Aether pro narcosi - Medizinlexikon

Diäthyläther, farblose leicht flüchtige Flüssigkeit mit unangenehm reizendem Geruch. Seine Einführung (1846 durch W. T. G. Morton) als Narkotikum revolutionierte die operative Med. u. gilt als Geburtsstunde der Anästhesiologie. Gemisch von Ätherdampf mit Luft führt zur Deflagration. Sauerstoffätherdampfgemische sind explosiv. Durch Licht- u. Wärmeentwicklung Zersetzungsgefahr zu Peroxiden. Ist als Mononarkotikum wegen seiner guten analget., hypnot. u. muskelrelaxierenden Wirkung sowie der relativ großen Narkosebreite geeignet, wegen der verhältnismäßig langen Einleitung- u. Aufwachphase sowie des häufigen postoperativen Erbrechens heute nicht mehr im Allgemeingebrauch.

© Elsevier GmbH, München

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