Anämie, endokrine - Medizinlexikon

Anämie bei Endokrinopathie. Blutbildungsstörungen mäßigen Grades bei Erkrankungen der Keimdrüsen, der Schilddrüse, der Nebennierenrinde u. der Hypophyse, wobei der durch die entsprechenden Hormone direkt o. indirekt stimulierende Effekt auf die Erythrozytopoese wegfällt. So kommt es nach Ausfall der männl. Keimdrüsen (Kastration) regelmäßig zu mäßiger hypochromer mikrozytärer A. Durch Östrogene ist eine A. sowie eine Granulo- u. Thrombozytopenie bei Verabfolgung hoher Dosen provozierbar. Eine makrozytäre hyperchrome A. findet sich bei Hypothyreose. Die A. bei Hypophysenvorderlappeninsuffizienz ist normochrom u. mikrozytär. STH wirkt im Tierversuch auf die Erythrozytopoese stimulierend, ist jedoch als Therapeutikum nicht effektiv.

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