Buchstabe Li - Medizinlexikon (Seite 6 von 6)

Medizinisches Lexikon - L

Lippenrot
Lippe. Mehr zu Lippenrot
Lippensaugen
gehört zu den Dysfunktionen oraler Weichteile u. führt zu Stellungsanomalien der Frontzähne, z. B. Vergrößerung der sagittalen Schneidezahnstufe, Overjet, frontal offenem Biß. Mehr zu Lippensaugen
Lippenschild
Mundvorhofplatte. Mehr zu Lippenschild
Lippenspalte
Cheiloschisis, Diastematochilie, Schistochilie, Labium fissum; angeborene Kerben (Depression lineaire) o. tief einschneidende Spalten beider Lippen. Oberlippe: mediane Oberlippenspalte („echte Hase... Mehr zu Lippenspalte
Lippitudo
Tränenträufeln. Mehr zu Lippitudo
Lipurie
wörtl. Fettharnen, klin. übertragen Harn mit Fettgehalt. Mehr zu Lipurie
Liq
Abk für Liquor; Flüssigkeit. Mehr zu Liq
liquefactus
verflüssigt, z. B. Phenolum liquefactum ist verflüssigtes Phenol, wobei Phenol nach Zusatz von 15 % Wasser unter Erwärmen im Wasserbad verflüssigt wird. Mehr zu liquefactus
Liquefaktion
Verflüssigung. Mehr zu Liquefaktion
Liquid-Scintillation-Counter
Flüssigkeitsszintillationszähler. Mehr zu Liquid-Scintillation-Counter
liquidus
flüssig. Mehr zu liquidus
Liquor
Flüssigkeit. Früher wurden als L. flüssige Arzneizubereitungen bezeichnet, bei denen der Arzneistoff durch chem. Umsetzung gewonnen wurde, z. B. L. Kalii arsenicosi; L. Aluminii acetici u. a. m.; h... Mehr zu Liquor
Liquor aluminii acetici
essigsaure Tonerde. Mehr zu Liquor aluminii acetici
Liquor cerebrospinalis
Hirn-Rückenmark-Flüssigkeit, Cerebrospinal fluid (Abk CSF); in den liquorführenden Räumen des Zentralnervensystems (Hirnventrikelsystem, zerebraler u. spinaler Subarachnoidalraum) enthaltene wasser... Mehr zu Liquor cerebrospinalis
Liquor folliculi
durch Sekretion des Follikelepithels gebildete Flüssigkeit (Liquor) unter Ausbildung des Liquorraums; Graaf-Follikel. Der L. f. enthält das Follikelhormon, das u. a. die Ausbildung der weibl. Genit... Mehr zu Liquor folliculi
Liquor-Hirn-Schranke
Barriere mit Behinderung des Stoffaustauschs zwischen extrazellulärer Hirnflüssigkeit u. Liquor. Mehr zu Liquor-Hirn-Schranke
Liquorableitungsoperationen
Hydrozephalustherapie. Mehr zu Liquorableitungsoperationen
Liquorblockade
Abflußbehinderung des Liquor cerebrospinalis im Bereich physiol. Engen (3. Ventrikel, Aquädukt) durch entzündl. o. tumoröse Verschlüsse. Auch bei Spinaltumoren, Sperrliquor. Mehr zu Liquorblockade
Liquordiagnostik
Untersuchungen zur Beurteilung von Liquorparametern. Der Queckenstedt-Versuch zur Prüfung der Liquorpassage hat an Bedeutung verloren. Die visuelle Beurteilung ermöglicht die Feststellung von Trübu... Mehr zu Liquordiagnostik
Liquordiapedese
Austritt von Blutflüssigkeit u. niedermolekularem Eiweiß (v. a. Albumin) aus den Gefäßen der terminalen Strombahn bei prästat. Durchblutungsstörung mit gesteigerter Permeabilität (z. B. bei Entzünd... Mehr zu Liquordiapedese
Liquorfistel
Schädel-Hirn-Verletzung, laterootobasale; Schädel-Hirn-Verletzung, frontorhinobasale. Mehr zu Liquorfistel
Liquorraumszintigraphie
nuklearmed. Untersuchungsverfahren des spinalen u. zerebralen Liquorraums. Intrathekale Injektion des Radiopharmakons (z. B. 111In-DTPA o. 99mTc-DTPA) nach Lumbalpunktion (Myeloszintigraphie) o. SO... Mehr zu Liquorraumszintigraphie
Liquorrhö
Rhinorrhö, Otorrhö. Mehr zu Liquorrhö
Liquorsyndrom
veränderte Liquorbefunde, die für best. Krankheiten typ. sind. Mehr zu Liquorsyndrom
Liquorüberdrucksyndrom
bei Hirnödem auftretende Sympt.: Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen, Stauungspapille, Reflexsteigerungen u. a. Mehr zu Liquorüberdrucksyndrom
Liquorunterdrucksyndrom
bei Liquorverlust (traumat. u. a.) auftretender Schwindel, Erbrechen, Kopfschmerzen u. a. Mehr zu Liquorunterdrucksyndrom
Lisfranc, Jacques
(1790–1847), frz. Chir., Paris. Mehr zu Lisfranc, Jacques
Lisfranc-Gelenk
als funktionelle Einheit betrachtete Gesamtheit der Tarsometatarsalgelenke eines Fußes. Mehr zu Lisfranc-Gelenk
Lisinopril
ein ACE-Hemmer. Mehr zu Lisinopril
LISK
Abk für Literaturinformationsservice für die Krankenpflege u. das Krankenhauswesen. Mehr zu LISK
Lispeln
Sigmatismus interdentalis. Mehr zu Lispeln
Lissauer, Heinrich
(1861–1891), dt. Psychiater, Breslau. Mehr zu Lissauer, Heinrich
Lissauer-Herdparalyse
Lissauer-Typ der progressiven Paralyse, bei dem zerebrale Herdsymptome, bes. auch hirnpatholog. Syndrome wie Aphasie, Agnosie auf der Grundlage umschriebener kortikaler Läsionen im Vordergrund stehen. Mehr zu Lissauer-Herdparalyse
Lissenzephalie
glatte, windungslose Oberfläche der Großhirne mancher Säugetiergruppen. Stellt den Normalzustand dar. Keine synonyme Verwendung mit Agyrie (Windungslosigkeit) beim Menschen, da diese Ausdruck eines... Mehr zu Lissenzephalie
Listenzytogramm
Schein für gyn.-zytolog. Untersuchungen. Enthält Angaben für 5–10 Frauen zur Person, Anamnese, klin. u. kolposkop. Befund sowie das Ergebnis der zytolog. Auswertung u. ist eine nützl. Rationalisier... Mehr zu Listenzytogramm
Lister, Joseph
(1827–1912), brit. Chir., Glasgow, Edinburgh, London. Schüler von W. Sharpey (1802–1880). Mehr zu Lister, Joseph
Lister-Methode
von Lister inaugurierte Methode der Wundbehandlung. Mehr zu Lister-Methode
Listeria
taxonom. unabhängige Gattung der Bakterien. L. sind kleine, grampositive, bewegl., sporenlose, aerobe Stäbchen mit Neigung zur Kettenbildung. L. monocytogenes u. L. ivanovii als Erreger der Listeri... Mehr zu Listeria
Listeriom
Listeriose. Mehr zu Listeriom
Listeriose
enzoot.-epizoot., von Tieren meist durch Kontakt, gelegentl. durch Lebensmittel auf Menschen übertragbare, meldepflichtige Infektionskrankheit. Erreger ubiquitäre sowie im Warmblüterreservoir anzut... Mehr zu Listeriose
Listing, Johann Benedikt
(1808–1882), dt. Physiker, Göttingen. Mehr zu Listing, Johann Benedikt
Listing-Auge
vereinfachtes Augenschema (reduziertes Auge), bei dem es nur einen Haupt- u. Knotenpunkt gibt. Dieses Auge entspricht einem sehr einfachen opt. System, das nur eine kugelförmige Trennfläche zwische... Mehr zu Listing-Auge
Listing-Gesetz
Die horizontale u. vertikale Drehachse des Auges liegen in einer Ebene, der Listing-Ebene. Auf dieser steht die sagittale Drehachse senkrecht. Mehr zu Listing-Gesetz
Lisurid
halbsynthet. Abkömmling von Mutterkorn. Wirkung: Hemmung der Prolaktinsekretion, Serotonin- u. Dopaminantagonist. Anwendung bei Parkinson-Syndrom u. Migräne sowie zum Abstillen. Mehr zu Lisurid
Liter
i. R. des internationalen Einheitensystems zugelassene Hilfsgröße zur Volumenangabe 1 l = 10–3 m3. Mehr zu Liter
Literäquivalent
Sauerstoffäquivalent, kalorisches. Mehr zu Literäquivalent
Lithiasis
Steinkrankheit, z. B. in Gallenblase, Niere, Harnblase. Cholelithiasis. Mehr zu Lithiasis
Lithium
chem. Symbol Li; Alkalimetall. Atomgewicht 6,94; einwertig. Vorkommen in Pflanzen u. Tieren. Als essentielles Spurenelement für den Menschen bisher nicht erwiesen. Normaler Spiegel im Plasma 4,5 ?m... Mehr zu Lithium
Lithiumprophylaxe
psychiatr. Therapieverfahren zur Langzeitprophylaxe, insbes. der manisch-depressiven Krankheit. Geringere Erfolgsaussichten bei monopolaren depressiven Verläufen u. schizoaffektiven Psychosen. Lith... Mehr zu Lithiumprophylaxe
Lithocholsäure
Gallensäuren. Mehr zu Lithocholsäure
Lithogenität
Neigung zur Steinbildung (Gallensteine, Nierensteine, Galle, lithogene). Mehr zu Lithogenität
Lithokelyphopädion
Kalkablagerung in abgestorbenen Feten (Lithopädion) u. deren Hüllen (sog. Steinkind). Mehr zu Lithokelyphopädion
Lithokelyphos
Verkalkung der Fruchthüllen. Mehr zu Lithokelyphos
Lithoklast
Lithotripsie. Mehr zu Lithoklast
Litholapaxie, perkutane
perkutane, transrenale Entfernung von Harnsteinen aus Nierenkelchen, Nierenbecken o. Harnleiter nach Nephrostomie über ein Hohlrohr mittels Nephroskop. Die p. L. erfolgt unter lichtopt. Sicht o. Rö... Mehr zu Litholapaxie, perkutane
Litholyse
Harnsteinlitholyse. Mehr zu Litholyse
Litholytika
steinauflösende Mittel Harnsteinlitholyse. Mehr zu Litholytika
Lithopädion
abgestorbener, mit Kalksalzen inkrustierter Fetus. Fetus calcificatus. Mehr zu Lithopädion
Lithotomie
Herausschneiden von Steinen auf chir. operativem Wege, sog. „offener Schnitt“, z. B. Nierenbecken (Pyelolithotomie), Spaltung der Niere (Nephrolithotomie), Harnleiter (Ureterolithotomie), Blase (Zy... Mehr zu Lithotomie
Lithotripsie
Zertrümmerung von z. B. Nieren-, Blasen- u. Gallensteinen. Unter Röntgendurchleuchtungskontrolle o. unter Ultraschallsicht werden verschiedene Verfahren angewendet, Interventionsradiologie. 1. L. m... Mehr zu Lithotripsie
Lithotriptor
Gerät zur Lithotripsie. Mehr zu Lithotriptor
Litten, Moritz
(1845–1907), dt. Int., Berlin. Mehr zu Litten, Moritz
Litten-Phänomen
bei tiefer Atmung mit der Zwerchfellbewegung auf- u. abwärts gleitende, zirkuläre Einziehung der Brustwand, die bei Pleuraschwarte u./o. -erguß, Lungenemphysem u. Zwerchfellrelaxation fehlt. Mehr zu Litten-Phänomen
Little, Ernest Gordon Graham
(1867–1950), brit. Dermat. Mehr zu Little, Ernest Gordon Graham
Little, William John
(1810–1894), brit. Chir. u. Orthop., London. Mehr zu Little, William John
Little-Syndrom
Lichen ruber follicularis decalvans. Mehr zu Little-Syndrom
Littré, Alexis
(1658–1726), frz. Anat., Chir., Paris. Mehr zu Littré, Alexis
Littré-Drüsen
Glandulae urethrales. Mehr zu Littré-Drüsen
Littré-Hernie
Darmwandbruch, bei der nur ein Teil der Darmwand eingeklemmt ist. Mehr zu Littré-Hernie
Littreitis
Entzündung der Littré-Urethraldrüsen; meist auf gonorrho. Basis. Mehr zu Littreitis
Litzmann, Conrad Carl Theodor
(1815–1890), dt. Gyn., Kiel. Mehr zu Litzmann, Conrad Carl Theodor
Litzmann-Obliquität
Hinterscheitelbeineinstellung, ungünstige Form des Asynklitismus. Mehr zu Litzmann-Obliquität
Livedo racemosa
Endarteriitis u./o. Endophlebitis subkutaner Angiolen mit blutroter, baumartiger Gefäßzeichnung. Oft kombiniert mit Endangiitis obliterans, Periarteriitis nodosa, Akrodermatitis chronica atrophican... Mehr zu Livedo racemosa
Livedo reticularis
funktionelle Durchblutungsstörung mit bläul.-rötl. Fleckung der Haut, bes. deutl. in Kälte. Befällt Stamm u. Extremitäten; untere Körperhälfte dominiert. Cutis marmorata. Mehr zu Livedo reticularis
livid
bleifarbig, bläul., fahl. Mehr zu livid
Livido racemosa
Livedo racemosa. Mehr zu Livido racemosa
Livor
bleiblaue Farbe. Mehr zu Livor
Livores
kurz für Livores mortis; Totenflecke. Mehr zu Livores
Lizentiat
aus dem Mittelalter stammender akadem. Grad (mit Lehrbefugnis). In einigen Ländern mit unterschiedl. Bedeutung gebräuchl. Mehr zu Lizentiat

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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