Analgetika - Medizinlexikon

schmerzstillende Mittel. A. vom Morphintyp: halbsynthet. u. vollsynthet. Stoffe, die morphinähnl. Wirkungen besitzen. Steht die analget. u. suchterzeugende Wirkung im Vordergrund, so besitzen sie in den meisten Fällen eine analgiphore Gruppe. a) halbsynthet. Stoffe werden durch geringfügige strukturelle Veränderungen aus Opiumalkaloiden gewonnen (Tab.). b) vollsynthet. Verbindungen, Levorphanol, drei- bis fünfmal stärker analget. wirksam, Pethidin fünffach schwächer wirksam als Morphin; geringe Erregung des Brechzentrums. Methadon hat gute Wirkung nach oraler Gabe. Cetobemidon ist wesentl. stärker wirksam als Pethidin. Dextromoramid, geringere Suchtgefahr als bei Morphin. Zyklazocin besitzt halluzinogenen Eigenschaften. Pentazocin wirkt gleichzeitig morphinagonist. u. antagonist. Fentanyl besitzt sehr starke analget. Wirkung mit kurzer Dauer, zur Neuroleptanalgesie verwendet. Tilidin hat keine antitussive Wirkung. Antipyret. u. antiphlogist. wirkende A.: Salicylate, wie Salicylsäure, Acetylsalicylsäure; p-Aminophenolderivate, wie Phenacetin, Paracetamol; Pyrazolonderivate, wie Propyphenazon; Codein; Dextropropyphen. Migränemittel: Dihydroergotamin, Dihydroergotoxin, Iprenazon, Ergotamin, Methylergometrin u. a.. Bei der Schmerzmittelapplikation sind analget. Mischpräparate von prakt. Bedeutung, d. h. A. in Kombination mit z. B. Sedativa, Spasmolytika, Coffein u. a., sie bergen jedoch das Risiko von Drug dependence u. Abusus. Risikoverminderung durch Monopräparatgabe. Tab.

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