Akkommodation - Medizinlexikon

Angepaßt- o. Eingerichtetsein auf etwas bzw. Vorgang des sich auf etwas Einrichtens.

Änderung der Krümmung der Augenlinse, insbesondere ihrer Vorderfläche, zur Scharfabbildung der gerade angesehenen Objekte auf der Netzhaut. Bei der Nahakkommodation nimmt aufgrund der elast. Rückstellkraft der Linse die Linsenkrümmung u. damit die Brechkraft des Auges zu. Diese Linsenbewegung wird ermöglicht durch Kontraktion des M. ciliaris, die eine Verkleinerung seines Durchmessers u. damit eine Erschlaffung der Zonulafasern (Zonula ciliaris) herbeiführt. Bei der akkommodativen Ferneinstellung wird die Linse durch Nachlassen der Ziliarmuskelkontraktion u. damit Erweiterung seines Durchmessers flach gezogen, so daß die Brechkraft abnimmt. Neben dieser passiven Fernakkomodation gibt es zusätzl. bei schnellem Wechsel von Nah- auf Fernsehen einsetzend, eine durch Kontraktion von radiär im Ziliarmuskel verlaufenden Brücke-Muskelfasern bewirkte aktive Fernakkommodation Außerdem verschieben sich bei der A. die Linsenfasern mit resultierender Indexzunahme (intrakapsuläre A.). Akkommodationszeit: normal ca. 0,5 Sek., verlängert bei Verlust der Linsenelastizität, Ermüdung, Intoxikation, Pupillotonie. Abb.

Akkommodation des Auges. Akkommodationsmechanismus; Zunahme der vorderen Linsenkrümmung bei Nahakkommodation
Akkommodation des Auges. Akkommodationsmechanismus; Zunahme der vorderen Linsenkrümmung bei Nahakkommodation

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