Anämie, aplastische - Medizinlexikon

aplast. Knochenmarksyndrom, Panmyelophthise, aregenerator. Panmyelopathie, Knochenmarkinsuffizienz; Ausfall der gesamten Hämatopoese mit Ausnahme der Lympho(zyto)poese mit dadurch bedingter Panzytopenie u. ohne kompensator. extramedulläre Blutbildung. In Europa relativ seltene Erkrankung, die bei Frauen u. Männern etwa gleich häufig u. in allen Lebensaltern vorkommt, wobei das 2. u. 3. Lebensjahrzehnt bes. betroffen ist. Etwa die Hälfte aller aplast. Knochenmarksyndrome bleiben ätiol. ungeklärt („idiopathisch“), bei der anderen Hälfte kommen die verschiedensten Ursachen in Betracht (Tab.). Abgrenzung zur paroxysmalen nächtl. Hämoglobinurie wichtig. Überwiegend ungünstige Progn. Kennzeichnend ist die Verminderung der morphol. identifizierbaren Zellen der Hämopoese im Knochenmark, so daß eine Zellproduktionsstörung im vorgeschalteten Stammzellspeicher anzunehmen ist (am ehesten im Kompartiment der frühen undifferenzierten Stammzellen). Nicht für jeden Fall sind die 3 Zellreihen in gleicher Weise geschädigt, es können zunächst nur ein o. zwei Zellreihen betroffen sein. Tab.

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