AB0-Blutgruppensystem - Medizinlexikon

kodominant vererbte, 1901 durch Landsteiner entdeckte, zusammengehörige, agglutinable Strukturelemente auf der Oberfläche menschl. Erythrozyten, verbunden mit der Ausbildung kontrakorrespondierender Antikörper (Isoagglutinin, Anti-A bzw. Anti-B) im Serum. Bei Ausprägung des erythrozytären Merkmals A wird Anti-B (?) gebildet, bei Vorhandensein von B auf den Erythrozyten enthält das Serum Anti-A (?). Träger der Blutgruppe 0 enthalten im Serum Anti-A u. Anti-B. Ein Gen für die Codierung der Eigenschaft 0 (Fehlen von A u. B) ist nicht bekannt. Im Serum existieren keine Antikörper, wenn die Erythrozyten die Merkmale A u. B (AB) tragen. Zur Merkmalsverteilung siehe Tab. Für die Ausprägung des Merkmals A werden mehrere Allele angenommen. Von prakt. Bedeutung (forens. Vaterschaftsausschluß) sind die Merkmale A1 u. A2. Für Transfusions- u. Transplantationsbelange bleiben die A-Untergruppen unberücksichtigt. Morbus haemolyticus neonatorum. Tab.

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