Adhäsion - Medizinlexikon

durch molekulare Anziehungskräfte bedingtes Aufeinanderhaften fester Stoffe o. von Flüssigkeiten an festen Stoffen.

Verklebung von Organen untereinander durch Bindegewebe, i. d. R. nach Ablauf entzündl. Prozesse. Peritoneale A.: Verklebung in der Bauchhöhle. Postoperative A.: Verklebung im Gefolge operativer Eingriffe.

Haften von Bakterien an Epithelzellen, z. B. Darmzellen als Voraussetzung für deren Kolonisation (Adhäsine).

A. der neutrophilen Granulozyten: Beim Haften auf nicht benetzbaren Oberflächen (Silikon, Teflon u. a.) breiten sich Granulozyten spontan aus, wobei ein breiter Rand von granulafreiem Hyaloplasma um die Zellzirkumferenz entsteht. Die A. ist als aktive, energieverbrauchende u. reversible Zelleistung zu verstehen. Beim extrakorporalen Kreislauf gehen durch A. viele Granulozyten verloren. Zellsystem, granulozytäres.

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