Aphrodisiaka - Medizinlexikon

Mittel zur Anregung, Stärkung o. Steigerung von Libido u. Potenz. Seit Urzeiten wird zahlreichen Drogen, Kräutern, Essenzen u. Nahrungsmitteln eine die Potenz o. das sexuelle Begehren fördernde Wirkung nachgesagt, u. bis heute werden sog. Liebesmittel im Handel angeboten. Bis auf wenige Ausnahmen (z. B. Androgene) ist deren Wirksamkeit nicht erwiesen o. umstritten o. auf einen Plazeboeffekt zurückzuführen. Viele A. wirken nur harntreibend mit sek. Wirkung auf die erektile Potenz, einige haben z. T. lebensgefährliche Nebenwirkungen wie z. B. Cantharidin u. Strychnin. Einen vorwiegend lokalen nervalen u. die Genitaldurchblutung fördernden Effekt soll Yohimbin haben. In der Behandlung von Sexualstörungen ist der Einsatz von A. selten u. wenn überhaupt, dann nur unterstützend für andere verhaltens- u. partnertherapeut. orientierten sexualmedizin. Behandlungsmethoden indiziert. Anaphrodisiaka.

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