Buchstabe Th - Medizinlexikon (Seite 4 von 4)

Medizinisches Lexikon - T

Thrombozytenhemmstoffe
Pharmaka, die die Funktion der Blutplättchen (Adhäsion, Aggregation, Freigabe gerinnungsaktiver Stoffe) hemmen, z. B. Acetylsalicylsäure, die die Synthese aggregationsauslösender Prostaglandine hemmt. Mehr zu Thrombozytenhemmstoffe
Thrombozytenkinetik
Untersuchungsverfahren zur Bestimmung der Thrombozytenüberlebenszeit u. des Thrombozytenabbauortes mit markierten Thrombozyten. Nach Thrombozytenisolierung durch Differentialzentrifugation Markieru... Mehr zu Thrombozytenkinetik
Thrombozytenkonzentrate
zur Thrombozytentransfusion geeignete Blutpräparate. 1. Thrombozytenreiches Plasma enthält außer den Thrombozyten alle plasmat. Gerinnungsfaktoren; wird wegen Volumenbelastung (180–250 ml) nur noch... Mehr zu Thrombozytenkonzentrate
Thrombozytenlebenszeit
System, thrombozytäres, Thrombozytenkinetik. Mehr zu Thrombozytenlebenszeit
Thrombozytennukleotide
Gesamtheit der Nukleotide im Thrombozyten. Anteil an der Trockenmasse ca. 1 %. Die Adeninnukleotide sind im Thrombozyten kompartimentiert. Zwei Drittel des ATP u. ADP befinden sich im Speicherpool ... Mehr zu Thrombozytennukleotide
Thrombozytenresistenztest
labordiagnost. Test zur Erfassung der Thrombozytenfunktion, bei Kontakt mit benetzbaren Oberflächen zu adhärieren, aggregieren u. gerinnungsaktive Thrombozytenfaktoren an die Umgebung abzugeben. Me... Mehr zu Thrombozytenresistenztest
Thrombozytenrezeptoren
Thrombozytenantigene. Mehr zu Thrombozytenrezeptoren
Thrombozytentransfusion
Substitution von Thrombozyten bei hämorrhagischer Diathese infolge Thrombozytopenie. Eine T. darf nur erfolgen, wenn die Thrombozytopenie bildungsbedingt ist, d. h., bei Zuständen erhöhten Verbrauc... Mehr zu Thrombozytentransfusion
Thrombozytenzählung
erfolgt entweder visuell in einer Zählkammer nach vorangegangener Erythrozytolyse u. Sedimentation der Thrombozyten in der feuchten Kammer unter dem Phasenkontrastmikroskop o. maschinell aus Vollbl... Mehr zu Thrombozytenzählung
Thrombozythämie
umfaßt allg. Vermehrungen über 400 · 109/l. Reaktive Vermehrungen sind abzugrenzen von Vermehrung der Thrombozyten (> 800 · 109/l) bei neoplast. Transformation der Megakaryozytopoese. Die T. kan... Mehr zu Thrombozythämie
Thrombozytopathie
Blutungsneigung durch Thrombozytenfunktionsstörungen. 1. Angeborene T.: Thrombasthenie Glanzmann-Naegeli, makrothrombozytäre Thrombopathie Bernard-Soulier, polyphyle Reifungsstörung May-Hegglin, St... Mehr zu Thrombozytopathie
Thrombozytopathie Typ Hemmeler, familiäre
durch einen Granulomerdefekt der Megakaryozyten u. Blutplättchen gekennzeichnet, die mit einer schweren hämorrhagischen Diathese einhergeht. Die Anomalie ist bisher nur in einer Schweizer Sippe beo... Mehr zu Thrombozytopathie Typ Hemmeler, familiäre
Thrombozytopenie
Verminderung der Thrombozytenkonzentration im peripheren Blut unter die altersentsprechende Norm, d. h. beim Erwachsenen unter 100 · 109/l. Eine hämorrhag. Diathese tritt erst bei Werten unter 50 ·... Mehr zu Thrombozytopenie
Thrombozytopenie, amegakaryozytäre
durch das Fehlen von Megakaryozyten gekennzeichneter Blutplättchenmangel Thrombozytopenie. Mehr zu Thrombozytopenie, amegakaryozytäre
Thrombozytopenie, kongenitale
angeborene Verminderung der Thrombozytenanzahl. Erbl. Formen bekannt. Es besteht Mangel an Megakaryozyten im Knochenmark. Amegakaryozytäre T. besteht in Kombination mit Ekzemen u. chron. Infekten b... Mehr zu Thrombozytopenie, kongenitale
Thrombozytopenie-Hämangiom-Syndrom
im Säuglingsalter auftretende thrombopen.-thrombot. Purpura infolge großer Hämangiome mit Verbrauchsthrombozytopenie. Mehr zu Thrombozytopenie-Hämangiom-Syndrom
Thrombozytopherese
Zellapherese. Mehr zu Thrombozytopherese
Thrombozytopoese
Megakaryozytopoese, System, thrombozytäres. Mehr zu Thrombozytopoese
Thrombozytose
Vermehrung der Thrombozytenkonzentration im peripheren Blut über 500 · 109/l. Eine T. tritt nach Splenektomie, Blutungen, chron. entzündl. Erkrankungen (Colitis ulcerosa, Crohn-Krankheit, Rheumatoi... Mehr zu Thrombozytose
Thrombus
Blutpfropfbildung, durch intravitales u. intravasales Festwerden von Blut. 1. Weißer, Abscheidungs- o. Agglutinationsthrombus (als Korallenstock- o. geschichteter T.), durch prim. Aggregation von T... Mehr zu Thrombus
Thuja occidentalis
abendländ. Lebensbaum. Enthält ätherische Öle, Hauptbestandteil ist das giftige Thujon. Mehr zu Thuja occidentalis
Thujon
Hauptbestandteil des äther. Wermutöls aus Artemisia Absinthium (Bitterer Beifuß, Absinth) u. der ätherischen Öle des Lebensbaums (Thuja occidentalis). Krampfgift. Zusammen mit anderen Stoffen (Thuj... Mehr zu Thujon
Thunberg-Technik
klass. Verfahren der Biochem. (durchgeführt in spez. Glasröhrchen = Thunberg-Röhrchen) zur Messung von enzymat. Dehydrierungs- o. Hydrierungsreaktionen, die durch einen Redoxindikator (2,6-Dichlorp... Mehr zu Thunberg-Technik
Thurau-Mechanismus
von Thurau (1965) entwickelte Theorie über die Pathogenese der Oligoanurie des akuten Nierenversagens (Niereninsuffizienz). Danach soll eine beim akuten Nierenversagen pathol. erhöhte Natriumkonzen... Mehr zu Thurau-Mechanismus
Thy-1-Antigen
neuere Bez. für Theta-Antigen. Mehr zu Thy-1-Antigen
thym-
den Thymus betreffend. Mehr zu thym-
Thymektomie
Entfernung des Thymus bei Thymushyperplasie o. Thymom. Frühzeitige T. soll bei Myasthenia gravis pseudoparalytica relativ gute Erfolge bringen. Gesetzmäßige immun. Konsequenzen nach T. sind von erh... Mehr zu Thymektomie
Thymeretika
Gruppe von Psychopharmaka, die zu den Antidepressiva gerechnet wird. Pharmaka, die den Antrieb u. die psychomotor. Aktivität i. S. einer psych. Stimulierung steigern. Sie werden bei Depressionen an... Mehr zu Thymeretika
Thymian
Thymus vulgaris. Mehr zu Thymian
thymicus
zum Thymus gehörend, vom Thymus ausgehend. Mehr zu thymicus
Thymidin
Desoxyribosid des Thymins; N-3-?-D-2'-Desoxyribofuranosidothymin. Mehr zu Thymidin
Thymidin-5'-diphosphat
5'-Pyrophosphorsäureester von Thymidin (TDP). Mehr zu Thymidin-5'-diphosphat
Thymidin-5'-phosphat
5'-Phosphorsäureester von Thymidin (TMP, Thymidylsäure). Mehr zu Thymidin-5'-phosphat
Thymidin-5'-triphosphat
Thymidinderivat, das an seinem 5'-C-Atom drei Phosphatgruppen trägt (TTP). Mehr zu Thymidin-5'-triphosphat
Thymidinkinase
Enzym, das die Phosphorylierung von Thymidin zu Thymidinmonophosphat katalysiert. Die von einigen DNA-Viren (z. B. Vacciniavirus, Orthopoxvirus, Herpes-simplex-Virus) induzierte T. ist virusspezif.... Mehr zu Thymidinkinase
Thymin
eine Nukleinsäurebase. Baustein von DNA. Die Synthese von T. erfolgt durch Methylierung von Desoxyuridinmonophosphat mittels Methylentetrahydrofolsäure (Pyrimidinbiosynthese). Beim Abbau von T. ent... Mehr zu Thymin
Thymol
1-Hydroxy-2-isopropyl-5-methyl-benzen. Antiseptikum u. Konservierungsmittel mit charakterist. Geruch. Bestandteil des ätherischen Öls aus Thymus vulgaris. Mehr zu Thymol
Thymol-Isopropanol
Gemisch aus Thymol u. Isopropanol (100 g Thymol in 1 l Isopropanol) wird u. a. als Konservierungsmittel für die Aufbewahrung von 24-Stunden-Sammelharn verwendet. Mehr zu Thymol-Isopropanol
Thymoleptika
Gruppe von Psychopharmaka, die zu den Antidepressiva gerechnet wird. Bei Depressionen angewandt, führen sie zu einer Aufhellung der Stimmungslage; antriebsteigernde Wirkungen sind schwächer ausgepr... Mehr zu Thymoleptika
Thymoltrübungstest
bei Einwirkung von Thymol auf Serum entsteht eine Trübung, deren Intensität weitgehend vom Gammaglobulingehalt u. vom Betalipoproteingehalt abhängt, aber im Ggs. zu anderen Serumlabilitätsproben au... Mehr zu Thymoltrübungstest
Thymom
Tumorbildung im Thymus. Mehr zu Thymom
Thymonukleinsäure
alte Bez. für Desoxyribonukleinsäure, die zunächst aufgrund ihres hohen mengenmäßigen Vorkommens im Thymus bevorzugt daraus isoliert wurde. In T. wurde zuerst 2-Desoxyribose als Zuckerkomponente de... Mehr zu Thymonukleinsäure
Thymopathie
histor. Bez. für eine anlagemäßig bedingte Abnormität des Gefühlslebens (z. B. abnorme Grundstimmung, abnorme Gefühlserregbarkeit, abnorme Ängstlichkeit). Mehr zu Thymopathie
Thymoplegika
Thymoleptika. Mehr zu Thymoplegika
Thymopoetin
Peptidhormon des Thymus, das die Differenzierung der hämatopoet. Stammzellen zu T-Lymphozyten beschleunigt. Mehr zu Thymopoetin
Thymopsyche
psych. Bereich der Emotionen u. Gefühle, gegenüber dem intellektuellen Bereich; veraltet. Mehr zu Thymopsyche
Thymoretika
Thymeretika. Mehr zu Thymoretika
Thymosin
Gruppe von Polypeptidhormonen des Thymus. Wesentl. an der Reifung von Stammzellen zu T-Lymphozyten im Thymus u. der Differenzierung von Subpopulationen beteiligt. Wahrscheinl. existieren 2 Vorstufe... Mehr zu Thymosin
Thymozyt
im Thymus angesiedelte lymphoide Zellen, die sich aus Knochenmarkstammzellen im Thymus unter Einfluß von Thymosin zu T-Lymphozytenpopulationen entwickeln. Einteilung in Medulla- u. Kortexlymphozyte... Mehr zu Thymozyt
Thymulin
zinkhaltiges Hormon des Thymus, das T-Zellen sowohl inner- als auch außerhalb der Thymusdrüse zur Differenzierung bringt. Mehr zu Thymulin
Thymus
zentrales lymphat. Organ, das für die Entwicklung des Immunsystems von Bedeutung ist. Anat. Als Abkömmling entodermalen Schlundtaschenepithels sowie ektodermalen Kiemenfurchenepithels entsteht der ... Mehr zu Thymus
Thymus vulgaris
mediterraner Halbstrauch. Die Droge (Thymi herba) enthält ätherische Öle, Hauptkomponente Thymol. Sekretmotor. u. antisept. wirksam, Expektorans. Thymianöl u. Thymol äußerl. als Desinfiziens. Mehr zu Thymus vulgaris
Thymusagenesie
Di-George-Syndrom. Mehr zu Thymusagenesie
Thymusaplasie
angeborene, starke Unterentwicklung des Thymus. Kleine Lymphozyten u. Hassall-Körperchen fehlen. Die im 3. Fetalmonat beginnende Lymphozytenbildung unterbleibt. Entspricht funktionell dem Fehlen de... Mehr zu Thymusaplasie
Thymusdystopie
Vorkommen von Thymusparenchym meist im Halsbereich. Vollkommener Arrest des Deszensus ist selten, meist deszendiert der Thymuskörper von der 3. Schlundtasche aus in den Thorax u. hinterläßt auf sei... Mehr zu Thymusdystopie
Thymushyperplasie
Vergrößerung des Thymus in den ersten Lebensmonaten bis etwa zum 2. Lj. mit konnatalem Stridor. Mehr zu Thymushyperplasie
Thymushypoplasie
angeborene Unterentwicklung des Thymus. Sympt. abgeschwächt gegenüber der Thymusaplasie. Mehr zu Thymushypoplasie
Thymustumor
Vergrößerung des Thymus infolge Hyperplasie (3/4) o. maligner Transformation (1/4). T. stellen etwa 10 % der Mediastinaltumoren u. führen zur Verbreiterung des oberen, vorderen Mediastinums. T. kön... Mehr zu Thymustumor
Thymuszyste
angeborene Zyste, die auf Reste der 3. Schlundtasche zurückgeführt wird. Kann innerhalb des Thymus liegen, jedoch auch auf dem Weg des deszendierenden Thymus, meist Halsbereich. Große Zysten erzeug... Mehr zu Thymuszyste
Thyratronstrom
in einem Thyratron, einer spez. Elektronenröhre, umgeformter Sinusstrom, der aus gleichgroßen pos. Teilstücken einer Sinushalbwelle besteht. Er ist dem neofaradischen Strom ähnl. Mehr zu Thyratronstrom
Thyreocalcitonin
in den C-Zellen der Schilddrüse gebildetes Hormon, das den Serumkalziumspiegel senkt u. Gegenspieler des Parathormons ist. Hauptwirkungen beruhen auf Hemmung des Knochenabbaus durch Bremsung der Os... Mehr zu Thyreocalcitonin
Thyreoglobulin
Glykoprotein der Schilddrüse. Relative Molmasse 660 000, besteht aus vier Untereinheiten, wird in den Follikelzellen gebildet u. im Follikellumen gespeichert. Es ist Mutter- u. Trägersubstanz der S... Mehr zu Thyreoglobulin
thyreoglossus
Schilddrüse u. Zunge betreffend. Mehr zu thyreoglossus
Thyreoglossuszysten
angeborene Zysten, die aus einem nichtobliterierten Rest des Ductus thyroglossalis hervorgehen. Können vom Zungengrund bis zur Schilddrüse lokalisiert sein. 50 % liegen in unmittelbarer Nähe des Zu... Mehr zu Thyreoglossuszysten
Thyreoiditis
entzündl. Veränderung der Schilddrüse unterschiedl. Ätiol. Diagn. durch humorale (MAK, TAK, TRAK) u. zelluläre Immunphänomene (Punktionszytologie). Am häufigsten sind die chron. lymphozytäre T. (Au... Mehr zu Thyreoiditis
Thyreophagozyten
Pl: große, runde bis ovale Zellen mit schaumigem Zytoplasma u. zentralen, oft pyknot. Kernen. Das Zytoplasma enthält Kerntrümmer, Kolloid, Lipoide o. Hämosiderin. T. finden sich häufig in Ausstrich... Mehr zu Thyreophagozyten
Thyreostatika
Pharmaka, die die Bildung u. Freisetzung der Schilddrüsenhormone Thyroxin u. Triiodthyronin aus der Glandula thyroidea hemmen. Anwendung bei Hyperthyreose. 1. Thioharnstoffderivate: Methylthiouraci... Mehr zu Thyreostatika
Thyreotoxikose
Hyperthyreose. Mehr zu Thyreotoxikose
Thyreotropin
thyreotropes Hormon, Thyreoidea stimulierendes Hormon (TSH); Hormon der Adenohypophyse, das das Wachstum u. die Hormonproduktion der Schilddrüse (Thyroxin) steigert. Das T. greift fördernd in nahez... Mehr zu Thyreotropin
Thyreozyten
Pl: Follikelepithelien. Zellen mit mehr o. weniger unscharf begrenztem, feingranuliertem Zytoplasma u. runden bis ovalen Kernen mit granulärem Chromatin u. kleinen Kernkörperchen. Im Zellausstrich ... Mehr zu Thyreozyten
thyrogen
durch die Schilddrüse bedingt. Mehr zu thyrogen
Thyroidea
Glandula thyroidea. Mehr zu Thyroidea
Thyroidektomie
operative Entfernung der Schilddrüse, die v. a. bei Schilddrüsenkarzinom u. der progredienten endokrinen Ophthalmopathie total, bei Knotenstruma bzw. kalten o. heißen Knoten nur subtotal als Teilre... Mehr zu Thyroidektomie
thyroideus
schildförmig. Mehr zu thyroideus
Thyroxin
Tetraiodthyronin, Levothyroxin, L-Thyroxin (T4). In der Schilddrüse nach Iodaufnahme synthetisiertes Hormon. Sekretionsrate 90–110 ?g/d. Im Blut zu 75–80 % an thyroxinbindendem Globulin, zu 15 % an... Mehr zu Thyroxin

Quellen:

  • Zetkin/Schaldach - Lexikon der Medizin. © Elsevier GmbH, München
  • Schäffler/Menche - Gesundheit heute - Laborwerte. © Knaur Ratgeber Verlag, München

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