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Agarkulturtechnik - Medizinlexikon
Das Prinzip der Methode beruht auf der Fähigkeit hämatopoet. Stammzellen, unter definierten exp. Bedingungen in Agar o. Methylzellulose Kolonien zu bilden, d. h. zu proliferieren u. sich zu differenzieren. Dabei entwickelt sich jeweils eine Kolonie aus einer einzelnen Stammzelle. Definitionsgemäß werden Zellen menschl. o. tier. Knochenmarks, des peripheren Blutes sowie der tier. Milz, die zur Bildung von Kolonien in vitro befähigt sind, als Koloniebildungszellen (in Colony forming units) bezeichnet. Anzahl u. Größe der sich bildenden Kolonien sind ein Maß für die Leistungsfähigkeit des kultivierten hämatopoet. Gewebes. Dabei ist zu berücksichtigen, daß diese Parameter durch die verwendete Kulturtechnik u. koloniebildende Faktoren beeinflußbar sind. Im Durchschnitt entwickeln sich aus 106 menschl. Knochenmarkzellen bis zu 15–20 Kolonien. Mit Hilfe der A. lassen sich Beobachtung von Proliferation u. Differenzierung hämatopoet. Zellen auch nach Einwirkung prim. tox. Substanzen u. Strahlen auf das hämatopoet. System untersuchen. Darüber hinaus kommt die A. bei der Diagnostik, Therapie- u. Verlaufskontrolle versch. hämat. Erkrankungen sowie für die Prüfung der Proliferationsfähigkeit von kryokonservierten Knochenmarkzellen zum Einsatz.
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