ionenaustausch aufgrund der unterschiedl. Aktivität der Ionen zum Ionenaustauscher. I. ist eine Flüs... Mehr zu Ionenaustauschchromatographie
Ionenbeziehung
Bindung, chemische. Mehr zu Ionenbeziehung
Ionendiagramm
Gamble-Diagramme. Mehr zu Ionendiagramm
Ionendiffusionspotential
Gleichgewichtspotential. Mehr zu Ionendiffusionspotential
Ionendosis
die von einer ionisierenden Strahlung in einem Luftvolumen dV erzeugte Ladungsmenge dQ im Verhältnis zur Masse der Luft dm, die in dV enthalten ist. Die Einheit der I. ist das Röntgen (R) u. im SI ... Mehr zu Ionendosis
Ionenkanäle
Ionentheorie. Mehr zu Ionenkanäle
Ionenpermeabilität
Durchlässigkeit der Zellmembran u. anderer Membranen für Kationen u. Anionen. Ionen können durch die Zellmembran entweder passiv o. aktiv transportiert werden. Ein passiver Transport ist ein Ausgle... Mehr zu Ionenpermeabilität
Ionenprodukt
Ausdruck zur Kennzeichnung solcher chem. Dissoziationsgleichgewichte, für die der Nennerausdruck im Massenwirkungsgesetz prakt. konstant ist. Das I. wird aus dem Produkt der Gleichgewichtskonstante... Mehr zu Ionenprodukt
Ionenstärke
Maß für die Elektrolytaktivität einer Lösung, wobei die molare Konzentration u. die Ladung der Ionen die Stärke bestimmen. In die Berechnung sind alle Ionen der Lösung einzeln einzubeziehen. Mehr zu Ionenstärke
Ionentheorie
I. der Erregung; Erklärung für die Entstehung von erregungsrelevanten Schwankungen des elektr. Potentials über die Membran von erregbaren Zellen, z. B. Nerven-, Muskelzellen. Während im nichterregt... Mehr zu Ionentheorie
Ionentherapie
beruht auf der Beobachtung, daß Anreicherung der Luft mit neg. Ionen einen fördernden Einfluß auf biol. Vorgänge hat, etwa Wachstumsstimulierung von Pflanzen, Förderung der Wundheilung, Beeinflussu... Mehr zu Ionentherapie
Ionentransport
Na+/K+-ATPase. Mehr zu Ionentransport
Ionisation
Erzeugung von Ionen aus Atomen o. Molekülen. Der I. geht eine Energiezufuhr zum Atom o. Molekül voraus. In der Radiol. spielt die I. bei der Messung ionisierender Strahlung eine große Rolle. Mehr zu Ionisation
Ionisationsarbeit
diejenige Arbeit, die erforderl. ist, um ein Elektron von einem Atom zu lösen u. hinreichend weit zu entfernen. Im Mittel beträgt die I. etwa 30 eV. Mehr zu Ionisationsarbeit
Ionisationsdosimeter
Geräte zur Messung der Dosis o. Dosisleistung ionisierender Strahlung. Ein I. besteht aus einer Kombination einer Ionisationskammer mit einem Ladungs- o. Strommeßgerät (Faden-, Quadranten-, Schwing... Mehr zu Ionisationsdosimeter
Ionisationskammer
Detektor für ionisierende Strahlung. Anordnung von zwei gegeneinander sehr hochohmig isolierten Elektroden, zwischen denen sich ein Gas, meist Luft, befindet. Legt man an die Elektroden Spannung, s... Mehr zu Ionisationskammer
Ionisierungsenergie
Maß für die Gesamtenergie des Elektrons, das sich im Grundzustand des Atoms auf dem höchsten Energieniveau befindet. Die I. entspricht der Arbeit, die erforderl. ist, um dieses Elektron aus dem Ato... Mehr zu Ionisierungsenergie
Ionogramm
Gamble-Diagramme. Mehr zu Ionogramm
Ionophore
Kalziumtransportierende Membranproteine (z. B. Calciphorin der Innenmembran der Mitochondrien). Mehr zu Ionophore
ionotrop
kurzzeitig (1 ms) transsynapt. Wirkung von Neurotransmittern auf Membrankanäle der Zielzelle, z. B. eines Neurons (Glutamat, Gammaaminobuttersäure) o. einer Muskelzelle (Acetylcholin). Die Änderung... Mehr zu ionotrop
Iontophorese
Anwendung von Gleichstrom zum Einbringen von Medikamenten durch die intakte Haut. Dient der Behandlung von Bindegewebe u. Periostbefunden, z. B. Salicylationtophorese bei chron. entzündl. Veränderu... Mehr zu Iontophorese

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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