Alginsäure - Medizinlexikon

ein hochmolekulares Heteropolysaccharid aus Beta-D-Mannuronsäure. u. Alpha-L-Guluronsäure, beide über Beta-l,4-Bindungen zu geraden Ketten verknüpft; Bestandteil der Zellwände von Braunalgen, aus denen es durch Extraktion mit Alkalien gewonnen wird. Meist als Natriumsalz (Na-Alginat) im Handel. Bildet im Wasser kein Gel (wie die Pectine), sondern hochviskose Lösungen, wird verwendet in der Lebensmittelindustrie u. Pharmazie als Emulgier-, Binde- u. Dickungsmittel (Ersatz für Traganth, Agar, Gelatine usw.), bei Eisherstellung, fetthaltigen Salben u. Emulsionen, ferner als Klebstoff, Textilhilfsmittel, chir. Nahtmaterial. A. besitzt den Charakter eines Ballaststoffs.

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