Alzheimer-Krankheit - Medizinlexikon

progrediente Hirnatrophie unter Bildung seniler Plaques, sog. Alzheimer-Fibrillen u. Amyloidablagerungen mit zunehmender dementieller Sympt. Nach der klass. Beschreibung präsenil im 5. o. 6. Lebensjahrzehnt beginnend; als Demenz vom Alzheimer Typ Sammelbezeichnung für die mit entsprechenden pathol. Veränderungen einhergehenden Demenzen auch des Seniums. Ursache.: unklar, diskutiert werden für die seltenen fam. Formen Veränderungen auf den Chromosomen 11, 14 u. 21; für die häufigeren sporad. Formen Störungen des Amyloidmetabolismus. Sympt.: initial diskrete Gedächtnisstörungen, im weiteren Verlauf Störungen der Orientierung, des Kurz- u. Langzeitgedächtnisses sowie von Werkzeugfunktionen (insbes. aphas., agnost. wie Prosopagnosie u. aprakt. Störungen). In den Anfangsstadien häufig auch depressive Sympt.; paranoide Sympt. treten dagegen meist erst in fortgeschrittenen Stadien auf. Diagnostik: spezif. Befunde für die Demenz vom Alzheimer Typ sind z. Z. nicht bekannt; die klin. Diagn. erfordert deshalb den Ausschluß anderer wichtiger dementieller Erkrankungen. In neueren Untersuchungen werden veränderte Spiegel des Betaamyloids u. des Tauproteins im Liquor sowie eine Atrophie des Amygdala-Hippokampus-Komplexes im MRT als charakterist. Veränderungen bei Demenz vom Alzheimer Typ diskutiert. Ther.: Eine kausale Ther. ist z. Z. nicht bekannt. Symptomat. Gestaltung des Umfelds u. kognitives Training, Angehörigenberatung, Ther. mögl. depressiver o. paranoider Begleitsymptome. Nach neueren Untersuchungen beeinflussen cholinerg wirksame Substanzen, wie Cholinesteraseinhibitoren den Krankheitsprozeß bei einem Teil der Erkrankten.

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