Adaptation - Medizinlexikon
Anpassung.
Die physiol. (funktionelle, evtl. morphol.) o. psychol., aktive o. passive, vorübergehende o. dauernde Anpassung eines Organismus an veränderte Bedingungen bzw. Einwirkungen. In der A. spiegelt sich die Fähigkeit selbstregulierender Systeme wider, sich unter veränderl. Bedingungen zu erhalten u. zu entwickeln. Bei der A. können 3 Phasen unterschieden werden: 1. Phase: unspezif., generalisierte Adaptationsreaktion, 2. Phase: adaptive Umstellung funktioneller Systeme, 3. Phase: Anpassung der betroffenen Systeme. Die Adaptationsgrenzen werden durch die Regelbreite der Teilsysteme des Organismus best.
Verstellung der Ansprechschwelle eines Rezeptors (Sinneszelle, gesamtes Sinnesorgan, sensibler Nerv) in Anpassung an die mittlere Intensität des Reizangebots, so daß der Rezeptor auf kleine Reizstärkenänderungen innerhalb eines Intensitätsbereichs fein abgestuft ansprechen kann. Es gibt schnell adaptierende Rezeptoren, z. B. Pacini-Körperchen, u. langsam adaptierende, z. B. Temperatur-Rezeptoren, Photorezeptoren (A. der Netzhaut) sowie sehr langsam o. nicht adaptierende Rezeptoren, z. B. Schmerzrezeptoren. Auch homöostat. rezeptive Mechanismen für Entstehung von z. B. Durst adaptieren nicht. Die Abnahme der Reaktion auf gleichbleibende Reize bezeichnet man als Habituation. Der ther. Effekt vieler Verfahren der Physiotherapie beruht auf Prozessen der physiol. A.; die systemat. Wiederholung physikal. Reize führt zur Optimierung zahlreicher regulator. Funktionen u. damit zur Steigerung der Leistungsfähigkeit.
© Elsevier GmbH, München
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