Aortenbogenanomalien - Medizinlexikon

angeborene Fehlbildungen des Aortenbogens u. der brachiozephalen Arterien, die klin. erscheinungsfrei verlaufen, zu hämodynam. Störungen o. durch Druck auf Trachea, Ösophagus, N. recurrens zu Stridor, Schluckbeschwerden, Heiserkeit führen können. 1. der Aortenbogen ist re. neben der Wirbelsäule gelegen, hohe Rechtslage der Aorta. Klin. erscheinungsfrei, sofern nicht Begleiterscheinungen einer Herzfehlbildung (z. B. Fallot-Krankheit); 2. der Aortenbogen verläuft dorsal von Ösophagus u. Trachea nach li. Durch einen Ductus arteriosus persistens o. ein Ligamentum Botalli kann eine die Trachea (bzw. den Ösophagus) stenosierende Ringbildung entstehen, Arcus aortae circumflexus. Klin. Stridor mit u. ohne Schluckbeschwerden; 3. Doppelter Aortenbogen: Arcus aortae duplex. 4. A. subclavia dextra geht distal vom Ursprung der A. subclavia sinistra von der Aorta descendens ab u. zieht dorsal von Ösophagus u. Trachea nach re., Dysphagia lusoria. Klin. Schluckbeschwerden; 5. Truncus brachiocephalicus ist mit seinem Ursprung nach li. verlagert; 6. fehlender Aortenbogen mit 3 anat. Varianten, je nachdem ob die Unterbrechung der Aorta distal vom Abgang der A. subclavia sinistra, der A. carotis communis sinistra o. des Truncus brachiocephalicus erfolgt. Die klin. Sympt. ähnelt der der präduktalen Isthmusstenose der Aorta. Abb.

Aortenbogenanomalien.a: normal; b-e: anormale Formen
Aortenbogenanomalien.a: normal; b-e: anormale Formen

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