Alaninaminopeptidase - Medizinlexikon

Synonyme: AAP

zur Klasse der Peptidhydrolasen gehörendes membranassoziiertes Enzym mit ubiquitärer Verteilung, hohe Aktivitäten im proximalen Tubulusepithel der Niere, in Dünndarmmukosa, in Mikrovilli der Hepatozyten, besitzt Präferenz für N-terminales Alanin, streng abzugrenzen von der Leucinaminopeptidase. Bestimmung kolorimetr. mit Alanylhydrazid o. kinet. mit chromogenem Substrat Alanin-pNA, diagn. relevant in Serum u. Harn. Erhöht im Serum bei biliären Obstruktionen unterschiedl. Ätiopathogenese (extrahepat. Verschlußikterus, Metastasenleber, Rechtsherzinsuffizienz, Cholelithiasis, Pankreaskopfkarzinom u. generalisiertem Ekzem), vermehrte Ausscheidung im Harn bei akuten Läsionen u. Alterationen des proximalen Tubulusepithels (akutes Nierenversagen, Pyelonephritis), dd bedeutungsvoll zur Abklärung von Erhöhungen der alkal. Phosphatase (AAP nur erhöht bei hepatogener Herkunft).

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