Arboviren - Medizinlexikon

abgeleitet von engl. arthropod-borne viruses; von Arthropoden (Moskitos, Phlebotomen, Zecken) übertragene Viren. Zu den A. gehören Alphavirus, Bunyavirus, Coltivirus, Flavivirus, Krim-Kongo-Fieber-Virus, Orbiviren, Phleboviren. Beim Blutsaugen nehmen Arthropoden als Vektoren Viren von kalt- u. warmblütigen Wirbeltieren (natürl. Wirte) auf u. übertragen sie mit ihrem Speichel auf das nächste Tier. Im Vektor-Wirt-Kreislauf bleiben Arthropoden symptomlos, trotz Virusvermehrung im Darm (nichtzytolyt. Infektion), während die Wirte eine zytolyt. Infektion erleiden. Der Mensch ist Nebenwirt u. meist Endglied dieser Kette, bei ihm verursachen humanpathogene A. Arbovirosen. Wegen vertikaler Übertragung der Viren auf die nächstfolgende Arthropodengeneration bilden Arthropoden ein ständiges Virusreservoir.

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